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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Viele waren gekommen. Eine Bootstaufe mit anschließendem Anrudern war an diesem herrlichen Sonntagmorgen, den 21. April 2002 angesagt.
Frühling lag in der Luft und eine strahlende Sonne erwärmte die Schar der gut gelaunten Ruderkameradinnen und Ruderkameraden.
Besonders fröhlich und stolz erschien mir Ute. Sie durfte heute drei neue Boote taufen. Das tat sie souverän und mit wohlgesetzten Worten.
Zunächst begrüßte Ute die freundliche Sonne und im gleichen Atemzug die Herren Reinhard Hoffmann, Leiter des Sportamtes Bremen, Udo Hauser, den 1. Vorsitzenden des Landessportbundes, Bob Martin, den Vorsitzenden und Hugo Meyer, den Finanzminister unseres Fördervereins.
Ein einprägsames Bild bot sich den Clubmitgliedern, als die drei prächtigen, glänzenden Boote, flankiert von prächtigen Ruderinnen und Ruderern mit stramm in den Himmel gestreckten Riemen, auf ihre Taufe warteten.
Dank galt den Händen, die die Boote für die Taufe vorbereiteten, insbesondere Otto, Reinhold und Inge, die für den Transport ins Bootshaus sorgten.
Das Paradeboot des Rudersports, der Achter, wie Ute ihn nannte, bekam als Erster die Sektdusche.
Vorher zeichnete Ute rückblickend die Geschichte des Bootes in kurzen Worten auf. Ohne die spendierfreudige Geburtstagsfeier zweier beliebter Ruderer und die großartige Einzelspende von Max Gregor wäre der Traum einer solch schnellen Anschaffung des Bootes nie möglich gewesen.
Unter viel Beifall taufte Frau Brigitte Gregor den Achter auf den Namen "Max Gregor".
Der schnittige Renn-Vierer erhielt von Frau Ulrike Frischen die Taufe und den Namen "Jonny Risse", den Namen eines Mannes, der für die HANSA gelebt hat, Rudern zum Lebensinhalt hatte und den Rennsport gefördert hat. Frau Frischen ist die jüngste Tochter von Jonny. Gemeinsam mit Bob Martin und Hugo Meyer wurde der Name des Bootes ausgewählt. Der Förderverein machte die Kaufsumme des Vierers komplett, denn 50 % werden maximal nur durch das Sportamt finanziert, wie die Richtlinien des Landesruderverbandes es vorschreiben.
Ein roter schlanker Renn-Zweier für die Kindergruppe wartete auf seinen Namen. Ein schönes und vor allen Dingen notwendiges Boot für die Jugend. Gespendet von - wer kümmert sich sonst aufopfernd um die Jugend? - Assi und Manfred Colby! Damit war Assi die richtige Taufpatin. Sie gab dem Boot den Namen "Bremer Schlüssel". Viele schöne Erinnerungen ihrer siegreichen Ruderzeit sind bei Assi mit diesem Namen verbunden.
Alle Spender erhielten von John eine Urkunde und großen Dank von Ute.
Das glitzernde Wasser der Weser lockte die ungeduldigen Ruderer. Ute gab die Boote für das Anrudern frei.
Hermy hatte vorausschauend die Boote und Mannschaften für die Eröffnung der Rudersaison eingeteilt. Eilig wurden diese Boote zu Wasser gelassen. Darunter konnten drei Achter ihren angesetzten Staub aus der Lagerhalle bei ihrer rauschenden Fahrt in der Weser abwaschen. Die drei Achter liefen nebeneinander her bis zum Weserwehr. Der neue Achter war am schnellsten, natürlich war es nur ein heimliches Rennen.
In der Höhe des Segelhafens auf dem Rückweg wurde unsere Freude am Rudern, auf die HANSA und auf die Boote durch ein kräftiges dreifaches "Hipphipphurra" zum Ausdruck gebracht.
Einmal richtig in Fahrt ruderte die Armada an unserem Anleger vorbei bis hinunter zur Schlachte.
Das Wetter hatte viele Zuschauer auf die Promenade oder zum erfrischenden Getränk in die Gaststätten gelockt. Das verlockte Hermy die Schlachte zu begrüßen.
Ein donnerndes dreifaches "Hipphipphurra" aus sechzig Kehlen aus zwölf Booten brach über die Zuschauer herein. Das Echo von den Spundwänden sorgte dafür, dass auch der letzte Besucher sich nach dem imposanten Bild der vielen rotgekleideten Ruderinnen und Ruderer umsah.
Sicherlich war das Bild der HANSA noch lange in den Köpfen der Bremer Zuschauer und bleibt ein unvergessener Eindruck.
Peter Tietjen