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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Wir erinnern an die Ausführungen im Club-Schlüssel 3/00 über die Planungen zur Sanierung des Herrenumkleideraumes und des Kraftraumes sowie der Anschaffung neuer zeitgemäßer Kraftsportgeräte. Zugunsten eines geräumigeren Kraftsportraumes war der Tausch des größeren Umkleideraumes gegen den jetzigen kleineren Kraftsportraum vorgesehen und außerdem die Einrichtung einer Sauna angedacht. Dabei ging man von einer Totalrenovierung aus einschließlich der erforderlichen Geräteanschaffungen. Sollte dieses nicht gleichzeitig finanzierbar sein, müssen Abstriche gemacht und Prioritäten gesetzt werden.
Die technischen Planungen waren zu dem Zeitpunkt von dem betreffenden Arbeitskreis abgeschlossen und lagen dem Vorstand als Entscheidungsgrundlage vor. Das erforderliche Kosten- und Finanzierungskonzept war in Vorbereitung und sollte im Juli dem Vorstand vorgelegt werden. Erscheinen dabei die Verwirklichung des Projektes mach- und finanzierbar, sollte das Vorhaben auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nach den Sommerferien als Beschlussvorlage zur Diskussion und Abstimmung vorgestellt werden.
Nachdem die Ergebnisse der beiden Arbeitsgruppen dem Vorstand komplett vorlagen und das Vorhaben aufgrund der Fakten als realisierbar erschien, wurden die Details bewertet, beraten und diskutiert. Einstimmig kam man hierbei zu dem Ergebnis, der Mitgliederversammlung das Projekt zur Abstimmung vorzustellen, jedoch ohne die Einrichtung einer Sauna, weil hierfür eine angemessene Infrastruktur fehlt.
So wurde dann fristgerecht zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 07.09.00 ins Bootshaus eingeladen. Dabei ging es um die Präsentation der Umbaupläne, der Kosten für den Umbau sowie der Kraftsportgeräte und der Finanzierungsmöglichkeiten. Ferner standen die Diskussion dieser Punkte und die Genehmigung des Umbauvorhabens auf der Tagesordnung.
Das Interesse war beachtlich. Über sechzig Clubmitglieder, alt und jung, waren zu dieser Versammlung erschienen und verfolgten die Ausführungen des Vorstandes. Unsere 1.Vorsitzende Ute Kolb begrüßte die Anwesenden, eröffnete die Versammlung, ließ die Entwicklung zu dem Thema noch einmal Revue passieren und bedankte sich bei den Mitgliedern der Arbeitskreise für die bisher geleistete Arbeit. Durch deren Einsatz blieben dem Club ansonsten fällige Planungskosten in nicht unerheblicher Höhe erspart.
Namentlich sind hier zu erwähnen die Mitglieder des Arbeitskreises Technik: Jürgen Köster, Ingo Fechtmann, Karlheinz Gloede, Hermann Meyer-Richtering, John Thoms, Andreas Vaupel, die Mitglieder des Arbeitskreises Finanzen: Andreas Möller, Wolfgang Mocha, Peter Mayer, Paul Schneider, John Thoms.
Dann übernahm Andreas Möller in seiner bewährten Art als Versammlungsleiter das Zepter, verlas die Tagesordnung, stellte die ordnungsgemäße Einberufung der Versammlung fest und bat John Thoms in seiner Eigenschaft als Projektleiter und Koordinator, die Planungen vorzutragen. Mit Overheadprojektor, einer großen Leinwand sowie eigens für diesen Zweck erstellten Vorlagenfolien präsentierte und erläuterte er den Mitgliedern die Planungen, weitere Details sowie das Finanzierungskonzept.
Hierbei ging er nochmals auf die verzichtete Einbindung einer Sauna ein, deren Bau und Unterhaltung bezüglich der anfallenden Kosten unverhältnismäßig gegenüber den anderen Umbaukosten zu Buche schlagen würde. Dazu erwähnte er ferner ein fehlendes und geeignetes Nutzungsumfeld, das zum Betrieb einer Sauna heutzutage in kommerziellen Einrichtungen zum Standard gehört. Jedoch soll der für die Sauna gedachte Raum baulich als Mehrzweckraum für die Unterbringung von Sportgeräten und Umkleideschränken hergerichtet werden. Für den jetzt dort befindlichen Abstellverschlag des Hausmeisters wird ein Gartenhäuschen zur Unterbringung der Haus- und Grundstückspflegegeräte auf dem Parkplatz vorgesehen.
Auch auf das bereits im Vorfeld vielfach und kontrovers diskutierte Thema wegen des Wechsels des größeren Herrenumkleideraumes gegen den kleineren Kraftsportraum ging er nochmals besonders ein, zumal auch einige Wortmeldungen aus der Versammlungsrunde vorlagen. Er stellte klar, dass der neue Umkleideraum etwa 30 qm kleiner als der bisherige ausfallen und es sicherlich etwas enger werden wird. Die nötige Anzahl von Umkleideschränken kann nach der Vorlage eines optimierten Stellplatzkonzeptes problemlos hier untergebracht werden. Ein neues Nutzerkonzept soll die mitunter auftretende Enge beim Umkleiden entschärfen. Zusätzlich kann der neue Vorraum zur Dusche (jetziger Heizungsvorraum) als Umkleidemöglichkeit einbezogen werden.
Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war das von unserem Trainingsleiter Hermann Meyer-Richtering dargestellte Nutzerkonzept für den neuen Kraftsportraum. Es wurde klar gestellt, dass es hinsichtlich der Benutzungszeiten für die Gruppen der Trainingsmannschaften und Breitensportler ein ausgewogenes Verhältnis geben muss. Dieses wurde von ihm anhand eines Stunden- und Zeitplanes gewährleistet.
Die Kosten für den Umbau und die Sanierungsmaßnahmen bezifferte John Thoms mit ca. 93.000 DM. Sie fallen deshalb so günstig aus, weil die Arbeiten von der "Arbeit und Jugend GmbH", Abteilung Sportbau, einer von der Stadt Bremen geförderten Arbeitsbeschaffungsinitiative, ausgeführt werden. Zusätzlich behält sich die Projektleitung vor, eine Verfügungsreserve in Höhe von 10.000 DM in Anspruch nehmen zu können, ohne eine erneute Mitgliederversammlung einberufen zu müssen. Mit den Bauaktivitäten soll jedoch erst dann begonnen werden, wenn die Finanzierung vollständig gesichert ist. Dieses könnte gegebenenfalls zum Jahresende 2000 der Fall sein.
Es wird dann zeitweise Einschränkungen bei der Benutzung der Herrenduschen, des Herrenumkleideraumes, der Toiletten sowie des Kraftsportraumes geben. Schon jetzt werden alle Betroffenen um Verständnis gebeten, die möglichen Einschränkungen mit zu tragen bzw. zu ertragen, aber auch mit anzupacken, wenn es die jeweilige Situation erfordert. Nähere Informationen über geplante Abläufe werden aktuell am Schwarzen Brett bekannt gegeben. Die Arbeiten dürften nach derzeitigem Kenntnisstand etwa drei bis vier Monate dauern.
Der Finanzierungsplan sieht vor, die Projektkosten über einen maßgeblichen Zuschuss des Sportamtes Bremen, einem Darlehen vom Landessportbund, einem zuteilungsreifen Bausparvertrag sowie einer Rücklage aus dem Clubhaushalt zu finanzieren.
Die Kosten der neu anzuschaffenden Kraftsportgeräte, derzeit bekannt in einer Größenordnung von ca. 25.000 DM bis 40.000 DM, sollen aus einer weiteren Rücklage des Clubhaushalts sowie über Direktzuschüsse vom Sportamt Bremen, dem Ortsamt Neustadt, der Elimar-Precht- Stiftung und der HANSA Fördergruppe "Rennrudern" finanziert werden. Bei der Geräteanschaffung sollte möglichst auf die Inanspruchnahme von Darlehen verzichtet werden, im Ausnahmefall allenfalls bis zu einer Höhe von 10.000 DM.
Im Übrigen sind sich alle Beteiligten darüber einig, dass die bauliche Sanierungsmaßnahme Vorrang hat. Notfalls muss der Betrieb des Kraftsportraumes mit einer eingeschränkten Gerätebestückung begonnen werden. Später können dann je nach Haushaltslage weitere Geräte zusätzlich angeschafft werden.
Die jährlichen Belastungen aus den Darlehen für die Finanzierung des Umbaus betragen für das Darlehen vom Landessportbund 3.000 DM/Jahr über 5 Jahre, für die Abtragung des Bauspardarlehens sind jährlich ca. 2.300 DM über den Verlauf von 13,5 Jahren aufzuwenden. Ferner ist ein Betrag in Höhe von jährlich 2.300 DM als Abschreibung für die Kraftsportgeräte eingeplant. Die genannten Beträge werden über den laufenden Haushalt gedeckt, zumal derzeit bestehende Abtragungsverpflichtungen künftig entfallen.
Auf der Grundlage der vorgenannten Ausführungen leitete nunmehr Andreas Möller das Abstimmungsverfahren ein. Mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde das Projekt von der Versammlung mit eindeutiger Mehrheit verabschiedet.
John Thoms