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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
.... ruderten 4 Hansa-Ruderer/Innen vorbei. Auch in diesem Jahr wurde die Torfkanal-Tour durchgeführt. Die Anmeldungen waren zwar sehr dürftig, dafür hatten wir, Silke, Thomas, Wiebke und ich, umso mehr Spaß.
Wir trafen uns am Samstag um 8 Uhr am Bootshaus. Da der Smart keine Anhängerkupplung hat, musste die ATH auf einen Handwagen geschnallt und per pedes zum Torfkanal geschoben werden. Bei der Weserburg versperrte ein Poller die Durchfahrt. Somit musste der Hausmeister aus dem Bett geklingelt werden. Sonst gab es keine größeren Hindernisse.
Pünktlich um 10 Uhr konnten wir ablegen. Die Tour führte vom Torfkanal, am Bürgerpark, Haus am Walde und der Uni vorbei bis zur Kuhsiel-Schleuse.
Mittag. Wetter: bewölkt, kein Regen, relativ warm. Unser Blick richtete sich häufig gen Himmel, denn bei jeder Wümmebiegung kam die Ungewissheit auf, rudern wir ins dunkle Wolkengebiet, umrunden wir es nur oder bleiben wir auf der Sonnenseite. Ja, auch die Sonne kam für 3 Stunden durch; der Wetterbericht hatte nicht gelogen. Uns traf alles, sowohl die Sonnenstrahlen, als auch ein heftiger, aber kurzer Regenguss. Außerdem sind wir von einer starken Gegenströmung auf der Hamme überrascht worden. (Laut Tidenkalender waren wir pünktlich bei Niedrigwasser bei der Hamme-Mündung.) Aufgrund einer Wasserregulierung in der Hamme hatte der Schleusenwärter die 3 Schleusentore geöffnet und somit mussten wir bis zum Bootshaus gegen die Strömung rudern.
Am Bootshaus erwartete uns schon ein 4-köpfiges Ruder-Team, das seinen jährlichen Doko-Marathon hier ausspielte. Während wir uns häuslich einrichteten, fing das Doko-Team schon an zu grillen. Im Anschluss daran übernahmen wir das Equipment, setzten uns bei herbstlich warmen Wetter nach draußen und beendeten den Tag.
Wecken am Sonntag war erst um 8 Uhr. (Auf früheren Touren wurde dann schon gefrühstückt.) Dementsprechend sind wir spät aufs Wasser gekommen. Wir mussten nämlich noch vor der Mittagspause des Schleusenwärters geschleust haben. Dennoch hatten wir einige Minuten Zeit, um die Stille der Landschaft richtig zu genießen. Wir hörten auf zu rudern und quatschen und lauschten den Geräuschen der Natur. Die Wasserverhältnisse hatten sich nicht verändert und so rauschten wir mit der Strömung durch die Schleuse. Die 4 km Gegenströmung bis zur Dammsielschleuse wurden dann auch noch gemeistert.
Die Mittagspause lag nun an. Die vom Wetterdienst voraus gesagten Sonnenstunden bewahrheiteten sich. Den Rest der Tour begleitete uns die Sonne.
Um 18 Uhr lag die ATH wieder im Lager. Auch mit 4 Personen hat mir diese Tour gefallen. Auf eine neue Tour im nächsten Jahr freue ich mich schon.
Martin Soltau