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Eindrücke von der Bremer Regatta (04.-05.05.2019)

Es lief wie am Schnürchen, wenn man sich die Bahnen der diesjährigen Großen Bremer Regatta von weitem ansah, so z. B. von der Erdbeerbrücke in der Nähe des Starts, wo viele Fahrer vom Gas gingen und einen Blick auf die vielen Boote warfen, die sich für ihre Rennen positionierten. Es lohnte aber auf alle Fälle auch, sich dieses Ereignis von nahem anzuschauen. So waren nicht nur Rudersportler am Werdersee als Zuschauer vorzufinden. Viele Spaziergänger legten einen Stopp ein und schauten begeistert zu. Schon allein die Zahlen waren beeindruckend: Es starteten ca. 1700 Teilnehmer auf 2600 Rollsitzplätzen in mehr als 500 Rennen.

Dieses so zu organisieren, dass man selbst noch bei solch schlechten Wetterverhältnissen, vor allem am ersten Regattatag, von einem reibungslosen Ablauf sprechen kann, dafür braucht man schon eine Menge Talent. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren und zahlreichen Helfer. Stellvertretend für alle Helfer, ob am Vorstart, bei der Zeitnahme oder im Kuchenzelt, möchte ich hier Wiebke erwähnen, die sich als Vizeleiterin der Kinderregatta um die Jüngsten kümmerte und Ron, der als Wettkampfleiter und Obmann der Wettkampfrichter tätig war.

Recht kalt war es an beiden Tagen. Am ersten wechselten sich Regen und Hagel regelmäßig ab, die Sonne kam nur selten durch, und selbst Windböen wollten am Geschehen teilnehmen und schafften es auch durch kleine Zeitverzögerungen am Start. Unruhiges Wasser führte auch zu einigen Kenterungen. Am zweiten Tag kündigte sich ein Gewitter an, welches nur knapp an Bremen vorbeizog. Aber sicher ist sicher, und so wurden hierfür die Rennen kurz unterbrochen. Und hier paarte sich das Geschick der Organisatoren mit der Disziplin der Teilnehmer: In nur 22 Minuten nach Verkündung der Rennunterbrechungen waren alle Boote aus dem Wasser. Ein beachtlicher Wert für die Gegebenheiten am Werdersee. Das Wetter war nun wirklich nicht auf Seiten der Sportler! Dennoch hatten alle Teilnehmer und auch die Zuschauer Spaß an einer der größten Regatten Deutschlands. Am Anfang der Saison gelegen ist dieser Wettkampf ein erster Test für das weitere Kräftemessen im Laufe des Jahres.

Zeitgleich zur Großen Bremer Regatta wurde parallel die Bremer Jungen- und Mädchenregatta durchgeführt. Während auf der Großen Regatta sehr viel Wert auf Disziplin gelegt wurde, um den eng getakteten Zeitplan einzuhalten, benötigte man bei den Kindern sehr viel Geduld, war es für viele doch das erste Rennen dieser Art. Generell merkte man vielen die Nervosität an. Aber die Starter schafften es mit angebrachter Gelassenheit, die Jüngsten auf eine Linie zu bugsieren, und so wurde auch diese Veranstaltung zu einem schönen Erlebnis für unseren Nachwuchs.

Beide Regatten brachten ansehnliche Leistungen hervor.

Auf Seiten der Hansa waren 10 Siege zu verzeichnen:

SM 4x    :                Janek Hadamovsky und Til Hildebrandt

JF 1x       :                Nora Gohr

JM 1x     :                Janis Beger

JM 2x     :                Florian Bartels und Finn Oliver Priebe

MM 4x  :                Uwe Schüßler

MM 4x  :                Uwe Schüßler

JF 2x       :                Nora Gohr und Jonna Janssen

Dazu siegten bei den Kindern Mauritz Wilshusen im Einer sowie Mauritz zusammen mit Frederik Donalies und Emily Duncan mit Fabienne Hesse im Zweier.

Einen Applaus verdienen natürlich auch alle anderen Teilnehmer, die dazu beigetragen haben, dass diese Regatta für alle Beteiligten und Zuschauer ein voller Erfolg war.Vielen Dank für eure sportlichen Leistungen!

Wie schon anfangs erwähnt, kann man vor einer solchen Organisation nur den Hut ziehen. Man ist geneigt, die Verantwortlichen an eine inzwischen weltbekannte Baustelle an der Grenze Berlin-Brandenburg auszuleihen. Aber wollen wir das wirklich? Behalten wir sie lieber hier und freuen uns auf die 113. Große Bremer Regatta im nächsten Jahr.

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