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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Für den 15. Februar hatte der Vorstand zur diesjährigen Jahreshauptversammlung eingeladen. Die Tagesordnung wies 11 Tagesordnungspunkte auf, die innerhalb von 90 Minuten abgearbeitet wurden.
Der Abend begann mit den notwendigen Formalitäten. Die Versammlung stellte fest, ordnungsgemäß eingeladen worden zu sein und beschlussfähig zu sein. Die Protokolle der Versammlungen vom 24.02.2000 und 07.09.2000 wurden genehmigt.
Der Jahresbericht – in voller Länge in diesem Heft ab Seite 35 nachzulesen – wurde souverän von unserer Vereinsvorsitzenden Ute Kolb vorgetragen, in dessen Verlauf wurden die Kilometerpreise übergeben (PreisträgerInnen siehe Jahresbericht). Nahtlos schloss sich der Kassenbericht von Paul Schneider an; die Korrektheit seiner Buchungen wurde von den KassenprüferInnen bestätigt.
Somit stand der Entlastung des Vorstandes nichts im Wege, die einstimmig bestätigt wurde. Nunmehr vorstandslos, leitete Hubert Holzmann die Wahl des/der neuen Vereinsvorsitzenden. Ute Kolb stand wieder zur Verfügung und wurde gewählt. Danach folgte die Wahl des restlichen Vorstandes. Karlheinz ‚Kalle‘ Glöde und Jochen Heck standen nicht mehr zur Verfügung; ihnen wurde eine Dankesurkunde für ihren langjährigen Einsatz überreicht. Neu in den Vorstand gewählt wurden Jürgen Keunecke (stv. Vorsitzender Bereich Öffentlichkeitsarbeit), Wolfgang Mocha (stv. Vorsitzender Bereich Finanzen), Dirk Ravenschlag (2. Hauswart) und Guido Minkewitz (Trainingsleitung). In den Ältestenrat wurde Peter Kloss nachgewählt, dies war durch die Wahl von Jürgen Keunecke in den Vorstand erforderlich. Die Kasse prüfen dieses Jahr Ines Detken und Peter Fritz Mayer. Der komplette Vorstand ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
| Funktion | Name |
| Ehrenvorsitzender | Martin Vaupel |
| 1. Vorsitzende | Ute Kolb |
| 1. stellv. Vorsitzender (Technik) | Manfred Thoms |
| 2. stellv. Vorsitzender (Verwaltung u. Sport) | Andreas Möller |
| stellv. Vorsitzender (Finanzen) | Wolfgang Mocha |
| stellv. Vorsitzender (Öffentlichkeitsarbeit) | Jürgen Keunecke |
| Ruderwartin | Gisela Temme |
| Rechnungsführer | Paul Schneider |
| Organisationsleiter/Mitgliederverwaltung | Ingo Fechtmann |
| Wanderruderwart | Martin Soltau |
| Trainingsleiter | Guido Minkewitz |
| Trainingsleiter | Hermann Meyer-Richtering |
| Hauswart | Manfred Thoms (komm.) |
| 2. Hauswart | Dirk Ravenschlag |
| Boots-/Materialwart | Andreas Vaupel |
| Leiterin Damenabteilung | Ursula Schüßler |
| Leiter Altherrenabteilung | Manfred Thoms |
| Leiterin Jugendabteilung | Britta Möhlheinrich |
| Beisitzerin | Anja Bolte |
| Beisitzer | Wilfried Strehlau |
Beitrag und Arbeitsdienst(entgelt) wurden auf Vorjahresniveau festgelegt.
Da keine Anträge vorlagen, konnte mit „Verschiedenes“ der letzte Tagesordnungspunkt abgehandelt werden: Es können neue Hansa-Trikots (mit und ohne Hose) auf einer an der Theke ausliegenden Liste bestellt werden. Für die Neubeschaffung eines Achters wird schriftlich um Spenden gebeten. Ferner wurde mitgeteilt, es hätten sich sechs namentlich nicht genannte Mitglieder der Altherrenabteilung bereit erklärt, das Werkstattteam (siehe Notruf im CS 6/00, Seite 8) zu unterstützen.
Olaf Köhn
Liebe Ruderkameraden, liebe Ruderkameradinnen!
Im Namen des Vorstandes des Ruder-Club "HANSA" heiße ich euch zur Jahreshauptversammlung 2001 herzlich willkommen.
Wir freuen uns, dass ihr alle gekommen seid, um gemeinsam das vergangene Jahr abzuschließen und das nun beginnende Ruderjahr zu starten. Was wir in der Bootshalle und im Boot so lieben, haben wir heute Abend auch hier - ein volles Haus. Ich danke euch für eure Anwesenheit.
Vor Eintritt in die Tagesordnung obliegt mir die traurige Pflicht eines Kameraden zu gedenken. Im vergangenen Jahr verstarb am 11. Dezember unser Ruderkamerad Christian Weder. Er war ein begeisterter Rudersportler und hat bis an die Grenzen seiner körperlichen Kräfte darum gekämpft, diesen Sport auch auszuüben.
Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren. Ich bitte die Versammlung, sich von den Plätzen zu erheben und Christian Weders zu gedenken.
Ich verlese nun den Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2000:
Der Vorstand nahm nach der Jahreshauptversammlung am 24. Februar 2000 seine Arbeit wieder auf. Da keine Änderungen in der Besetzung der Vorstandsämter erfolgte, konnten wir die Arbeit ohne Aufschub fortsetzen.
Im Jahr 2000 fanden wie geplant insgesamt 12 Vorstandssitzungen (7 Gesamt-, 5 geschäftsf. Vorstand) statt, davon war die am 13.07. allen Mitgliedern zugänglich, also öffentlich. Zudem tagte der geschäftsführende Vorstand je nach Bedarf in außerordentlichen Sitzungen.
Von den im Jahr 1999 gebildeten Ausschüssen konnte der Ausschuss "Anleger" erfolgreich beendet werden. Entsprechende Berichterstattungen erfolgten im Clubschlüssel.
Der Ausschuss "Boote" beschäftigt sich weiterhin mit der Lagerung, Aussortierung und Umverteilung der Boote bzw. Neuanschaffung von Booten. Da sich hierbei ständig aktuelle Entscheidungen - je nach Mitgliederstand - ergeben, wird dieser Ausschuss auch im Jahr 2001 bestehen bleiben.
Der Ausschuss "Hantelraum" war während des ganzen Jahres sehr aktiv. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 07. September stellte John Thoms die erarbeiteten Ergebnisse sowohl in baulicher als auch finanzieller Hinsicht für die von uns genannte "Großlösung" vor. Die Versammlung stimmte den Vorschlägen und Anträgen auf entsprechende bauliche Veränderungen zu, so dass mit der Verlegung des Herrenumkleideraumes und dem Ausbau des Fitness-Raumes bereits (18.01) begonnen werden konnte. Der derzeitige Hantelraum wurde vorübergehend in die Bootshalle verlegt.
Im Mai formierte sich der Ausschuss "Flurgestaltung". Nach anfänglichen Überlegungen, wie unser Eingangsbereich ansprechender gestaltet werden kann, wird die Arbeit dieses Ausschusses zurückgestellt, bis die Umbauphase Umkleideraum/Fitness-Raum abgeschlossen ist.
Am 18. März veranstalteten wir einen "Tag der Zukunft 2000". Ich verweise auf den Clubschlüssel 3/2000, Seite 26.
Die Einladung ging an Mitglieder unseres Clubs, die über die aktuelle Situation unseres Clublebens, über die Angebote im sportlichen Bereich und die Fluktuation unserer Mitglieder beraten und Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten sollten. Es nahmen 18 Mitglieder aus unterschiedlichsten Gruppen teil. Fazit dieses "Hansatages" war die einhellige Feststellung und Forderung nach einer Ansprech-Person, die als Sport-Manager für alle Bereiche und Mitglieder und Anlaufstelle für am Rudersport interessierte Menschen und neue Mitglieder eingesetzt werden soll. Es hat sich in einer Probephase während des Ruderkurs und danach im Sommer 2000 gezeigt, dass dieser Koordinator für alle Beteiligten eine erhebliche Erleichterung bedeutete.
Im Laufe des Jahres wurde eine Stellen- und eine Aufgabenbeschreibung erarbeitet, die im Clubschlüssel 1/2001 und mit Aushang am "schwarzen Brett" intern an unsere Mitglieder mit der Bitte um Bewerbung gerichtet war.
Der Ältestenrat musste nicht tätig werden.
Für einen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand ist es von unabdingbarer Wichtigkeit zu wissen, dass Mitglieder in akuten und kurzfristig laufenden Aktionen immer wieder bereit sind, ihre Bereitschaft und Zeit in den "Dienst" ihres Clubs zu stellen. Ohne diese verlässliche Unterstützung wäre Vereinsarbeit sehr viel aufwändiger und schwieriger. Ich danke allen herzlich, die ohne Wenn und Aber immer wieder zur Stelle sind.
Ein nicht mehr wegzudenkender Bestand in unserem Bootshaus kann nicht ausreichend genug gewürdigt werden. Wenn ich im vergangenen Jahr stolze 16 Jahre erwähnte, so sind es in diesem Jahr bereits 17 Jahre, die Bob Martin und Klaus Ahrens in der Werkstatt stehen. Ich bin sicher, dass der überwiegende Teil der Mitglieder keine ausreichende Kenntnis von dieser umfangreichen Arbeit hat. Viele Reparaturen kleinerer Art könnten bei sachgemäßer Handhabung des Bootsmaterials vermieden werden bzw. auch selbst behoben werden. Ich appelliere an jede/n aktive/n Ruderer und Ruderin, sich den Notruf im Clubschlüssel 6/2000 von Bob und Klaus als verbindliche Pflicht zu Eigen zu machen. Wenn wir einen bezahlten Bootsbauer einstellen müssten, würden unsere Mitgliedsbeiträge kaum noch zu zahlen sein.
Ich denke, ein Dankeschön von uns allen mit der Zusicherung, die Boote und das Zubehör so zu pflegen wie unsere Autos, ist an dieser Stelle sinnvoll.
Die Mitgliederverwaltung liegt in den bewährten Händen von Ingo Fechtmann. Ingo führt die Mitgliederliste mit Aus- und Eintritten, ordnet alle den entsprechenden Beitragskategorien zu und sorgt für einen reibungslosen und pünktlichen Versand der Post und des Clubschlüssels.
Der Mitgliederstand vom 01.01.2001 weist 299 Mitglieder aus. Im vergangenen Jahr hatten wir 41 Eintritte und 22 Austritte zu verzeichnen. Wir haben 13 Mitglieder mehr als am Stichtag 01.01.2000.
Im Jahresbericht 2000 wurde die Mitgliederzahl mit Stichtag 31.12.1999 mit 313 angegeben. Diese Zahl muss korrigiert werden, da die bis Jahresende verzeichneten Austritte statistisch noch enthalten waren, also der Stichtag 01.01.2000 (286 Mitglieder) maßgeblich ist.
Hinzu kommen Ruderinnen und Ruderer der Betriebssportgruppen ÜNH und Deutsche Bank und der Lauftreff der Hochschule Bremen.
Im Weiteren verlese ich die Berichte der einzelnen Ressorts bzw. Abteilungen
1) Jahresbericht Sport
A) Die Kilometerstatistik
Im Jahr 2000 wurden insgesamt 77.645 km bei insgesamt 5.231 Fahrten gerudert. (Im Jahr 1999 waren es 65.284 km bei 4.554 Fahrten).
Der Anteil der Damen beträgt bei 1.989 Fahrten 28.647 km, die Herren haben mit 2.836 Fahrten insgesamt 43.325 km gerudert.
Hinzu kommen, zusammengefasst unter der Gruppe "Sonstiges" (Betriebssportgruppen, Gast), weitere 5.673 km bei 406 Fahrten.
Die Kilometerpreise erhalten 2000
1) Kinder bis einschließlich 14 Jahre /Jahrg. 86 und jünger
Alexander Möller (Jg. 86), 59 Fahrten, 452 km
2) Juniorinnen 15 - 17 Jahre (Jahrg. 85 - 83)
Anja Nordmann (Jg. 84), 148 Fahrten, 1.991 km
3) Junioren 15 - 17 Jahre (Jahrg. 85 - 83)
Lars Thoben (Jg. 85), 142 Fahrten, 1.821 km
4) Frauen ab 18 Jahre (Jahrg. 82 bis 41)
Training
Bothilde Meyer-Richtering (Jg. 43) 167 Fahrten, 3.164 km
Allgemein
Gisela Temme (Jg. 51), 42 Fahrten, 2.161 km
5) Männer ab 18 Jahre (Jahrg. 82 - 41)
Training
Hermann Meyer-Richtering (Jg. 42) 116 Fahrten, 2.935 km
Allgemein
Martin Soltau (Jg. 65), 48 Fahrten, 1.456 km
6) ab 60 Jahre (Jahrg. 40 und älter)
Damen
Ursel Schüßler (Jg. 37), 55 Fahrten, 1.156 km
Herren
Friedrich Koop (Jg. 29), 250 Fahren, 2.452 km
(und wieder eine Steigerung zum Vorjahr)
Erwähnen will ich, dass unsere neuen Mitglieder, die durch den Ruderkurs 2000 in die HANSA gekommen sind, eifrige Ruderer und Ruderinnen sind. Zwei möchte ich nennen: Joseph Duncan hat bereits mit 68 Fahrten 1.137 km und Monika Folz mit 59 Fahrten 530 km gerudert. Alle anderen haben auch 100 km überschritten.
B) Breitensport
Gisela Temme berichtet: Das Ruderjahr bescherte uns ca. 30 RuderkursteilnehmerInnen zwischen Anfang 20 und Anfang 50, die allen Wetterunbillen zum Trotz regelmäßig und mit Begeisterung am Kurs teilnahmen.
Besonderen Dank an die vielen Helferinnen im Ausbildungsteam, ohne die diese Herkulesarbeit, z.T. in 2 Schichten, nicht hätte bewältigt werden können! Die Damenabteilung ist hier besonders engagiert gewesen! Der Kursus stellte hohe Anforderungen an die Nerven der Ausbilderinnen, da manchen Donnerstag der starke Wind die Bemühungen der gesamten Mannschaft auf eine harte Probe stellte...
Bei der Ruderkursabschlussfahrt konnten wir wieder mit fast 30 Ruderinnen und Ruderern die Hamme bis Neuhelgoland "bevölkern". Alle hatten viel Spaß. Erfolgreich war der Kursus auch, da über die Hälfte der TeilnehmerInnen in die Hansa eintrat. Einige der Neuen ruderten eifrigst ein- bis zweimal in der Woche, Monika und Jo brachten es im Einer sogar zu nie zuvor erreichten Kilometern und Fertigkeiten. Sie erreichten schon im ersten Jahr die erforderlichen km fürs "Freirudern". Andere nahmen auch an Wochenendfahrten und intensiv am Wintertraining in der Halle, im Kasten oder auf dem Ergo teil! Eine gute Voraussetzung für die nächste Rudersaison!
Mit großer Freude und Neugier werden die vergrößerten Breitensportmöglichkeiten im kommenden Winter im dann umgebauten und erweiterten Fitnessraum erwartet!
Erfreulich auch die gemeinsamen Rudertermine mit sehr guter Beteiligung, wie LVR-Anrudern, unsere immer wieder beliebten Bratkartoffelfahrten flussabwärts, die LRV-Sternfahrt zum Harrier Sand oder die schon traditionelle Torfkanalfahrt und Heidschnuckentour auf der Aller. Sie bieten auch den Ruderneulingen die Möglichkeit, Erfahrungen über unsere Hausstrecke hinaus zu sammeln.
Breitensportveranstaltungen wie Teufelsmoorrallye, Weser- und Ostemarathon und die erstmals seit 14 Jahren wieder organisierte Tidenrallye wurde von der Hansa mit Erfolg und Spaß besucht. Dort ist es wünschenswert, wenn in der kommenden Saison noch mehr HanseatInnen dabei sein werden...
Ein Höhepunkt war ganz sicher das Wanderrudertreffen, das der VRV in hervorragender Weise organisiert hatte. Die einmalige Situation, diesen Wanderruderhöhepunkt direkt vor der Haustür zu haben bzw. mit allen unseren Booten, Gelände und Helfern zu unterstützen, nutzten etliche Hanseaten (leider nicht die jüngeren WanderuderInnen) zum Mitrudern, Kontakte auffrischen oder nur am Sa./So die attraktiven "Landangebote" zu nutzen. Ein beeindruckendes Ereignis mit ca. 800 TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland.
Zum 1. Mal seit Jahren bot Hermy einen Riemenkursus an, der von einer interessierten Gruppe eifrig genutzt wurde - der Bedarf im Breitensport zu umfassender Ausbildung in allen Bereichen unseres Sports ist vorhanden. Wir sollten ihm in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Aber da sind wir jetzt am Hauptproblem der Saison, der Entwicklung im Rudern angelangt: Interessierte nur mal eben einige Male ins Boot zu setzen und zu hoffen, dass sie sich irgendwie schon durchmuddeln und einfügen, ist nicht mehr zeitgemäß. Die Betreuung und die Anforderungen an Betreuung sind enorm gestiegen. Da unser Rudern ein personalintensiver Sport ist, stoßen wir jetzt schon zeitweise an unsere (Personal-)Grenzen! Übungsleiterinnen und Übungsleiter fehlen, aber auch die Zeit, die der Beruf für die Freizeit lässt, wird knapper und damit das Engagement notgedrungen weniger. Werden wir in Zukunft nur noch mit Älteren ausbilden und betreuen, die ihr Wissen und die neugewonnene Zeit nach ihrem aktiven Berufsleben einbringen, oder werden wir auch im Breitensport bei unserer Vereinsgröße 630-DM-Kräfte suchen und einstellen müssen?
Apropos: Wer hilft 2001 mit ????
Gisela Temme
C) Wanderrudern
Martin Soltau berichtet: Im Jahr 2000 sind von den HANSA-Ruderern und Ruderinnen 24.189 Wanderruderkilometer auf 57 Wanderfahrten gerudert worden. Neben den "heimischen Gewässern" (Torfkanal, Hamme, Wümme, Lesum) fanden auch Wanderfahrten auf u.a. Mosel, Saar, Peene, Warnow und Mecklenburger Seenplatte statt. Im Ausland wurde u.a. in Dänemark und in den Niederlanden gerudert. Auch an DRV-Wettbewerben wurde wieder teilgenommen: Teufelsmoor-Rallye, Weser-Marathon, Weserbergland-Rallye. Wanderfahrten mit Jugendlichen fanden dieses Jahr nicht statt.
Nicht nur die "HANSA"-Aktiven waren unterwegs, sondern auch andere Vereine fanden den Weg zu "HANSA" und übernachteten im Bootshaus.
Dieses Jahr haben 26 Ruderer bzw. Ruderinnen die Bedingungen für das Wanderfahrtenabzeichen erfüllt.
Das Fahrtenabzeichen in Gold erhalten Hermann Meyer-Richtering (35-maliges Erfüllen), Gisela Temme (15-maliges Erfüllen), Inge Werk (10-maliges Erfüllen), Martin Soltau und Margita Voswinkel (5-maliges Erfüllen).
7 Hanseaten haben zum ersten Mal die Bedingungen erfüllt: Joseph Duncan, Helga Klein, Olaf Köhn, Gerd Kotzke, Maren Schierholt, Henning Siemssen und Manfred Thoms.
Des Weiteren haben zum wiederholten Mal Anneliese Ahrens, Günther Bussenius, Manfred Colby, Doris Hartung, Jörg Klude, Hagen Kunze, Peter Kloss, Friedrich Koop, Günther Kupplich, Bothilde Meyer-Richtering, Elke Siemssen, Ursula Schüßler, Wilfried Strehlau und Reinhold Werk die Bedingungen erfüllt.
Die Jugendlichen hatten an diesem Wettbewerb nicht teilgenommen.
Den Steuerleute- und Bootsobleutelehrgang haben erfolgreich bestanden: Sonja Bremer, Bettina Cordes, Julia Gesing, Felix Graf, Anja Kempter, Karl-Christian Kompa, Hagen Kunze, Anja Nordmann, Sven Osmers, Wilfried Strehlau und Katrin Walter. Allen erfolgreichen Teilnehmern gratuliere ich recht herzlich
Martin Soltau
D) Rennrudern
Jochen Heck berichtet aus der Trainingsabteilung:
Die meisten Clubmitglieder dürften wohl Christiane Wills Wechselbad der Gefühle im Hinblick auf ihre letztendlich nicht vom Erfolg gekrönten Bemühungen um eine Olympiateilnahme in Sydney 2000 im Frauen-Doppelvierer verfolgt haben (vergl. die Artikel in den CS-Ausgaben 3-6/2000). Zum - nunmehr wohl definitiven - Ende ihrer ruderischen Laufbahn hat die Hansa unter großer Teilnahme der Clubmitglieder ihr am 24. August im Bootshaus einen Empfang bereitet, über den Christiane sich sehr gefreut hat, und den sie zum Anlass genommen hat, sich bei all denen zu bedanken, die sie in den vergangenen Jahren logistisch und finanziell unterstützt haben.
Zu ihrem Start in das Berufsleben einer Rechtsanwältin wünscht ihr die Hansa alles Gute.
Für die Statistiker bleibt insoweit nur noch die eher nüchterne Erwähnung ihres Sieges im gesetzten Doppelvierer des DRV auf der internat. Regatta in Duisburg (13./14. Mai) sowie der 3. Platz im Einer auf der DM in Berlin-Grünau (21.-23. Juli).
Die A- und B-Junioren und Juniorinnen Karl Kompa, Anja Nordmann, Sonja Bremer, Lars Thoben, Joseph Porotzky, Sven Osmers sowie die auf der sog. 2. Wettkampfebene trainierenden Vanessa Kuhlmann, Wiebke Knoll, Svenja Börchers und Anja Kempter gingen in 2000 z.T. in Bremen, Groningen, Otterndorf, Hamburg (Junioren-Prüfungsregatta), Hoya, Verden sowie auf der Bremer Meisterschaft an den Start und errangen neben einigen guten Platzierungen auf der internat. Regatta in Groningen insgesamt 26 Siege.
Auf der Prüfungsregatta in Hamburg (3./4. Juni) verpassten Anja und Sonja im JF 2X B sowie Lars im JM 1X B LG und Karl im JM 1X A LG ihre von der Trainingsleitung geforderte Qualifikation für die DJM in Brandenburg (16.-18. Juni).
Die erfolgreichsten Junioren / Juniorinnen in der abgelaufenen Rennsaison waren Anja Nordmann (im JF 2X B mit Sonja Bremer) sowie im Einer und Lars Thoben mit jeweils 7 Siegen sowie Karl Kompa mit 4 Siegen. Sonja Bremer und Sven Osmers errangen jeweils 2 erste Plätze, Vanessa Kuhlmann und Wiebke Knoll waren ein Mal im JF 2X A LG erfolgreich.
Die "England-Heimkehrerin" Anja Mühlenbruch sowie die frühere Vierer-Partnerin aus Christiane Wills Juniorinnenzeit, Janet Rethemeyer, gewannen jeweils ein Rennen im Frauen-Einer auf der Herbstregatta in Verden.
In der Kinderabteilung reifte unter der Leitung von Britta Möhlheinrich, Sebastian Behnken und Michael Graf ein hoffnungsvoller Trainingsnachwuchs heran. Alexander Möller, Felix Graf, Stefan Wegner, Simon Langer, Constantin Heetfeld, Pablo Fritsche und Katharina Brand ruderten in Kinder-Slalom- und -Kurzstreckenwettbewerben auf den Regatten in Bremen, Otterndorf, Hoya, Verden und auf der Bremer Meisterschaft ansatzweise schon recht ansehnlich. Alex (3 Siege), Felix (2 Siege) sowie Simon (1 Sieg) durften bereits ein paar Früchte ihrer Trainingsarbeit ernten.
Unsere aktuellen Masters-Ruderer/Ruderinnen Elke Siemssen sowie Bothi und Hermann Meyer-Richtering waren auch in 2000 wieder sehr aktiv. Sie starteten in verschiedenen Rgm. In Bremen und Berlin-Grünau (Hermann), auf den German Masters Open (1./2. Juli in Schwerin), in Leer, auf den FISA World Masters (2./3. Sept. in Hazewinkel/Belgien) sowie auf den Langstrecken-Regatten in Bernkastel und Lüttich (vergl. CS-Ausgabe 6/2000).
Bothi konnte dabei insgesamt beachtliche 6 Siege erringen. Elke war zusammen mit Bothi in verschiedenen norddt. Rgm. drei Mal erfolgreich, während Hermann neben seinem Dauerabonnement auf 2. Plätze "nur" ein Mal siegte.
Jochen Heck
2) Boote und Material
Andreas Vaupel berichtet:
Mit Unterstützung der Stadt sowie unseres Fördervereins wurden Skulls angeschafft. Somit ist es möglich, den allgemeinen Ruderbetrieb mit Kohlefaser-Skulls zum Teil auszustatten.
Die Werkstatt-Crew von Bob und Klaus war wieder voll ausgelastet. Bob hatte schon im Clubschlüssel um etwas Unterstützung gebeten. Ich habe leider noch keine Rückmeldung erhalten.
Von vier Gig-Kunststoffbooten wurden bei dreien je ein Spant erneuert.
Wir wollen versuchen, alle Boote zum März wieder betriebsbereit zu haben, jedoch könnte durch Umbau eine Einschränkung erfolgen. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass die Werkstatt in der Regel donnerstags immer besetzt ist und somit Kleinigkeiten sofort erledigt werden können.
Wanderfahrten werden gemacht, jedoch die Boote nicht korrekt wieder eingerichtet/eingestellt.
Die Hilfsbereitschaft einiger Mitglieder lässt zu Wünschen übrig.
Einen ganz besonderen Dank an Bob und Klaus und an ein paar ältere Herren über 60 Jahre, die Arbeitsdienst machen.
Der Arbeitsdienst wurde zu 95% der Mitglieder erfüllt.
3) Haus
Der Hauswart Karlheinz Gloede gab folgenden Jahresbericht 2000 ab:
Allgemeines
In dem jährlichen Arbeitsdienst wurden diverse Arbeiten, die zum Erhalt des Gebäudes (Clubräume, Gastronomie, Bootshalle, Umkleideräume, Trainingsraum), der Gartenanlagen und des Anlegers notwendig waren, durchgeführt. Zu den immer wiederkehrenden Routinearbeiten gehörte im Dezember die Reinigung des gesamten Umfeldes des Gebäudes (Parkplatz, Blumenbeete, Dach und Regenrinnen) von Laub, der Ausbau der Überdachung der Terrasse im Frühjahr und ihr Abbau im Herbst, die Instandsetzung der automatischen Schließung der Feuerschutztür zur Bootshalle.
Unter anderem wurden die morschen und verrotteten Eisenbahnbohlen der Umrandung der Beete auf dem Parkplatz entfernt und durch Steine ersetzt sowie die Fliegengitter vor den Fenstern der Küche der Gastronomie erneuert.
Ein Sturm Anfang Juli führte dazu, dass auch an der letzten Weide am Weg zum Anleger mehrere Äste brachen, so dass Stadtgrün eingeschaltet werden musste. Die Erlaubnis zur Entfernung des gesamten Baumes gab Stadtgrün nicht; nur eine unverzügliche Entfernung der losen Äste durch die Feuerwehr wurde gestattet. Unter Anleitung von Friedo Koop (dessen gute Beziehungen zur Feuerwehr der Hansa viel Geld sparte) entfernte die Feuerwehr die Äste. Die Weide stellt jetzt keine Gefahr mehr dar für Menschen und Bootsmaterial.
Im Dezember wurden im Rahmen eines Arbeitsdienstes mit Hilfe einer Hubbühne die Bäume am Weg von der Werderstraße zum Clubhaus geschnitten und teilweise entfernt.
Bei beiden vorgenannten Aktionen wurde der Baumschnitt unmittelbar mittels Container entsorgt, da eine Zwischenlagerung bis zum diesjährigen Osterfeuer die Lagerkapazitäten für Holz im Bereich der Hansa erheblich überschritten hätte.
Defekte Duschen sowie ein Loch im Dach über der Wohnung von Familie Kollath wurden mit Hilfe von Fachbetrieben behoben.
Renovierung des Hantelraumes
Anfang des Jahres wurde ein Bauausschuss gebildet. Er sollte die Umsetzung einer "Großen Lösung" (Neubau eines Trainingsraumes im alten Umkleideraum der Herren und Neubau des Herrenumkleideraumes im alten Hantelraum) prüfen, den Aufwand abschätzen, eine Kostenermittlung durchführen sowie daraus resultierend Vorschläge erarbeiten. Unter Mitwirkung unseres Hausarchitekten Jürgen Köster erarbeitete die Arbeitsgruppe (Ingo Fechtmann, Hermann Meyer-Richtering, Andreas Vaupel, Karlheinz Gloede) unter Leitung von John Thoms einen Planungsentwurf.
Auf der Grundlage dieses Entwurfes erarbeitete eine weitere Arbeitsgruppe (P. Mayer, A. Möller, W. Mocha, P. Schneider, J. Thoms) die technischen Details der Finanzierung.
Das Projekt (Umbau und Finanzierung) wurde in einer außerordentlichen, beschlussfähigen Mitgliederversammlung am 07. September 2000 den Mitgliedern des Clubs präsentiert, diskutiert und von den Mitgliedern genehmigt. Der Umbau wird mit einer ABM-Truppe des Landessportbundes ab Ende Januar 2001 begonnen. Für einen Zeitraum von mehreren Wochen müssen wir uns mit einer regen Bautätigkeit arrangieren.
Bootsanleger
Im Herbst 1999 baggerte die holländische Wasserbaufirma Fernout rund 1000 Tonnen Wesersand aus der Anlegerbucht. Vorher führte eine Arbeitsgruppe diverse Vorarbeiten durch, von der Planung, über die Einholung einer Genehmigung bis zur Verholung des Anlegerpontons und der Brücke (siehe auch Bericht Clubschlüssel 1/00).
Leider wurde unsere Hoffnung, dass wir nun einige Zeit unbesorgt rudern können, nicht erfüllt.
Im Winterhalbjahr 1999/2000 war wieder so viel Sand in der Anlegerbucht abgelagert, dass der Anleger im Frühjahr bereits wieder bei Niedrigwasser auf Sand lag und das Zuwasserlassen eines Bootes immer schlechter wurde.
In dieser Situation wurde mit dem Segelclub "Niedersachsen Werder e.V." Kontakt aufgenommen, da er uns Hilfe mit seinem Schlepper angeboten hatte.
Anfang Juli spülten wir mit Hilfe des Schleppers versuchsweise erstmalig den Sand aus der Anlegerbucht, was auf Grund des guten Ergebnisses einen Monat später wiederholt wurde.
Leider mussten wir im Spätherbst diese Aktion wieder durchführen, da in immer kürzeren Zeitabständen sich Sand in der Anlegerbucht ablagert und zum Aufliegen des Anlegers führt. Auch diesmal waren die Sportkameraden aus dem Segelclub hilfreich. Gleichzeitig verholten sie eine Pumpe auf einem Ponton zum Anleger, mit der wir uns jetzt kurzfristig selbst helfen können und den Sand unterhalb des Anlegers fortspülen können.
Das Thema Sandablagerung entwickelt sich in den letzten 2-3 Jahren zu einem Dauerbrenner.
Karlheinz Gloede.
4) Abteilungen
A) Jahresbericht der Damenabteilung
Margita Voswinkel verfasste folgenden Bericht:
Das Jahr begann mit dem EISWETTRUDERN am 6. Januar mit Anneliese, Bothi, Elke und Margita (plus Männern).
Im März folgten etliche HANSA-Damen der nun schon traditionellen Einladung der Vegesacker Damen zum Frauentreffen - die Kuchentafel mit selbst gebackenen Kuchen war ein kulinarischer Hochgenuss.
Die von 1882 organisierte Besichtigung des Weserwehrs fand leider keinen sehr großen Zuspruch, ebenso das vom LRV organisierte Anrudern nach Hasenbüren am 26.3., an dem nur Gisela teilnahm.
Gisela organisierte die Oster-Weserfahrt von Hessisch-Oldendorf nach Bremen, an der nur Doris Hartung (und etliche Männer) teilnahmen - siehe Clubschlüssel 3/00 S.32 ff.
Auch die Teufelsmoorrallye fand bei den Damen kein großes Interesse, lediglich Gisela, Rosi, Margita und Bothi ruderten von Bremen via VRV bis Neu-Helgoland und retour.
Das nun auch schon traditionelle Achterrudern wurde im Mai durchgeführt, d.h. die HANSA-Damen ruderten den Achter nach Vegesack und am nächsten Samstag ruderten die VRV-Damen den Achter zurück.
Die Maibowle mit vorherigem Rudern fand wieder großen Anklang.
Die geplante Wattwanderung 27./28.5. nach Neuwerk, von Dorni organisiert, wurde vor Ort wegen Orkan und Hochwasser kurzfristig "abgeblasen", stattdessen nutzten die Wattwanderer den Tag zu einem großen Spaziergang am Strand.
An der Tidenrallye des Landeskanuverbandes von Nordenham - Tura/Lesum nahm nur ein Ruderboot teil - besetzt mit Gisela, Doris, Maren und zwei Männern; sie ruderten aber nicht nur bis zur Lesum, sondern durch bis Bremen = ehemalige Goldstrecke.
Der diesjährige Ruderkurs, der wegen der großen Beteiligung in zwei Schichten eingeteilt war, wurde in erster Linie mit Helferinnen aus der Damenabteilung bewältigt, ebenso die Abschlussfahrt nach OSCH am 25.6. Aus dem Ruderkurs sind etliche TeilnehmerInnen im Verein geblieben und erwähnenswert ist die Gruppe Anke/Heide/Burga/Marita sowie Anne Chometon und Monika, die mit großem Eifer nicht nur bei Wind und Wetter rudern, sondern im Winter auch am Krafttraining und am gesellschaftlichen Vereinsleben teilnehmen. Anne hat sogar noch im Dezember an der Rudertour mit den Rostockern auf der Warnow teilgenommen.
Im Juni organisierte Gisela eine Barkenfahrt mit der Vegesacker Barke auf der Hamme für unsere langjährigen älteren Mitglieder Wilma Schneider, Herbert Köppe und Hubert Holzmann, die besonders den Dreien viel Freude gemacht hat. Mitruderer waren Ute, Anneliese und Klaus, Ursel mit zwei Enkeln sowie Ingo (s. Clubschlüssel 4/00, S. 16/17).
Unsere Master-Ruderinnen Bothi und Elke nahmen erfolgreich an etlichen Regatten teil (German Masters Open - Faulensee Schwerin, Leer, FISA World Masters Regatta Hazewinkel, Langstreckenregatta - Bernkastel, Marathon International a l´ Aviron - Lüttich) -(siehe Clubschlüssesl 6/00 S.30 ff).
Ute Kolb organisierte im Juli einen Schnupper-Ruderkurs für die Organisatoren der HANSA-Ausstellung.
Ein Besuch der Lilienthaler Freilichtbühne ist seit Jahren im Programm und findet großes Interesse.
Sowohl Weser-Marathon als auch Oste-Marathon, die LRV-Sternfahrt zum Harriersand wurde mit HANSA-Damen-Beteiligung gerudert. Es fanden DRV-/LRV-Touren und Fahrten mit anderen Vereinen auf Weser, Lesum, Hamme, Wümme, Ochtum, Elbe, Ilmenau, Aller, Trebel und Peene, Schalensee, Donau, Lübecker Gewässern, in Holland und in Überlingen/Bodensee statt, sowie Teilnahme am Treffen der Dänemarkfahrer in Vegesack.
Eine kleine Gruppe HANSA-Ruderer(innen) machte sich an einem Juli-Wochenende auf den Weg nach Kopenhagen, um dort zu rudern (siehe Clubschlüssel 5/00 S.28).
Im Juli fand die Frauen-Barkenfahrt auf der Oder (von Eisenhüttenstadt nach Stettin) statt (siehe Clubschlüssel 5/00 S.10ff.)
Das Wanderrudertreffen in Vegesack am 2. September war eine spektakuläre Veranstaltung mit Ruderern aus ganz Deutschland. Einige HANSA-Frauen ruderten schon vorher ein Boot über Vegesack zum Startplatz Borgfeld/Wümme, um dann dieselbe Strecke mit den vielen hundert Booten wieder zurück nach Bremen zu rudern. An dem Rahmenprogramm nahmen auch etliche andere HANSA-Leute teil.
Im Oktober gab es einen Freimarktsbummel sowie Freimarktsrudern.
Die von Gisela geplante Heidschnuckenfahrt auf der Aller wurde mit Zuspruch der Teilnehmerinnen durchgeführt.
Im Dezember fand die Feuerzangenbowle erstaunlich großen Zuspruch. Herr Erbel hatte sogar extra für diesen Anlass eine Speisekarte geschrieben und mehrere Gerichte angeboten und sich überhaupt große Mühe gegeben. Alle Damen waren zufrieden.
Das Ruderjahr endete am 16.12. mit dem Adventsrudern mit drei Achtern unter Beteiligung der Damen aus den bremischen Vereinen mit anschließendem Kaffeetrinken bei 82 (selbst gebackene Kuchen!).
Das Silvesterrudern musste leider wegen Glatteis auf dem Anleger ausfallen.
Margita Voswinkel
B) Jahresbericht der Altherrenabteilung über das Geschäftsjahr 2000
Gleich zu Beginn des neuen Jahres begannen die Aktivitäten der Altherrenabteilung am 27.01.2000 mit der alljährlichen Jahreshauptversammlung, zu der alle über 32 Jahre alten männlichen Mitglieder des Clubs eingeladen waren. Traditionsgemäß fand diese Sitzung im Rahmen eines gemeinsamen Schlachtessens statt. Der Leiter der Altherrenabteilung, John Thoms, konnte erfreulicherweise immerhin etwa 40 Altherren an diesem Abend begrüßen. Neben dem geschäftlichen Versammlungsablauf wurde sehr kontrovers über die geplante Umbaumaßnahme des Herrenumkleide- und Kraftraumes diskutiert. Jedoch kam aber der gesellige Teil keinesfalls zu kurz. Hierzu trug sicherlich die Fassbierspende unseres lieben Günther Kupplich bei. Zu erwähnen ist auch die Spendenbereitschaft der anwesenden Herren. Es kam wieder ein nennenswerter Betrag für die Gestaltung des laufenden Jahresprogramms und für die Ausübung der Geschäftsführung der Altherrenabteilung zusammen.
Unter dem Motto: "Fit durch den Winter" nahm eine beständige Altherrengruppe regelmäßig am winterlichen Ausgleichstraining im Kraftraum sowie auch am Gymnastikprogramm von Tilo Kolb in der Turnhalle teil. Ferner besuchten einige wöchentlich die Sauna. Unser Ruderkamerad Friedo Koop ließ es sich jedoch nicht nehmen, fast täglich mit dem Trimmy einige Ruderkilometer abzureißen. Rasch verging die Zeit bis zum Frühjahr. Am offiziellen Anrudertermin des Vereins wurden einige Altherren vermisst. Wir würden uns freuen, hierzu künftig möglichst viele Aktive begrüßen zu können, um gemeinsam auch einmal mit den jüngeren Clubmitgliedern zu rudern und die Saison zu eröffnen.
Die Dienstagmorgenruderer trafen sich zu Saisonbeginn im April wieder regelmäßig zum beliebten Frühstücksrudern der Herren. Neu bei diesem Ritual war, dass die Bootsmannschaften zur festgesetzten Zeit eingeteilt wurden, damit ein nahezu ausgewogenes Verhältnis zwischen Achterrudern und Kleinbootbenutzung der Beteiligten gewährleistet wurde. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hat sich dieses Verfahren im Verlauf der Saison bewährt.
Unsere Senioren trafen sich montagmittags zum Rudern und anschließend zum gemeinsamen Mittagessen. Die Zockerrunde begab sich danach zum Skatspielen, wobei es mitunter hoch her ging und manche Mark für einen guten Zweck des Vereins zusammen kam.
Das Achterrudern an den Donnerstagen erfreute sich wachsender Beliebtheit. Wie auch schon im vorhergehenden Jahr mussten einige auf Kleinboote ausweichen. Das System der Mannschaftseinteilung wurde auch an diesen Abenden praktiziert, so dass eine möglichst ausgewogene Bootsbenutzung gegeben war.
Zunehmende Probleme bereitete die Nutzung des Riemenachters "Walter Messerknecht". Das Boot ist sehr schwer, der Bootskörper recht verweicht und instabil, so dass es den Altherren immer schwerer fällt dieses Boot zu nutzen. Dieser Umstand führte dazu, den Vorstand zu bitten, den Doppelachter "Timmy Kröger" zeitanteilig als Riemenboot nutzen zu dürfen. Der Bitte wurde stattgegeben. Inzwischen wurde der Achter mit Doppeldollen versehen und ist somit flexibel einsetzbar.
Leider kam es bei diesen Aktionen zu erheblichen Interessenkonflikten hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeit zwischen den verschiedenen Gruppen. Der Vorstand hat dann auf einer weiteren Vorstandssitzung beschlossen, sich als Nächstes für die Neuanschaffung eines leichten Riemenachters einzusetzen. Erste Angebotsaktivitäten wurden eingeleitet. Sicherlich wird ein entsprechender Spendenaufruf erfolgen, den alle Altherren besonders unterstützen sollen.
Die Stammtischabende waren donnerstags gut besucht und es gab interessante und fröhliche Gespräche. Im Wonnemonat Mai fand nach dem abendlichen Ruderbetrieb unser traditioneller Bockbierabend statt, zu dem viele Altherren gekommen waren. Bei dem von Manni Colby gestifteten Fass Bockbier und frisch gebratenen Frikadellen verbrachten wir wieder einen netten Abend. Die gute Stimmung verleitete unseren Peter Colby - und dieses sei im Jahresbericht ausdrücklich vermerkt - die Bockbierspende für das Jahr 2001 zu übernehmen.
Es bleibt festzustellen, dass wir viele gemeinsame abendliche Rudertouren auf der Weser unternommen haben und mitunter sogar zwei Altherrenachter an einem Abend zum Rudern begeistern konnten. Der im Juni geplante Grillabend fiel wegen schlechter Witterung und mangelnder Beteiligung aus.
Die von John Thoms organisierte Bratkartoffelfahrt führte wieder weserabwärts zum Hasenbürener Yachthafen. Neben den Altherren nahmen auch viele andere Clubmitglieder an dieser schönen Abendfahrt teil. Die Clubgaststätte des dortigen Segelvereins bot einen ausgezeichneten Service mit flotten Mädels. Die Bratkartoffeln waren prima und Spiegeleier gab es satt. Peter und Mia Colby ließen wir auf Grund ihres 25. Hochzeitstages hochleben. Die Zeit an diesem geselligen Abend verging leider viel zu schnell. Allerdings hatte auch das sportliche Rudern mit kräftiger Strömung bei lauen Sommertemperaturen auf der Rückfahrt seine besonderen Reize.
Auch die Barkenbrüder der HANSA haben im vergangenen Jahr interessante und erlebnisreiche Rudertouren unternommen. Die alten Barkenbrüder ruderten die romantische Strecke auf der Donau von Neuburg bis Vilshofen. Die Jungen Barkenbrüder verschlug es wieder ins Ausland und zwar nach Italien. In den Lagunen zwischen Grado und Venedig, teils auf der Adria, wurden sonnige und teils abenteuerliche Ruder- und Besichtigungsfahrten unternommen.
An einem schönen sonnigen Sonntagvormittag trafen wir uns mit den Damen zum Ruderbrunch. Nach einer fröhlichen, aber doch auch anstrengenden Rudertour auf der Weser abwärts, an der übrigens auch Herbert Köppe teilnahm, genossen wir anschließend Herrn Erbels üppiges Brunchbuffet auf der Terrasse.
Zum Sommerausklang, Ende September, unternahmen wir mit einem Achter und einem Zweier bei strahlendem Sonnenschein eine Herren-Tagesrudertour auf der Oberweser. Nach einem recht zeitaufwändigen Schleusenmanöver kehrten wir zu einem zünftigen Frühschoppen beim Oberwesersegelverein ein. Anschließend ruderten wir weiter zum Dreyer Hafen, landeten die Boote an und gingen in das bekannte Restaurant "Krug zum grünen Kranze". Die Tafel war festlich gedeckt und wir ließen uns das Essen à la carte besonders gut schmecken. Es war ein schöner Rudertag, der mit einer üppigen Kaffee- und Kuchentafel endete.
Erstmalig seit Jahrenden beteiligten sich die Altherren mit einem Rennachter in einem ausgeschriebenen Rennen bei den Bremer Meisterschaften des Landesruderverbandes Bremen. Unser Ruderass, Werner Kollmann, hatte die spontane Idee und rekrutierte kurzentschlossen eine passende Mannschaft, die gegen den Postachter startete. Das Rennen entschieden die Postler mit einem nur knappen Vorsprung für sich. Insofern war dieses Rennen auch für die Hansa-Ruderer ein kleiner Erfolg.
Den Abschluss der Saison bildete das traditionelle Freimarktsrudern. Mit zwei Achtern ruderten wir zum Weserwehr, stießen mit einer guten Glühweinmischung auf den Bremer Freimarkt an und ruderten dann wieder zurück zum Bootshaus. Hinterher ließen wir uns dann in geselliger Runde den leckeren Räucheraal mit kleinen Beilagen schmecken.
Am Totensonntag trafen wir uns mit einer kleinen Schar zur Kranzniederlegung im Gedenken an unsere verstorbenen Clubmitglieder. Wir danken Hubert Holzmann für seine einfühlsamen und ehrenden Worte.
Bereits Anfang November hatten viele Altherren das Wintertraining aufgenommen. Die Zeit bis Weihnachten verging rasch und wir trafen uns noch einmal zu einer gemütlichen Adventsstammtischrunde. So neigte sich das Jahr dem Ende zu und die alljährliche Feuerzangenbowle stand auf dem Programm. Zahlreiche alte Herren waren an diesem Abend gekommen, um im lodernden Schein schmelzender Zuckerhüte und bei heißem Punsch Erlebnisse der zurückliegenden Rudersaison Revue passieren zu lassen. Es wurde aber auch wieder kräftig gesungen, nachdem Tilo Kolb amüsante Geschichten und Peter Colby derbe Männerwitze erzählt hatten.
Liebe Ruderkameraden, ich habe soweit dies möglich war, die Interessen der Altherren und des Clubs einvernehmlich auf den Vorstandssitzungen vertreten. Die Geburtstagsjubilare in unserem Kreis erhielten von mir persönliche Glückwünsche im Namen der Altherrenschaft und dazu den obligatorischen rot weißen Blumenstrauß. Bei dieser Gelegenheit erinnere ich an Hubert Holzmanns 95, sowie an die 70er Serie Günther Kupplich, Hugo Meyer und Henrich Finke, die diese Ereignisse jeweils in großer Runde feierten.
Die Kassenlage der Altherrenschaft kann als solide bezeichnet werden und ergibt folgendes Bild: Ein Überschuss aus dem Vorjahr in Höhe von 50,64 DM zuzüglich der Kollektensammlung von unserer letzten Jahreshauptversammlung in Höhe von 572,-- DM ergab ein Anfangskapital für das zurückliegende Jahr in Höhe von 622,64 DM. Dazu kamen einige großzügige Portospenden von unserem lieben Manni. Die Beträge gingen überwiegend für Porto, Einladungen und Repräsentationsaufwendungen drauf. Per Jahresabschluss vom 24.01.01 ist noch ein Kassenbestand in Höhe von 94,15 DM zu verzeichnen.
Das war der Rückblick über unsere Clubaktivitäten im vielbesungenen Millenniumjahr, dem Jahr 2000. Wir haben in unserem Club wieder viele schöne sportliche und gesellige Stunden miteinander verbracht. Ihr alle habt toll mitgemacht und ich hoffe, dass dieses auch im neuen Jahr wieder so sein wird.
John Thoms
C) Jahresbericht der Jugendabteilung
Regatten wurden in Bremen, Otterndorf, Hamburg, Groningen (NL), Hoya, Verden und Bremer Meisterschaften besucht.
Ansonsten waren wir auf dem Kinder- und Jugendnachmittag vom 6-Tage-Rennen, haben am Samstagabend der Bremer Regatta bei HANSA gemeinsam gegrillt.
Die geplante Jugendwanderfahrt fiel leider aus, dafür aber 2001 vielleicht mehr.
Und dann war da noch die Weihnachtsfeier. Das Weihnachtsrudern war geplant, musste auf Grund von Treibeis leider ausfallen.
Die HANSA-Jugend war 2000 nicht so aktiv.
Britta Möhlheinrich
5) Clubschlüssel
Der Clubschlüssel ist das Organ der HANSA, das jedem Mitglied im Inland und Ausland nicht nur Informationen, sondern um gerade auch denjenigen, die selten im Bootshaus sein können, das Zugehörigkeitsgefühl zu vermitteln.
Über Jahre bemühen sich Mitglieder, diesem Auftrag verantwortlich nachzukommen - unsere Redaktion besteht aus Olaf Köhn, Sigrid Martin, Kathleen Behnken, Elke Thoms und Ingo Fechtmann. Sie sind in einer schwierigen Lage; denn sie können nur das veröffentlichen, was ihnen zugetragen wird. Es kommt immer wieder zu Unstimmigkeiten bis hin zu Enttäuschungen, dass wir - die Club- und Vorstandsmitglieder - zu wenig aus den eigenen Reihen berichten bzw. den Redaktionsschluss nicht einhalten. Ein ausführlicher Bericht ist im Clubschlüssel 1/2001 zu lesen. Er hat mich betroffen gemacht. Wir werden daran arbeiten müssen, diesen Missstand zu beseitigen.
Ich sage im Namen aller dem Clubschlüsselteam herzlichen Dank für die hervorragende Leistung und wünsche ihm, dass in Zukunft eine bessere gedeihliche Zusammenarbeit glücken möge.
6) Geselligkeit
Der gesellige Rahmen mit vielfältigen Veranstaltungen für alle Mitglieder umfasst die Trainingsverpflichtung, das Osterfeuer, den Gründungstag der HANSA mit der Jubilarehrung, das Sommerfest, die Siegerehrung, die Silvesterfeier, die sonntägliche Kaffeetafel, Grillen im Sommer auf der Terrasse, die Zusammenkünfte der einzelnen Abteilungen wie Mai- oder Feuerzangenbowle, "Blaue Montage", Aalessen und viele Begegnungen mehr. Die Kranzniederlegung am Totensonntag zählt ebenso zu festen Veranstaltungen.
Der gesellschaftliche Höhepunkt bedeutet für uns das Stiftungsfest am 2. Sonnabend im November im Kuppelsaal des Parkhotels. Die beiden langjährigen Organisatorinnen Stefanie Dodenhoff und Sabine Kallmeyer lassen sich immer wieder Neues einfallen, um uns einen kurzweiligen und sportlichen Abend zu bereiten. Wir danken den beiden Damen sehr herzlich für diesen Einsatz.
Für alle geselligen und sportlichen Veranstaltungen weise ich auf die Clubschlüssel und auf den Terminkalender hin. Hieraus sind alle Begegnungen zu ersehen. Es ist bestimmt - wie immer - für jede und jeden etwas dabei.
Liebe Ruderkameraden,
liebe Ruderkameradinnen,
damit ist der Jahresbericht 2000 beendet. Die Angebote sind vielfältig, jedes aktive und passive Mitglied hat die Möglichkeit, diese zu nutzen und mit zu gestalten. Wir können uns glücklich schätzen, als Sportverein ein eigenes Clubhaus zu haben, in dem wir uns nach den sportlichen Unternehmungen sommers wie winters in geselliger Runde aufhalten und den Tag ausklingen lassen können.
Herzlich Dank sage ich allen, die im Sinne der HANSA Sport getrieben, mitgearbeitet und am Ausbau unseres Clubs beigetragen haben.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Ute Kolb