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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Nichtgehaltene Rede eines Wanderruderfahrtenleiters zum 3.Advent (1999)
Liebe Rudis und Rudieschen, ich freue mich über eure starke Teilnahme. An dieser traditionellen Fahrt nehmen neben Schülern, normalen Ruder/Innen auch die harten und abgedrehten Ruder/Innen mit Jahreskilometerleistungen von 4.000, 6.000 und 15.000 km teil. Man zieht hierzu Obige aus der gesamten Republik (Kiel, Emden, Oldenburg, Hamburg, Bremen, Will-deshausen, Berlin, Dresden, Neuss, Köln) zusammen, teilt die Wesermarathonstrecke in zwei Teile - wegen spä-tem Hellwerden und früher Dunkelheit -, mischt die Teilnehmer auf, diesmal auf fünf Boote. Eine, nein Anne, kurz vor ihrem viertausendsten Jahreskilometer, wollte im-mer schneller ins Boot, zu schnell, fiel in Selbiges, andere Rudis reißen sie in nimmermüder Hilfsbereitschaft aus dem Boot. Anzeichen auf Sehnenriss im Arm oder so. Hilfsbereiter gastronomischer Hausmeister übernimmt den Transport ins Krankenhaus. Dort wird diagnostiziert: Arm ausgekugelt. Die Verunfall-te verlangt Armeinkugelung ohne Medi-zin, dieses gelingt dem Ärzteteam auch nach 1,5 Stunden. Nach einem Mittagsaufenthalt dient sie schon wieder mit ru-higgestelltem Arm als Steuerfrau. Viertausend km sind voll. Das alles am Sonntag bei Dauerregen auf der Weser.
Wieder andere geben frühzeitig auf, sei es, weil sie total durchnässt sind, es mit dem Handgelenk oder im Kopf haben, bzw. einfach fußkrank sind. Na ja, so ein Boot ist eben doch recht fußkalt.
Vielen Dank für eure große Leistung und Ausdauer.
Frank Brand / brv 82
PS. Drei HansaruderInnen (Gisela Temme, Hagen Kunze, Wilfried Strehlau) nahmen an dieser verrückten Fahrt teil.