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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Am 17.10. (Donnerstag) trafen sich wie üblich, die Alt-Herren zum Rudern. Der Wettergott hatte ein Einsehen und ließ die Schleusen geschlossen. Es wäre auch unfair gewesen. Schließlich haben wir zwei Achter besetzen können.
Beim anschließenden Klönschnack wurde ich von Jürgen gefragt, ob ich die Fahrt am 28.09. mitgemacht hätte. Ich bejahte dies und schon wurde ich höflich aber bestimmt gebeten, hierüber einen Bericht zu schreiben.
Nachdem es erst hieß, wir werden wohl zwei Achter besetzen können, reichte es für zwei Achter doch nicht. Schließlich haben sich elf Ruderer im Bootshaus eingefunden. Die Einteilung der Boote ging sehr schnell: ein Achter und ein Zweier ohne. Klaus meldete sich sofort für den Zweier und um lange Diskussionen zu vermeiden, meldete ich mich ebenfalls für den Zweier.
Als erstes wurde der Zweier zu Wasser gelassen und da viele Hände angefasst haben, kam uns der Zweier wie ein Fliegengewicht vor. (So leicht müssten die Boote immer sein!)
Klaus und ich machten uns auf den Weg und der Achter folgte. Die erste Pause sollte in Lankenau sein. Da der Achter inzwischen vor uns lag, mussten wir halt so lange rudern, bis wir ihn eingeholt hatten. Es war fast am Hasenbürener Yachthafen. John hatte Gerstensaft als Stärkung, aber auch Nichtalkoholika an Bord. Ich spendierte einen Obstler, den Klaus als Erster probieren durfte. "Leckerer Tropfen!", war sein Kommentar. Nun wusste ich, dass ich ihn unbedenklich an den Achter weitergeben konnte. Da so ein leckerer Tropfen aus einem Glas getrunken wird, legte ich dieses dabei. Als die Flasche bei mir wieder ankam, fehlte das Glas, es war inzwischen über Bord gegangen. Aber wir machen so eine Fahrt ja nicht zum ersten Mal, John hatte kleine Plastikbecher dabei und somit war das Problem gelöst und auch aus Plastikbechern lässt sich der Tropfen trinken.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten sich beide Boote auf den Weg zur Ochtum. Die Schleusenkammer war offen und wir hätten sofort reinfahren können, ja, wenn da nicht die Signalanlage auf Rot gestanden hätte. Als ich den Schleusenwärter informiert hatte, fragte er mich, weshalb wir denn nicht reingefahren sind. Wir und gegen Vorschriften verstoßen, kommt doch überhaupt nicht in Frage!
Nach dem Schleusen machte sich bei einigen Ruderkameraden ein persönliches Bedürfnis bemerkbar und wir legten, wie übrigens auch im letzten Jahr, an einem der vielen Yachtanleger an. Nachdem auch dieses erledigt war, ging es mit zügigem Ruderschlag auf nach Spille. Wir erreichten Spille so gegen 13 - 14 Uhr. Es wurde à la carte gegessen. Es war reichlich und gut. Spille ist für seine Fischspezialitäten bekannt.
Nachdem wir uns so gestärkt hatten und noch einen Klönschnack gemacht haben, mussten wir leider schon aufbrechen .Klaus und ich wurden gefragt, ob wir evtl. tauschen wollten. Wir wollten nicht, denn wir hatten uns aufeinander eingestellt und viel Döntjes unterwegs erzählt. Nun kamen bei einigen die Bedenken, wie sollen wir bloß noch den Kuchen verkraften, der im Hasenbürener Yachthafen eingenommen werden sollte. Aber bange machen gilt nicht und so wie ich uns einschätzte, gab es auch hier die Lösung. Als wir im Hafen angekommen waren und wir von der Bedienung erfuhren, welch leckeren Kuchen es gab, hat sich keiner mehr über Appetitlosigkeit beschwert.
Nach dieser erneuten Stärkung, ging es ab in Richtung Bootshaus, wo wir gegen 18 Uhr ankamen. Es war wieder eine geglückte Fahrt und ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Wilhelm Kruse