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"Hansa" (1879/83) e.V.

Bratkartoffelfahrt 2002

Auch für dieses Jahr hatte die Bratkartoffelfahrt zur Seglerkneipe im Hasenbürener Jachthafen wieder ihren festen Platz im Terminkalender der HANSA. Und so hatten die Kenner dieser Traditionsveranstaltung sich diesen Termin denn auch freigehalten.

Ein Blick auf die von John Thoms vorgenommene Mannschaftseinteilung verriet, dass wir auch diesmal wieder gut besetzt waren: Drei Vierer sowie die beiden Achter "Timmi Kröger" und "Max Gregor" konnten sich auf den Weg machen: eine Strecke von gut 12 km. Dunkle Regenwolken standen am Himmel und drohten sich jeden Augenblick zu öffnen. Taten sie aber doch nicht. Wir kamen jedenfalls alle trocken ins Boot. Und auch unterwegs blieb es bei ein paar Tropfen.

Der Riemenachter machte als letztes Boot vom Anleger los. In Sichtweite vor uns fuhr "Timmi Kröger". Schon nach wenigen Schlägen stellten wir fest: Der Achter läuft hervorragend! Punktgenauer Einsatz, lange, harte Schläge. Ein enormer Druck auf den neuen Big Blades. Kein Schaukeln und kein Zittern des Bootes. Eine starke AH-Mannschaft!

Nach gut einer Stunde konnten wir im Jachthafen Hasenbüren festmachen. Die "Timmi Kröger"-Mannschaft wartete am Steg. - Donnerwetter! Einmal Regenjacke-an-und-wieder-Ausziehen kostet doch eine Menge Zeit.

In der Seglerkneipe duftete es schon nach Bratkartoffeln, die auch alsbald serviert wurden. Es schmeckte und war gemütlich. Trotzdem mussten wir gegen 21 Uhr die Heimfahrt antreten.

Obwohl es noch hell ist, machen wir schon die Buglaterne an, damit mir als Nr.-1-Mann das unterwegs erspart bleibt. Nach der Hafenausfahrt sehen wir sogar noch die Sonne glutrot untergehen. Petrus hat doch eine Schwäche für Ruderer.

Und nun geht's auf in Richtung HANSA. Gut 100 m vor uns die gemischte Mannschaft im Doppelachter. Wir waren gestärkt und ausgeruht. Eigentlich müssten wir die packen! Das wird zwar nicht ausgesprochen, aber jeder im Boot denkt es. Das sieht man nicht nur an den "Kringeln", man merkt das auch. Auch nach 30 Minuten will noch niemand eine Pause. Und auch "Timmi Kröger" macht keine Pause. Natürlich haben die etwas gemerkt! Wahrscheinlich wird auch dort nicht gesprochen, aber auch dort werden die Kringel größer. Und zwar noch acht mehr als bei uns. Bis Kellogg's bleibt der Abstand konstant. "Timmi Kröger" bleibt rechts und nimmt den Seitenarm. Unser Steuermann bleibt im Fahrwasser. Durch die Buhne zwischen uns ist der Sichtkontakt verloren. Jetzt ein heimlicher Zwischenspurt und dann haben wir "Timmi" hinter der Eisenbahnbrücke! Langsam werden die Arme lang. Als wir die Eisenbahnbrücke passiert haben, ist "Timmi Kröger" nicht zu sehen. Wir sehen ihn erst am HANSA-Anleger wieder, wo uns die Mannschaft beim Anlegen hilft. Glückwunsch! Ihr wart gut! Oder lag's nur daran, dass 16 Pinsel doch mehr bringen als 8 Big Blades?

Aber jedenfalls sollte niemand mehr behaupten, die Bratkartoffelfahrt sei keine sportliche Angelegenheit!

Jürgen Keunecke

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