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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Am Wochenende 1./2. Juli 2000 fanden die 3. German Masters Open auf dem Faulen See in Schwerin statt. Faul waren wir - Bothi, Hermann, Elke von Hansa ,unsere Mitruderinnen aus Kiel, Mainz, Schwerin und Potsdam sowie die Männer vom Bremer Post SV - aber nicht, sondern recht eifrig am Rudern und Siegen!
Nachdem am Samstag Bothi im Zweier-D und Hermann im Einer-E einen guten 2. Platz belegt und Bothi den Frauenachter-C zum Sieg gesteuert hatten, waren wir besten Mutes für unsere Rennen am Sonntag.
Doch vor der Arbeit kam erst einmal das Vergnügen. Endlich hatten wir eine Regattastrecke mit "Stadtanschluss", nur ca. 30 Minuten Fußweg waren es bis zur Schweriner Innenstadt. So konnten wir zusammen mit den Männern (und ihren Ehefrauen) vom Post SV und aus Emden einen sehr vergnügten Stadtbummel machen und anschließend in großer Essensrunde (acht zusammengestellte Bistrotische) einen sehr fröhlichen Abend verbringen. Ja, man muss wohl erst einige Kilometer Entfernung hinter sich haben, um mit den täglichen direkten Nachbarn in näheren Kontakt zu kommen.
Bei schönstem Sonnenschein ging's am nächsten Morgen dann auf die Regattastrecke. Nur ein Problem gab es noch! Uns fehlte ein Boot für unser Achter-Rennen! Nach vielen vergeblich angedachten und versuchten Lösungen gab es am Ende nur noch die Möglichkeit, unser Rennen etwas zu verschieben und dann den Postachter zu fahren .Doch die Zeit zwischen den beiden Rennen war trotzdem SEHR knapp!! Ein Problem, das nur dadurch zu lösen war, dass die Männer siegten. Also versprachen wir ihnen je ein großes Bier für die Ankunft am Siegersteg. Noch beim Ablegen zum Start wurde allen das verlockende Bier schmackhaft gemacht. Beim Rennen feuerten wir sie kräftig an und - sie siegten!!! Dank Heides Eddi (wir mussten uns ja startklar machen) stiegen also die Männer am Siegersteg aus, bekamen ein großes Glas gereicht und wir Frauen stiegen ins Boot, fuhren zum Start - und waren nach wenigen Minuten wieder am selben Steg ,um uns unsere Medaille abzuholen.
Als wir nach kurzer Zeit mit unserem Vierer wieder am Siegersteg anlegten, bekamen wir fröhlich zu hören: "Da seid ihr ja schon wieder!"
Mit Kaffee und Kuchen in der Sonne am See beendeten wir das erfolgreiche Wochenende in bester Stimmung.
Leer, die Regatta am 27. August, bei der Hermann nun endlich einen 1. Platz errudert hat! Bothi hat einen Vierer und einen Achter je zum Sieg gesteuert.
Hazewinkel
Das Datum 2./3. September 2000 stand in Bremen ganz im Zeichen des WRT in Vegesack, wir wären auch sehr gerne dabei gewesen, aber wir fuhren nach Hazewinkel/Belgien zur FISA World Masters Regatta, um auf neun der 6920 gemeldeten Ruderplätzen zu sitzen und in mehreren der 310 Rennen (ohne die Mixed-Rennen) zu starten.
Auf den Plätzen 1-2-3- waren wir stets dabei.
Platz 1: Frauen Achter-E (Bothi, Elke)
Platz 2: Männer Einer-E ( Hermann, nur ein Peruaner ließ ihn trotz eines Superendspurts nicht an sich vorbei)
Platz 2: Männer Achter-E (Hermann)
Platz 3: Frauen Vierer-E (Bothi, Elke)
Außerdem steuerte Bothi den Frauen Achter-C und den Männer Achter-D (Post Bremen) zum 2. Platz.
Das allerschönste Rennen aber fand am Sonntag statt. Nach unserem erfreulichen Mixed Rennen 1999 in Grünau hatten die Postruderer während unserer Frauen-Oderwanderfahrt auch für Hazewinkel einen Mixed Achter gemeldet.
Und dann sahen wir im Samstagabend auf das Meldeergebnis!!!
-- USA
-- Riga, New Haven, Moscow
-- USA; Canada, USA
waren unsere Gegner und Innen, die sich ihre Mannschaften aus den Siegern der Vortage Bremen, Emden zusammengestellt hatten und dazwischen wir "deutschen Kleinstädter" -,Post-Bremen und unser Frauenvierer aus Bremen und Kiel.
Mit der Hoffnung, wenigstens am Feld dranzubleiben, gingen wir mutig an den Start. Aber -der Start klappte, das Boot lief "the oar swings and the boat sings", es machte trotz der Anstrengung richtigen Spaß - und wir erreichten als 2. Boot nach den USA das Ziel! Für uns war es wie ein Sieg und die Freude bei allen groß. Leider mussten wir die Boote für die Rückfahrt schnell verladen, es gab viele Autofahrer und deshalb keine "Siegesfeier".
Eine schöne (Gelände, Stimmung) sehr, sehr nasse (Wetter), aber "nicht unerfolgreiche" Regatta lag hinter uns.
P.S. Wenn unsere jungen Trainingsleute die Leistungen bei den Mastersregatten gesehen hätten (auch Dr. Thomas Lange und Jens Burow starteten auf beiden Regatten), hätten sie wohl nicht solch ein Tamtam wegen der Skulls gemacht, auf die sie für vier Tage verzichten mussten.
Dass Masters nicht nur auf 1000 m schnell sein können, haben Bothi und Hermann auf mehreren Langstreckenregatten bewiesen:
Bei der 51. Langstreckenregatta um den "Grünen Moselpokal" in Bernkastel fuhr Bothi mit ihren Mitruderinnen aus Kiel und Mainz der Konkurrenz aus Minden weit voraus. Ein großer Pokal (steht jetzt in Kiel) und für jede Ruderin eine Flasche Wein, eine lohnende Regatta!
Im Oktober zog es die beiden wieder nach Lüttich, um sich beim 43. Marathon International a L'Aviron auf der 43,250 km langen Fahrt auf der Maas den Hintern durchzusitzen. Für Bothi war es diesmal die 20.Teilnahme! So kann sie nun ihren Käse auf einem großen Bronzeskullblatt servieren. Herzlichen Glückwunsch! (Als 2-malige Steuerfrau bei dieser Regatta weiß ich, welche Leistung dort verlangt wird.)
Hermann waren diese Regatten noch nicht genug, er startete noch in Bremen und in Berlin-Grünau. Auch hier blieb er seinem diesjährigen Motto treu: Im Jahr 2000 belegt (Her)man(n) zweite Plätze!
Elke Siemßen