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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Unter diesem Motto zeichnete sich zumindest der Start und die Hinfahrt zum Ziel unserer diesjährigen Bratkartoffelfahrt nach Hasenbüren ab. Immerhin hatten sich 35 Teilnehmer zu dieser beliebten abendlichen Rudertour angemeldet und waren auch bis auf einen Ruderkameraden ausnahmslos erschienen, während ein weiterer Ruderkamerad den Termin schlichtweg vergessen hatte, aber dann nach einem mahnenden Handyanruf sofort mit dem Rennrad ins Bootshaus eilte und somit der wartenden Achtermannschaft zum ersehnten Start verhalf.
Die Witterung war trocken, jedoch blies ein strammer Nordwestwind und peitschte die Wellen gegen das ablaufende Wasser hoch. Alle Mannschaften in den drei Vierern und zwei Achtern mussten sich tüchtig in die Riemen bzw. Skulls legen. Längere Pausen konnten nicht gemacht werden, weil der Wind die Boote sofort zurücktrieb.
Also wurde durchgerudert. Vorbei am Europahafen, dem Lankenauer Höft, der ehemaligen AG Weser Werft, dem Neustadtshafen, dem Industriehafen, der Klöckner Hütte und dann war auch schon das ersehnte Ziel, der Hasenbürener Yachthafen in Sicht. Trocken und pünktlich legten wir an den Stegen an, wo wir von Peter und Mia Colby, die mit dem Auto gefahren waren, in Empfang genommen wurden. Die beiden hatten just an diesem Dienstag ihren 25-jährigen Hochzeitstag und haben es sich nicht nehmen lassen, bei dem traditionellen Bratkartoffelessen dabei zu sein.
Der neue Wirt in der Clubgaststätte des Yachthafens hatte die nötigen Vorbereitungen getroffen und so wurden rasch die Getränke und das ersehnte Essen, Bratkartoffel und Spiegeleier satt, aufgetragen. Nach einer kurzen Laudatio von John ließen wir das Silberpaar mit einen lautstarken Hipphipphurra hochleben und überreichten ihm einen Blumenstrauß, der die Ruderstrecke von Bremen nach Hasenbüren unter erschwerten Bedingungen unbeschadet überstanden hatte. Unser Wanderruderwart Martin Soltau feierte an diesem Tag in unserer Runde seinen Geburtstag. Auch ihn ließen wir gebührend hochleben.
Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell. Das Wasser hatte umgeschlagen und es wurde schon etwas dämmerig. Wir machten uns auf den Weg. Da wir uns mit den Booten auf eine Seeschifffahrtsstraße begaben, mussten zuvor die Petroleumlampen in den Booten angezündet werden. Der Wind hatte nachgelassen, das zuvor unruhige Wasser hatte sich geglättet und so ruderten wir mit guter Strömung zurück. Es ruderte sich sehr angenehm bei diesen herrlichen Wasserbedingungen, sportlicher Ehrgeiz kam auf und so erreichten alle relativ schnell den Anleger unseres Bootshauses.
Nachdem wir die Boote klariert und geduscht hatten, lud unser lieber Tilo uns noch zu einem Dämmerschoppen an der Theke ein. Ein schöner Ruderabend ging zu Ende.
John Thoms