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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Es ist wieder an der Zeit, ein Jahr zu verabschieden. Gerade hatten wir uns an die Zeiteinteilung und an die Abläufe gewöhnt, Arbeit, Freizeit, Sport in die für uns richtigen Bahnen zu lenken, stehen wir wieder vor einem Jahreswechsel.
Unsere Planung ist aber wahrscheinlich so organisiert, dass es egal ist, ob wir Januar, Juni oder Dezember schreiben. Und dennoch, eine neue Jahreswende vor Augen, geraten wir leicht in eine "philosophische "Stimmung. Wenn sich Weihnachten nähert und die Aussicht, dass wir uns mal wieder von einem Jahr verabschieden müssen, sich allmählich zur Gewissheit verdichtet, führen wir gern Gespräche über die Zeit.
So geht es auch mir, da ich für unseren Clubschlüssel zum Jahresausklang schreibe. Ich schaue auf 12 Monate zurück. Was ist passiert in diesen 365 Tagen? Welche Ereignisse haben uns traurig, nachdenklich oder froh gestimmt? Was hat sich ereignet im persönlichen, im geschäftlichen oder im politischen Umfeld? Eine Menge hat sich getan. Dabei greife ich lediglich unseren Sport heraus. Wie deutlich ist uns das für Rudern unentbehrliche Element - das Wasser - in diesem Sommer geworden. Sicher, wir brauchen Wasser, um die Boote schwimmen zu lassen, um sie und somit auch uns zu testen im Freizeitsport und im Wettkampf.
Die Tide ist für uns Bremer aus unterschiedlichster Sicht zwar etwas Normales, manchmal bedeutet sie aber auch Beeinträchtigung. Bei Niedrigstand ist es keine Freude, die Boote den Steg hinunter- bzw. hinaufzuschleppen. Der Anleger liegt auf Sand und kommt zu Schaden. Die Instandsetzung kostet u.U. viel Geld. Bei Hochwasser stehen nicht nur unsere Wiesen, sondern seit Neuestem auch der neue Weseruferweg unter Wasser.
Denken wir aber an die Bootshäuser an Elbe, Havel, Mulde, so wird uns ganz besonders in diesem Jahr deutlich, welche absolute Gefahr vom Wasser ausgehen kann, mit welcher Wucht und Zerstörungskraft in kürzester Zeit Bestehendes untergeht. Der Aufwand in finanzieller, aber auch ideeller Weise ist kaum vorstellbar. Wir wünschen unseren Kameraden und Kameradinnen für den Wiederaufbau viel Kraft und gutes Gelingen.
Im Jahresausklang wird meist ein Rückblick auf das Vergangene gehalten. Ich möchte dieses Mal davon abweichen. Wir halten mit diesem Clubschlüssel die 6. Ausgabe 2002 in den Händen. Die Ereignisse ziehen sich wie ein roter Faden durch die Clubschlüssel. Wir haben in diese Einblick nehmen können. Zudem hatten wir gute Gelegenheiten, uns bei unterschiedlichsten Anlässen sportlicher und geselliger Art z.B. Bootstaufen, Regatten und Geburtstagen im Bootshaus zu treffen, wir konnten uns informieren, lose Kontakte festigen oder neue knüpfen.
Kurz vor der Jahreswende ist es schon wieder an der Zeit, die nächste Saison vorzubereiten. Die Jahreshauptversammlung im Februar steht an. Der Vorstand steht in der Verpflichtung seiner Mitglieder, einen funktionierenden Vorstand zu präsentieren. Bisher ist es uns gelungen, alle Ämter auf ehrenamtlicher Basis mit unseren Mitgliedern zu besetzen. Es wird aber immer schwerer, Mitglieder zu motivieren, Vorstandsarbeit zu übernehmen. Aus diesem Grund steht hier meine Bitte für die Zukunft: Habt Mut und Zutrauen zu euch selbst und wirkt mit zum Wohlergehen unserer "HANSA"! Wir sitzen alle in einem Boot und dieses Boot soll uns sicher über die Ströme und Untiefen des neuen Jahres tragen.
Wir haben nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Viele Türchen des Adventskalenders sind geöffnet. Auch wir Erwachsenen sind noch neugierig auf die kleinen Überraschungen, die sich hinter diesen Türchen verbergen. Die noch geschlossenen Türchen sind bald geöffnet.
Ich wünschen Ihnen und euch eine ruhige, besinnliche Advents- und Weihnachtszeit, einen frohen und harmonischen Ausklang des Jahres 2002 und einen gelungenen Start ins Jahr 2003.
Ute Kolb