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"Hansa" (1879/83) e.V.

Jahresausklang 2000

Liebe Ruderkameraden , liebe Ruderkameradinnen,

von der Zeit kennen wir nicht Anfang und Ende. Um sich im fortwährenden Lauf zu orientieren, haben schon im Altertum Menschen so genannte Kalender geschaffen, mit denen sie die Zeit einteilten und berechneten. Der gregorianische Kalender bestimmt seit dem Mittelalter unsere Zeitrechnung von Jahren, Monaten, Wochen und Tagen. Daher wissen wir, dass jetzt ein Jahr zu Ende geht und ein neues beginnt. Das ist auch Anlass dieses Artikels.

Dieser Kalender zeigt uns unerbittlich: Das Jahr 2000 neigt sich dem Ende zu. Es war ein spannendes Jahr für den Bremer Ruder-Club "HANSA". Die sportlichen Bereiche nahmen naturgemäß einen großen Raum ein. Die Wintermonate haben wir überwiegend mit Hallentraining, Gehen und Laufen ab Bootshaus, Krafttraining im Bootshaus und Rudern im Kasten ausgefüllt. Unentwegte ließen sich nicht davon abbringen, ihr Boot zu Wasser zu lassen, um Kilometer bei Wind und Wetter zu "schinden".

Die Trainingsabteilung unserer jungen Leute ist sehr aktiv und wächst unter der guten Führung der beiden Trainer zu einer vorzeigbaren Gruppe heran. Es ist ein harter und langer Weg bis in die gehobene Leistungsebene. Wir sehen mit Wohlwollen, dass die ersten Erfolge sichtbar sind und im Laufe der Zeit ausgebaut werden können.

Wir freuen uns über jeden jungen Menschen, der sich für unseren Sport begeistern kann und zu uns kommt, um die vorhandene Trainingsgruppe zu bereichern.

Christiane Will hat ihr Ziel, an der Olympiade 2000 in Sydney teilzunehmen, nicht erreicht. Wir haben bis zur endgültigen Entscheidung mit ihr gebangt und nach der Absage gelitten. Wir hätten es ihr gegönnt und gewünscht, diesen Höhepunkt aktiv miterleben zu können.

Nun verbergen sich hinter dem Training nicht ausschließlich Kinder, Jugendliche und ganz junge Erwachsene. Fast schon zur Tradition geworden ist die Gruppe unserer Masters. Sie ist kontinuierlich auf den für sie ausgeschriebenen Regatten zu finden, und zwar erfolgreich.

Der Breitensport hat mit dem Ruderkurs wieder eine gute Erfahrung gemacht. In "Doppelschichten" wurden die ruderinteressierten Erwachsenen auf der Weser ausgebildet. Petrus meinte es in dieser Zeit nicht besonders gut mit uns. Regen, heftiger Wind und Wellengang schreckten jedoch nicht ab. Ein gut Teil dieses Kurses hat sich für den Rudersport entschieden. Viele Männer und Frauen sind inzwischen Mitglieder geworden, haben bereits an Tages- oder auch Wanderfahrten teilgenommen.

Es wird nun bedingt durch die Jahreszeit etwas ruhiger um das aktive Rudergeschehen. Mögen alle Hansa-Neulinge mit uns Alten die Winterzeit gestalten und genau so rege am Winterprogramm teilnehmen, wie sie es auf dem Wasser täten.

Das Bootsmaterial wird während der Rudersaison strapaziert. Schäden bleiben nicht aus, auch wenn viele bei sachgemäßer Behandlung vermeidbar wären. Vergegenwärtigen wir uns doch bitte immer wieder, dass es uns alle angeht. Je mehr wir aufpassen, desto weniger werden wir finanziell belastet und der Arbeitsdienst wäre weniger umfangreich.

Wir sind glücklich, dass wir zwei unermüdliche "Bootsärzte" mit Namen Bob und Klaus haben, die kleine und große Wunden an den Booten heilen. Sie sind Clubmitglieder wie wir und arbeiten für die "Hansa" kostenlos. Ihnen gilt unser ganz besonderer Dank.

Haus und Hof müssen ebenfalls während des ganzen Jahres in Ordnung gehalten werden. Wollen wir zudem mit dem Zeitgeist gehen und uns nach unseren Möglichkeiten den Ansprüchen anpassen, sind immer wieder Erneuerungen angesagt. Die Idee zu einer Neugestaltung im Kraftsportbereich ist bei der Sanierung des alten Hantelraumes im Winter 1998/99 gekommen. Eine Arbeitsgruppe engagierte sich sehr, um bauliche und finanzielle Grundlagen zu erstellen. Das Resultat ist positiv und wurde von der außerordentlichen Mitgliederversammlung im September d. J. genehmigt. Dem Umbau steht nichts mehr im Wege. Die nahe Zukunft wird uns ein auf unsere Möglichkeiten zugeschnittenes Fitness-Center bescheren. Im Zuge dieses Umbaus wird der dringend renovierungsbedürftige Herrenumkleideraum zwar einen anderen Standort, aber auch ein runderneuertes Aussehen bekommen.

Der Rückblick soll keineswegs Anspruch auf Erwähnung aller Geschehnisse erheben. Er soll und kann lediglich ein kleiner Überblick auf ein aktives Leben innerhalb des Clubs sein.

Natürlich gibt es auch Negatives zu vermelden. Z. B. versandet unsere Anlegebucht in immer schnellerer Zeitfolge. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten im Oktober 1999 waren bereits im Frühjahr d. J. kaum noch zu erkennen. Um den Anleger bei Niedrigwasser benutzbar zu halten, muss der Sand beseitigt werden.

Sehr unerfreuliche Beobachtungen sind im Herrenumkleideraum zu machen. Sportsfreunde "erfreuen" sich allem Anschein nach an Zerstörung und Beschmierung. Schränke werden aufgebrochen, Türen vertauscht bzw. versteckt. Schranktüren werden von innen in Fäkaliensprache in deutscher und englischer Sprache verunziert. Es ist uns unverständlich, welch Geistes Kind Menschen sein müssen, die sich zu diesem Gebaren erniedrigen lassen. Gewiss werden wir nicht tatenlos zusehen.

Der Vorstand hat auch im Jahr 2000 wieder unermüdlich im Sinne der "HANSA" gearbeitet. Wir waren bemüht, jedem und jeder gerecht zu werden, die Interessen unserer Sportler und Sportlerinnen zu vertreten. Wer sich ein wenig in der Vereinsarbeit auskennt, weiß, dass eine totale Befriedigung nicht möglich ist. Entscheidungen zu treffen ist in vielen Fällen unendlich schwer - wir wollen doch keinen benachteiligen und doch fühlt sich der eine oder die andere nicht berücksichtigt.

Ich danke "meinem" Vorstand und allen im Hintergrund Tätigen für ein Jahr harter Arbeit.

Nun neigt sich dieses Jahr dem Ende zu. Wie wir das Jahr verabschieden und das neue empfangen, entscheidet jeder für sich - es ist eine Frage der Stimmung, welcher wir den Vorzug geben; denn Neujahr hat eben beides: die Besinnung auf das Vergangene und die Hoffnung auf viel Neues.

Ich wünsche allen Hanseaten und deren Familien und Freunden ein erfülltes Weihnachtsfest, einen guten Ausklang des Jahres 2000 und einen erfolgreichen Start ins Jahr 2001.

Wir freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen im Bootshaus des Bremer Ruder-Club "HANSA".

Ute Kolb

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