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"Hansa" (1879/83) e.V.

Der Ruderkurs

Aller Anfang ist schwer

Nach dem Motto "Wenn man jung ist, muss man alles einmal ausprobieren!" (wir sind Mitte 40), schlug Marita vor, einmal einen Ruderkurs zu machen. Warum eigentlich nicht?! Zunächst hatte sie es beim Nachbarverein 1882 versucht, doch der vom Anrufbeantworter versprochene Rückruf blieb aus. Also versuchte sie es bei "Hansa".

Am 27. April sollte es losgehen. Als wir ankamen, saß dort schon eine Gruppe von fast dreißig Leuten, überwiegend Frauen, auch einige älteren Semesters. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Andreas und Gisela fanden wir uns im sog. Kraftraum wieder.

Nach den ersten Trockenübungen ging's dann in die "Kiste". Unter strenger Anleitung durch Gisela lernten wir dort die ersten Grundbegriffe: Backbord, Steuerbord, Skulls, Dolle. Und wir lernten auch, dass Technik, Disziplin und Synchronität wichtig sind.

Nach einer weiteren Übung in der Kiste in der folgenden Woche ging es am 11. Mai auf die Weser. Die Sonne lachte, wie übrigens jeden Donnerstag zu Kursbeginn. Uns zitterten natürlich die Knie. Unter kundiger Anleitung von Dorni stachen wir in Weser. D. h. von Stechen konnte zu dem Zeitpunkt wirklich noch nicht gesprochen werden. Das Boot bewegte sich und wir kenterten nicht. Also der volle Erfolg! Mehr hatten wir auch nicht erwartet. Und Dorni lobte uns sogar ein wenig. Anschließend saßen wir in freundlicher Runde auf der Terrasse und prosteten uns stolz mit "Skull" zu. Das war ein schöner Tag. Die folgenden fünf Donnerstage waren nicht minder schön. Auch Ute und Silke waren sehr geduldig mit uns. Die Korrekturen wiederholten sich, leider auch unsere Fehler.

Von mal zu mal ging es aber besser.

Burga

Abschlussfahrt

Nun stand sie also an, die Abschlussfahrt unseres Kurses auf der Hamme am letzten Sonntag im Juni. Viel Unsicherheit und Fragezeichen: Ob ich denn überhaupt schon rudern kann? Und wie wird das Wetter? Wer rudert mit wem? Was bring ich zum Picknick mit? Die letzte Frage beantwortete sich - wie immer bei einem nicht organisierten Büffet von selbst: Das, was schmeckt; entsprechend bunt und lecker war auch das Picknick.

Und wer mit wem rudert? Gisela hatte die Teams so zusammengestellt und den Steuerfrauen und -männern zugeordnet, dass sich jeder sicher und aufgehoben fühlen konnte.

Tja, und das Wetter? Noch drei Tage vorher hatten wir 36°, um 20° fiel die Temperatur bis Sonntag; warm anziehen war angesagt, Devise "Zwiebel". Ein Gutes hatte der Temperatursturz: Die Hamme war so warm, dass man sich das Hineinfallen nicht mehr ganz so schrecklich vorstellte.

Zur Frage des Rudern-Könnens gab Ingo die Auskunft, dass man erst nach zwei Jahren "im Schlaf" rudert; im Moment ist noch alles Konzentration, Anstrengung und manchmal auch Frust. Rudern ist halt eine sehr komplexe Sportart (hätte ich mir so nicht vorgestellt), die Kopf, Körper und Gefühl fordert. Aber das ist genau das, was mich am Rudern fasziniert - darum habe ich mich auch gleich nach unserer Abschlussfahrt im Verein angemeldet!

Marita

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