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"Hansa" (1879/83) e.V.

Sonnabend, 13. Mai 2000

Der Vorstand lud ein, den Gründungstag der Hansa zu feiern und seine diesjährigen Jubilare zu ehren, und das waren immerhin 23 Damen und Herren. Gleichzeitig sollten zwei neue Boote getauft werden. Also wirklich Anlass genug, die Hanseaten ins Clubhaus zu ziehen.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel kamen dann auch die Gäste von nah und fern. Lediglich die Weser zog es vor, sich auf ein Minimum zu reduzieren, es war tiefste Ebbe. So hatten es die beiden Mannschaften der getauften Boote - ein Dreier namens "Aller" und ein Fünfer(!) namens "Weser" - schwer, von teilweise auf Sand liegendem Anlieger ihr Boot zu besteigen. Die von Wanderruderwart Martin Soltau bei der Taufe der "Weser" gewünschte "Hand voll Wasser unterm Kiel" kam gerade noch hin.

Ute in gewohnter Perfektion begrüßte die Gäste und wies auf den Gründungstag der "Hansa" hin, einen Club, der vielen Hanseaten zur zweiten Heimat wurde. Das bewiesen auch die Jubilare, die eine 75-jährige, 50-jährige, 40-jährige und 25-jährige Mitgliedschaft nachweisen konnten.

Martin als Ehrenvorsitzender nahm die Laudatio vor. In launigen Versen präsentierte er jeden Einzelnen. Besonders hervorzuheben sind Hubert Holzmann, Hans Lorke und Herbert Köppe, die die Ehrennadel des DRV für 75-jährige Mitgliedschaft in Empfang nehmen konnten. Hubert in alter Frische wagte später sogar ein Tänzchen mit Gisela Temme, er zählt immerhin bald 95 Lenze! Die drei Herren sind ein Vorbild, auch im hohen Alter noch am Clubleben teilzunehmen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen durften dann endlich die "Sunday`s" in Aktion treten. Angesichts des großen Aufbaus von Verstärkeranlagen, Scheinwerfern etc. war es sicher nicht nur mir etwas mulmig zu Mute. Ob bei der zu erwartenden Lautstärke noch eine Unterhaltung möglich war? Und man hätte doch mit so vielen lange nicht gesehenen Clubkameraden gern noch über vergangene Zeiten geplaudert. Aber die beiden jungen Musiker waren so flexibel, nicht allein mit verschiedenen Instrumenten und Gesang, die Gäste zum Tanzen zu ermuntern. Sie spielten sogar auf der Terrasse, wohin es viele angesichts des schönen Sommerabends im Frühling gezogen hatte. Jeder konnte mit jedem über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Gedanken austauschen, die Musik war angenehme Untermalung.

Es war wieder einmal ein gelungener Abend und es gibt sie noch, die Hansa-Familie. Mögen die Jungen von heute in 50 Jahren auch noch so feiern und an ihre Jugendzeit gern zurückdenken wie ich.

Ilse Risse - eine von den "Alten"

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