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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
"Schreibst du ein paar Zeilen vom Bockbierabend?", lautete die Frage an mich. "Nur wenige Sätze, es wiederholt sich ja alles!" Das mag sein.
Es war mein erster Bockbierabend am 30.05.02, zusammen mit 24 Altherren, seit meinem Wiedereintritt in den Ruderclub. Wiederholungen dieser Art sind immer willkommen, denn die Altherren erlebten einen feuchten und ausgesprochen fröhlichen Abend. Lange habe ich nicht mehr so viele freundliche Gesichter gesehen. Ein gelöstes breites Lächeln hatte sich darin fest gemacht. Bockbier muss eine besonders entspannende Wirkung auf die Gesichtsmuskeln haben!
Dank der zahlreichen Geburtstage im Mai war der Abend dazu auch noch "umsonst". Charly hatte den ersten Schritt zur Weisheit getan, denn ab dem 60. Lebensjahr kann die Weisheit langsam in einem wachsen. John steht schon kurz vor dieser Schwelle. Diese beiden waren die liebenswerten Spender für die zünftigen Speisen in Form von Bratkartoffeln, Sülze und Frikadellen. Das Fass, 30 Liter süffiges Bockbier, wurde von Henrich und Albrecht gespendet. Dank an die Spender!
Anekdoten wurden erzählt, ein paar Witze zum Besten gegeben und etliche altbekannte Lieder laut und inbrünstig gesungen. Der Ton wurde meistens getroffen. Warum nur wurde bei dem Volkslied "Der Mai ist gekommen" die Tür zum Clubzimmer von außen zugemacht?
Hubert holte aus seinen grauen Gehirnzellen (mit fast 97 Jahren ist der Begriff "graue Gehirnzellen" angebracht) etliche Verse heraus, die er uns gekonnt vortrug. An die alten Germanen und deren ausschweifende Feste oder Metkonsum wurden darin erinnert.
Eine "klare" Runde von John nahm Fritz zum Anlass, um auf dessen unermüdlichen Einsatz und seine vielseitigen Talente hinzuweisen und sie zu würdigen. Da brach das Talent zum Sammeln in John durch. Etliche Altherren werken am Dienstagmorgen in der Clubanlage und an den Booten. Hervorzuheben sind hierbei Klaus und Bob, die zur Zeit einen antiquierten Vierer tunen. Dazu benötigen sie exzellentes Werkzeug. Moderne Schleifgeräte wurden beschafft. Jürgen hat bereits einen ordentlichen Teil gesponsert. Johns Sammeltalent trieb heute die noch fehlende Summe aus den Taschen der anwesenden Altherren in den Spendentopf. Gute Leistung!
Und John vergaß nicht, auf das Bockbierfest 2003 und die nötigen Sponsoren hinzuweisen.
Das trieb wiederum Hugo aus seinem Sitz und er verkündete, dass im Jahr 2003 er und Gerd J. das Bockbierfass spenden würden. Es sollte aber ein 50-l-Fass sein, denn das Fass des Tages war inzwischen bereits leer. Den Abend für 2003 rettete Peter C. endgültig, weil er sich um das Essen sorgen würde. Albrecht und Fritz traten noch als Bürgen fürs köstliche Nass, das Fass, auf.
Dankbar nahmen alle die Wünsche von Hubert auf, (der in seinem Alter der Weisheit sicherlich ganz nahe ist), dass wir ihn alle noch in der Anzahl der Lebensjahre überrunden mögen.
Die nächste Wiederholung des Bockbierabends kann kommen!
Peter Tietjen