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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Liebe Ruderkameraden, liebe Ruderkameradinnen!
Ein herzliches Willkommen euch allen, die ihr euch auf den Weg gemacht habt, um an der Jahreshauptversammlung 2000 teilzunehmen. Besonders freue ich mich über die Anwesenheit unserer neuen Mitglieder, die an dieser wichtigen Versammlung teilnehmen. Ich hoffe und wünsche mir, dass ihr die Belange und Arbeit unseres Clubs, die sich um das sportliche Geschehen ranken, nicht nur als Selbstverständlichkeit hinnehmt, sondern als wichtige Grundlage erkennt und mit tragen könnt, damit die Führung und Verwaltung auf demokratischer Basis garantiert ist.
Bevor wir uns aber mit der vorliegenden Tagesordnung beschäftigen, obliegt mir eine traurige Pflicht. Im vergangenen Jahr gingen folgende Mitglieder für immer von uns -
Heinz Colby (04.03. im Alter von 93 Jahren), Wilhelmine Spengler (13.10. im Alter von 94 Jahren), Walter Luers (19.11. im Alter von 81 Jahren)
Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Ich bitte euch, euch zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder von den Plätzen zu erheben. Danke.
Ich verlese den Rechenschaftsbericht über das Geschäftsjahr 1999: Der Vorstand nahm seine Arbeit nach der Wahl am 25.02.1999 in veränderter Besetzung wieder auf. Im geschäftsführenden Vorstand übernahm Manfred Thoms (besser bekannt unter "John") den Posten des 1. stellvertr. Vorsitzenden von Manfred Colby.
Im Gesamtvorstand gab Maike Krüger den Posten als Organisationsleiterin ab. Ingo Fechtmann übernahm diese Arbeit kommissarisch bereits im laufenden Geschäftsjahr 1998. Er wurde auf der Mitgliederversammlung offiziell bestätigt.
Wilfried Strehlau löste Kai Krüger als Beisitzer ab und kam in den Vorstand.
Die Jugendabteilung wählte Britta Möhlheinrich und Sebastian Behnken als Leiterin und Leiter.
Aus dieser Veränderung ergaben sich keine Verzögerungen. Die Vorstandssitzungen fanden im Wechsel mit Gesamt- und geschäftsführendem Vorstand statt. Im Geschäftsjahr bis Februar 2000 waren es elf Sitzungen, davon eine öffentliche Vorstandssitzung.
Drei Ausschüsse wurden gebildet:
1) Aufgrund der Versandung unseres Anlegers mussten Maßnahmen einsetzen, die eine weitere Versandung und dadurch entstehenden Schaden an unserem Anleger abwenden konnten. Diese Maßnahme konnte im Oktober unter der Leitung von John Thoms erfolgreich abgeschlossen werden.
2) Ein weiterer Ausschuss beschäftigte sich mit der Situation aller in der Halle untergebrachten Boote. Einige Boote sind nicht mehr reparabel und dadurch ruderunfähig geworden. Es wurde festgestellt, dass im "Bootspark Breitensport" eine Erneuerung unaufschiebbar ist. Die vorhandenen Gig-Boote entsprechen nicht mehr den Anforderungen.
Aus dieser Situation ergab sich Ende 1999 die Notwendigkeit des Spendenaufrufs. Die Reaktion ist erfreulich. Wenn auch die Kaufsumme für beide Boote nicht ganz zusammenkam, fand sich doch eine Finanzierungsmöglichkeit.
Nach eingehender Prüfung unterbreitete der Ausschuss dem Vorstand folgenden Vorschlag:
Anschaffung eines kombinierbaren Doppelvierers m., umrüstbar zum Fünfer mit Fußsteuer als E-Boot (90 cm) und einen kombinierbaren C-Zweier m., umrüstbar zum Dreier o.
Andreas Vaupel und Klaus Ahrens nahmen diese Boote persönlich bei der Bootswerft Rehberg in Augenschein. Der Vorstand stimmte dem Vorschlag zu, so dass die Boote bereits in Auftrag gegeben werden konnten.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf DM 33.100,-- (Vierer DM 18.500,-- / Zweier DM 14.600,--).
Die Finanzierung ist gesichert auf Grund der Spenden in Höhe von DM 23.000,-- und einem Betrag von DM 10.000,--, der seit Jahren als Rücklage für die evtl. Beschaffung eines Bootshängers dient. Da eine solche Anschaffung zurzeit und in absehbarer Zeit nicht erforderlich ist, wird die Summe sinnvoll im Breitensport eingesetzt.
Die Bildung einer neuen Rücklage wird erfolgen.
3) Mitte 1999 wurde der Ausschuss Hantelraum gebildet. Anlass war der immer wiederkehrende Wasseraustritt an der Wand zur Toilette, verursacht durch ein nicht auffindbares Leck im Dach, so dass Schimmelpilzgefahr besteht.
Der sich auf- und ablösende Fußbodenbelag erhöht die Unfallgefahr. Zusätzlich zu den genannten Gründen wird auch aus Gründen der Sicherheit mehr Platz für die Hantelgeräte benötigt, dies vor allem vor dem Hintergrund einer wachsenden Anzahl von Trainingsleuten und fitness-orientierten Breitensportlern.
Der Ausschuss erarbeitete auch unter Mithilfe des Architekten Jürgen Köster zwei Erweiterungsmöglichkeiten:
1. Tausch der Räume "Herrenumkleideraum" und "Hantelraum"
2. Der hintere der beiden kleinen Herrenumkleideräume wird zum Ergo-Raum umfunktioniert. Dieser Raum ist bereits mit einem direkten Zugang zur Bootshalle verbunden.
Der Vorstand hat sich mehrheitlich für die zweite Lösung entschieden, da diese finanziell im Rahmen des Etats durchführbar erschien. Die Kosten für die Umrüstung der beiden Räume wurde auf ca. DM 4.000,-- geschätzt, ohne allerdings die Kosten für die Dachausbesserung zu berücksichtigen.
Um noch in dieser Wintersaison verbesserte Trainingsmöglichkeiten anzubieten, ist im Dezember mit dem Entkernen des Hantelraumes begonnen worden.
Die dann auftretenden Schwierigkeiten, verursacht durch mangelnde Kooperation zwischen Hauswart und "alteingesessenen Gebäudekennern", konnten erst nach langwierigen Erörterungen gemeistert werden.
Allerdings konnten nur durch die völlige Entkernung die Mängel des Raumes (Schimmel in der Holzdecke und an den Wänden hinter der Holzverkleidung) erkannt und jetzt behoben werden.
Auf mehreren Vorstandssitzungen ist dann im Zuge der häufigen Diskussionen über die Renovierung des Raumes, auf Betreiben von John Thoms, die Beschlusslage aus dem Dezember geändert worden:
Dieser Beschluss ist heutiger Stand und sieht folgendermaßen aus:
Der Hantelraum und der kleine Umkleideraum werden so hergerichtet, dass der Sportbetrieb umgehend wieder aufgenommen werden kann.
Die Kosten hierfür betragen ca. DM 4.000,-- inclusive ca. DM 1.000,-- für die Dachreparatur. Ausgenommen von der Renovierung sind der Fußboden und die Decke. Für diese Instandsetzung werden die Kosten auf ca. DM 9.500,-- geschätzt. Durch Eigenleistung könnten diese Kosten erheblich gesenkt werden. Nach einer Erprobungsphase der Trennung von Hantel- und Ergo-Raum sind noch Leistungen in Höhe von ca. DM 5.500,-- u.a. für Feuerschutztüren und Entlüftungs-Maßnahmen des Ergo-Raumes zu erledigen. Die gut geschätzten Gesamtkosten könnten sich somit auf ca. DM 18.000,-- belaufen. Aus dem Etat 1999 haben wir bereits DM 10.000,-- zurückstellen können. Der Rest-betrag ist im Rahmen des Etats 2000 eingerechnet. Da diese Ausgaben im Rahmen des Haushaltes liegen, ist nach Auffassung des Vorstandes hierüber keine Be-schlussfassung der Hauptversammlung notwendig gewesen.
In einer Arbeitsgruppe unter Leitung von John Thoms werden zurzeit die Kosten für eine sog. Großlösung ermittelt. Diese sieht einen Tausch der beiden Räume "Hantelraum" und "Herrenumkleideraum" vor. Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe sollen bis Mitte diesen Jahres dem Vorstand vorgelegt werden. Erscheint dem Vorstand der Tausch sinnvoll und - vor allem finanziell - machbar, wird dieses der Mitgliedschaft in einer Mitgliederversammlung zum Beschluss vorgestellt. Lehnt der Vorstand das Vorhaben als undurchführbar ab, werden die Restarbeiten an Hantel- und Ergo-Raum umgehend, spätestens zu Beginn der Wintersaison 2000/2001, abgeschlossen sein.
Der Ältestenrat musste nicht tätig werden.
Wie in jedem Jahr waren wir auch 1999 in der glücklichen Lage, in akuten und aktuellen Situationen Ruderkameraden und -kameradinnen zur Seite zu haben, die ohne Zögern ihre Zeit und Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Die spontanen und lang vorbereiteten Unterstützungen sind für uns von unschätzbarem Wert. Ich danke allen herzlich für ihren zusätzlichen Einsatz und hoffe, dass wir diesen Kreis bei Bedarf erweitern können.
Besonders erwähnen möchte ich unser Werkstatt-Team Bob Martin und Klaus Ahrens. Die Arbeit an unseren Booten wird immer beschwerlicher. Der Grund liegt teilweise im überalterten und sehr strapazierten Bootsmaterial, andererseits aber leider auch in der oft nicht fachgerechten Handhabung und Pflege. Bob und Klaus investieren viel Zeit, um nach Kräften Schäden zu beheben. Sie lassen sich immer etwas einfallen, finden einen Ausweg, auch dann, wenn es fast aussichtslos ist, ein Boot wieder flott zu bekommen. Dafür danken wir euch. Bemerkenswert ist, dass Bob und Klaus seit über 16 Jahren im Dienste der Boote stehen. Wir können einiges zu ihrer Unterstützung tun, indem wir die Boote nicht einfach als "totes" Material abtun, sondern als empfindliches Sportgut betrachten und behutsam - fachmännisch - damit umgehen. Hilfreich ist das intensive Lesen der kleinen Technik- und Bootskunde, die als Serie in unserem Clubschlüssel zu finden ist und die Teilnahme an den praktischen Technikschulungen für jedermann und -frau im Bootshaus.
1999 übernahm Ingo Fechtmann den Posten des Organisationsleiters. Die Mitgliederverwaltung wird von Ingo mit großer Sorgfalt und Kompetenz geführt:
Im Jahr 1999 wurden 33 Mitglieder aufgenommen. Demgegenüber stehen 31 Austritte. Die Mitgliederzahl beläuft sich mit Stand vom 31.12.1999 auf 313. Dieser Bestand setzt sich zusammen aus 255 aktiven Mitgliedern im Alter ab 7 Jahren, (179 männlich, 76 weiblich) und 58 passiven Mitgliedern im Alter ab 19 Jahren, (33 männlich, 25 weiblich). Dazu kommen Ruderinnen und Ruderer der Betriebssportgruppen Deutsche Bank, Bremer Bank und ÜNH.
Ich komme nun zu den Berichten der einzelnen Ressorts bzw. Abteilungen.
1) Jahresbericht Sport
A) Die Kilometerstatistik weist eine Gesamtzahl von 65.284 km aus. Diese Kilometer sind durch 4.554 Fahrten errudert worden. (Im Vergleich zu 1998 - 56.753 km bei 3.636 Fahrten). Der Anteil der Damen beträgt bei 1.825 Fahrten 25.724 km, die Herren haben mit 2.168 Fahrten 32.923 km gerudert. Die Differenz dieser genannten Zahlen zu den tatsächlich geruderten Kilometern bzw. Anzahl der Fahrten entsteht auf Grund der Eintragungen von Gästen, der Ruderausbildung und durch Falscheintragungen. Diese Fahrten können nachträglich nicht nach Geschlecht zugeordnet werden.
Die Kilometerpreise erhalten für 1999:
1) Kinder bis einschließlich 14 Jahre (Jahrg. 85 und jünger) Stiene Riemer (Jg. 85) - 92 Fahrten - 839 km (Platz 10)
2) Juniorinnen von 15 - 17 Jahren (Jg. 84 - 82) Katharina Frantzen (Jg. 82) - 76 Fahrten - 1.149 km (Platz 5)
3) Junioren von 15 - 17 Jahren (Jg. 84 - 82) Jens Grosse (Jg. 84) - 9 Fahrten - 115 km
4) Frauen ab 18 Jahren (Jg. 81 und älter) Training: Bothilde Meyer-Richtering - 169 Fahrten - 3.059 km (Platz 1)
Allgemein: Gisela Temme - 57 Fahrten - 1.574 km (Platz 3)
5)Männer ab 18 Jahren (Jg. 81 und älter)
Training: Hermann Meyer-Richtering - 94 Fahrten - 2.381 km (Platz 2)
Allgemein: Jens Georg Thilo-Pfeiffer - 71 Fahrten - 2.148 km (Platz 3)
6) Altherren ab 60 Jahren Friedrich Koop - 235 Fahrten - 2.397 km (Platz 1)
Friedo Koop hat im Gegensatz zum Vorjahr die Kilometer-Zahl um 650 gesteigert. Er erreichte somit Platz 1 der Gesamt-Kilometer der Männer. (16 km mehr als Hermann Meyer-Richtering).
Die eben genannten Ruderkameradinnen und Ruderkameraden bitte ich zu mir zu kommen. Als Anerkennung für diese Kilometerleistung erhaltet ihr den Whisky-Becher.
B) Breitensport
Gisela Temme berichtet:
Der Saisonauftakt war das Anrudern im März, zum ersten Mal gemeinsam mit allen stadtbremischen Vereinen. Hansa war sehr gut vertreten mit fast 30 Ruderinnen und Ruderern. Gemeinsames fröhliches Mittagessen gab es in Hasenbüren. Wir legten im kleinen Hafen dort an Pontons an. Auf dem Rückweg, beim Einsteigen, wollte ein Hanseat (Friedo) unbedingt die Wasserqualität im Hafen testen: Es war porentief nass.
Der Ruderkurs 99 war sehr gut besucht. Mit 19 TeilnehmerInnen platzte er aus allen Nähten. Es musste in zwei Schichten auf der Weser gerudert bzw. ausgebildet werden. Es hat allen Ruderneulingen viel Vergnügen und einen guten Einblick in unseren Sport gebracht. Die Abschlussfahrt auf der Hamme war bis auf das Wetter ein voller Erfolg. Vielen Dank für die Unterstützung des Ruderkurses, besonders Silke Derlien und Andreas Möller. Leider sind nur wenige auf Dauer Mitglied geworden ("War prima, aber ... nur mal reinschnuppern,....bleibe doch weiterhin bei meinem Xyz-Sport,... gehe weiterhin ins Fitnessstudio, da mir beides zu teuer ....").
Zum ersten Mal setzten wir einen Betreuer für die fortgeschrittenen Anfänger ein, Alexander Schock. Er betreute die Ruderinnen und Ruderer einmal die Woche (siehe sein Bericht unten).
Die Technikausbildung der Fortgeschrittenen liegt noch im Argen. Veränderungen für 2000 sind angedacht, in Planung und notwendig. Die freigegebenen Rennboote wurden leider kaum genutzt - schade!
Diverse Rallyes (Teufelsmoor, Wesermarathon, Ostemarathon,) wurden von alten und jüngeren Hanseaten besucht. Die Schinderei machte allen Beteiligten wieder Spaß!
Die abendliche Bratkartoffelfahrt war wieder ausgezeichnet besucht ( ca. 30).
Die unermüdliche Donnerstag-Mittaggruppe war rund ums Jahr auf dem Wasser zu sehen. Frei vereinbarte Tagesfahrten, z.B. ab Vegesack zum Picknick weserabwärts bis zum Harrier Sand fanden statt oder auch kürzere oder längere Touren, die nicht alle am Schwarzen Brett auftauchten.
Zum Hansa-Freimarktsrudern gab es reichlich Glühwein und Berliner bei guter Beteiligung der Damen und sehr mäßiger der Herren. Das Jahresabschlussrudern scheint sich erfreulich gut zu etablieren.
In Sachen Breitensport berichtet Alexander Schock ergänzend: Vor Beginn habe ich die Anfänger der letzten beiden Jahre angeschrieben und eingeladen. Es waren etwa 35 Mitglieder. Zum ersten Termin waren lediglich zwei Teilnehmer gekommen. Doch bereits zum zweiten Termin kamen vier Teilnehmer. Über die Saison bekam ich mindestens immer einen Vierer voll. Insgesamt waren wir eine Gemeinde von ca. 12 Mitgliedern. Ich habe über die Saison versucht, die vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu bewerten und dann zu verbessern. Im Vordergrund stand dabei das Rudern im Vierer. An schönen Tagen bin ich einige Male zum Werdersee rübergegangen und habe die Teilnehmer mit dem Einer aufs Wasser geschickt. Zusätzlich zur Technik habe ich den Teilnehmern grundlegende Schifffahrtsregeln vermittelt. Weiterhin haben die Teilnehmer gesteuert und die Steuermannskommandos erlernt.
C) Wanderrudern
Der Wanderruderwart Martin Soltau berichtet:
Im Jahr 1999 sind von den "HANSA"- Ruderern und Ruderinnen 18.722 Wanderruderkilometer auf 55 Wanderfahrten gerudert worden. Neben Fahrten auf den "heimischen Gewässern" (Torfkanal, Hamme, Wümme, Lesum) fanden auch Wanderfahrten auf u.a. Elbe, Rhein, Schlei, Saale statt. Im Ausland wurde u.a. in Portugal und Irland gerudert. Auch an DRV-Wettbewerben wurde wieder teilgenommen: Teufelsmoor-Rallye, Weser-Marathon, Weser-Bergland-Rallye. Wanderfahrten mit Jugendlichen fanden dieses Jahr nicht statt.
Nicht nur die "HANSA"-Aktiven waren unterwegs, sondern auch andere Vereine fanden den Weg zu "HANSA" und übernachteten im Bootshaus.
Ähnlich wie im vorigen Jahr haben auch dieses Jahr wieder 16 Ruderer bzw. Ruderinnen die Bedingungen für das Wanderfahrtenabzeichen erfüllt. Das Fahrtenabzeichen in Gold erhalten Günther Bussenius (10-maliges Erfüllen) und Ursula Schüßler (5-maliges Erfüllen).
Drei Hanseaten haben zum ersten Mal die Bedingungen erfüllt: Hagen Kunze, Heinz Meyer und Wilfried Strehlau.
Des Weiteren haben zum wiederholten Mal Doris Hartung, Peter Kloss, Friedrich Koop, Günther Kupplich, Bothilde und Hermann Meyer-Richtering, Elke Siemssen, Gisela Temme, Margita Voswinkel, Inge Werk und Jens Thilo-Pfeiffer die Bedingungen erfüllt.
Die Jugendlichen hatten an diesem Wettbewerb nicht teilgenommen.
Den Steuerleute- und Bootsobleutelehrgang haben erfolgreich bestanden: Wiebke Knoll, Alexander Möller, Jan-Michael Müller und Lars Thoben. Allen erfolgreichen Teilnehmern gratuliere ich recht herzlich. Die Rettungswesten sind TÜV-geprüft worden und stehen den Ruderern und Ruderinnen zur Verfügung.
D) Rennrudern
Der Trainingsleiter Jochen Heck gibt folgenden Bericht der Trainingsabteilung für 1999 ab:
Die Regattasaison 1999 war geprägt von den Auswirkungen des Trainerwechsels im Herbst 1998 und einem damit verbundenen Neuaufbau der Trainingsabteilung. So starteten aus dem Trainingsjahrgang 1998 ( außer der extern im Bundesstützpunkt Potsdam trainierenden Christiane Will sowie den "autarken" Masters-Ruderern und -Ruderinnen) nur noch Simon Petereit und Joss Mohr - jeweils in Renngemeinschaft mit dem Vegesacker RV - sowie Katharina Frantzen, Katja Waehnert und Stephan Gutwinski im Junior-A-Bereich für die Hansa.
Auf Grund der guten Platzierungen in 1998 wollte sich Anja Mühlenbruch in 1999 trotz ihres Schulaufenthaltes in England für die Juniorinnen-Nationalmannschaft qualifizieren. Auf den DRV-Leistungstests Anfang 1999 konnte sie - wohl auch situationsbedingt - das geforderte Leistungsniveau nicht erreichen. So ruderte sie in 1999 - ebenso wie der die gleiche Schule besuchende Hansa-Ruderer Martin Gutwinski - sehr erfolgreich auf diversen offenen und Schüler-Regatten für ihre Schule in Wycliffe/GB.
Die B-Juniorinnen Vanessa Kuhlmann, Nina Pukallus, Wiebke Knoll, Svenja Börchers und Stfr. Alena Küntzel ruderten in 1999 ihre erste Regattasaison.
Im Herbst starteten vier Mädchen und fünf Jungen der Jahrgänge 1985 und jünger unter der Leitung ihrer Betreuer Oliver Hahn und Britta Möhlheinrich auf inoffiziellen Kurzstrecken-Regatten in Bremen und Verden.
Bedingt durch das Staatsexamen sowie durch gesundheitliche Probleme verlief die abgelaufene Saison für Christiane Will nicht so erfolgreich wie im Vorjahr. Bei den Testregatten des DRV in Berlin, Duisburg und Essen konnte sie keine vorderen Ränge errudern und auch der dritte Platz im Frauen-Einer auf der DM in Köln reichte nicht für eine erneute Nominierung für die DRV-Frauen-Nationalmannschaft. Ihr großes Ziel, die Olympiade im September 2000 in Sydney, hat Christiane jedoch nicht aus den Augen verloren. Nach der DRV-Terminplanung für Olympia 2000 stehen für sie diverse Trainingslager und Leistungstests an.
Die A- und B-Junioren und Juniorinnen gingen in 1999 in Münster, Bremen, Köln, Otterndorf und Segeberg an den Start und errangen neben einigen mehr oder weniger guten Platzierungen insgesamt elf Siege. Auf der DJM in München erreichte Simon Petereit in Renngemeinschaft einen beachtlichen zweiten Platz im Junior-A-Achter sowie einen vierten Platz im Junior-A-Zweier ohne mit seinem Partner Matthias Reimann vom VRV. Im Junior-A-Vierer ohne errang Joss Mohr in Renngemeinschaft mit dem RC Tegel und dem VRV einen fünften Platz.
Unsere "Oldies but Masters" Bothi und Hermann Meyer-Richtering sowie Elke Siemßen ruderten in Berlin-Grünau, Bernkastel, Lüttich (Ruder-Marathon) und Dresden und errangen dabei insgesamt Renngemeinschaftssiege.
Ein erklärtes Saisonziel der beiden Trainer Wolfgang Kiupel und Guido Minkewitz konnten sie in 1999 trotz großer Bemühungen leider noch nicht verwirklichen, nämlich den personellen Grundstock für ein geplantes Junior-B-Achter-Projekt zu legen. So wird sich der eingangs erwähnte Umbruch in der Trainingsabteilung auch in der kommenden Trainingssaison noch fortsetzen.
Zum Jahresende musste Guido Minkewitz aus beruflichen Gründen seine Trainertätigkeit weitgehend einstellen. Für ihn wird ab Januar 2000 neben Wolfgang Kiupel dann Andreas Liesenhoff (ebenfalls vom VRV kommend) das Training leiten.
2) Boote und Material
Andreas Vaupel als Hauswart berichtet:
Mit Unterstützung von Mitgliedern durch Spenden und Rücklagen werden nach nunmehr 10 Jahren ("All to Hoop" 1990) zwei neue Boote angeschafft:
- 1 Doppelfünfer o. - vierer mit Steuermann
- 1 Doppeldreier o. - zweier mit Steuermann
für den allgemeinen und Wanderbertrieb. Dank an dieser Stelle nochmals an die Spender. Eventuell Taufe zum Gründungstag 13. Mai 2000. Ich hoffe, dass durch diese Maßnahme die Werkstatt etwas entlastet wird.
Besonderen Dank an dieser Stelle an Bob und Klaus, die für uns unbezahlbar sind. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass die Werkstatt in der Regel donnerstags immer besetzt ist und somit Kleinigkeiten sofort erledigt werden können. Langjährige Mitglieder sollten mit gutem Beispiel vorangehen.
Der Arbeitsdienst wurde überwiegend geleistet - bis auf wenige Ausnahmen und Ausreden. Es wäre jedoch nach wie vor wünschenswert, sich rechtzeitig anzumelden, damit wir planen können.
Zum Abschluss muss man aber noch John Thoms erwähnen, der sich um den Anleger gekümmert hat, sonst hätten wir wohl 2000 ganz schlecht rudern können. Die Organisation hätte nicht besser sein können.
3) Haus
Unser Hauswart Karlheinz Gloede gab folgenden Bericht über das Jahr 1999 ab:
Allgemeine Arbeiten:
In den Arbeitsdiensten des Winterhalbjahres 1998/99 wurden noch diverse Arbeiten, die im Zusammenhang mit der regen Bautätigkeit im Sommerhalbjahr 1998 standen, durchgeführt.
Im neu gestalteten Eingangsbereich wurde das Clubzeichen mit Skull und Beleuchtung angebracht, die Pflasterung des Bootshallenvorplatzes sowie im Bereich der Remise mit Sand zur besseren Stabilität eingeschlämmt. Der alte Sammelplatz für pflanzliche Abfälle im Bereich der Garage wurde entfernt und ein neuer Sammelplatz hinter der Werkstatt angelegt.
Im Sommer musste eine Woche der Weg zum Anleger gesperrt werden, da durch einen Sturm von der alten Weide ein tonnenschwerer Ast abbrach. Das Gartenbauamt stellte daraufhin fest, dass der Baum total morsch ist. Er wurde daraufhin vom Gartenbauamt gefällt.
Ansonsten wurden in den letzten Arbeitsdiensten des Jahres 99 die immer wiederkehrenden Routinearbeiten durchgeführt, u.a. Laub harken, Bootshalle aufräumen, Terrassenüberdachung abbauen, Dachrinnen der Gebäude von Laub reinigen, Eingangsbereich streichen.
Ruderboot-Anleger
Im Rahmen von Bauarbeiten der Stadtwerke in 1996 konnten die Sandaufspülungen unterhalb des Anlegers (ca. 2.400 m³) kostengünstig entfernt werden.
Ende 1998 lag der Anleger bereits wieder auf einer Sandbank auf. Dieser Zustand verschlimmerte sich bis Mitte 1999 so stark, dass bei Niedrigwasser Boote nicht mehr zu Wasser gebracht werden konnten. Ein Arbeitskreis um John Thoms nahm sich der Aufgabe an, den Anleger wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen. In diversen Arbeitsdiensten wurde der Anleger ab dem 21.09.99 wieder in einen gebrauchsfertigen Zustand gebracht. U.a. wurde der Belag des Anlegers und der Brücke entfernt und gestrichen, der Anleger mit Hilfe eines Schleppers des Segelvereines in den Hafen der DGzRS geschleppt und dort für den Zeitraum von zwei Wochen zwischengelagert. Ein holländisches Unternehmen entfernte zwischenzeitlich die Sandablagerungen (ca. 1000 m³). Die gesamte Aktion endete am 10.10.99 mit dem Austausch der alten Anleger-Halteseile gegen neue.
Küche
Im Rahmen der Installation der neuen Heizung 98 wurde die Küche mit einer Gasversorgung ausgerüstet und im Frühjahr der alte E-Herd gegen einen neuen Gasherd und eine Kippbratpfanne ausgetauscht.
Hantelraum
Mitte Dezember 99 wurde mit dem Umbau des Hantelraumes begonnen, der zurzeit noch andauert.
4) Abteilungen
A) Jahresbericht der Damenabteilung
1. Allgemeines Rudern im Club
Dank des herrlichen Wetters ab Juli wurde in diesem Jahr besonders eifrig gerudert. Eine kleine Gruppe, die es sich leisten kann, ging jeden Montag und Donnerstag schon mittags aufs Wasser, andere ruderten dienstags am frühen Morgen, am frühen oder am späten Abend, ebenso wurde am Donnerstagabend und am Sonntagvormittag eifrig gerudert.
Dabei begannen wir Frauen die Saison 99 bereits am 6.1., um die Eiswette vom Wasser aus zu erleben, und beendeten sie am 31.12. mit einer lebhaften Beteiligung am Jahrtausend-End-Rudern. Dazwischen lag das Adventsrudern mit insgesamt 27 Ruderinnen aus Osterholz-Scharmbeck, Vegesack, von 1882 , Post SV und "Hansa".
2. Wanderfahrten
Die Damenbarkenfahrt fand auf dem Bodensee statt. Diesmal war das Hochwasser vor unserer Tour, so dass wir die Sandsäcke und Wasserschäden in den Orten noch sehen, aber selbst nur bei Sonnenschein in der Barke, im Vierer und Zweier rudern konnten. Weitere Wanderfahrten mit der Beteiligung von Hansaruderinnen fanden u.a. auf der Schlei, der Saale und Unstrut, den Schweriner Seen, der Elbe, der Gudena, in der Algarve und natürlich auf der Weser, Lesum, Hamme, Wümme und Ochtum statt. Sechs Damen schafften das Fahrtenabzeichen.
3. Regatten
Auch im Rennboot trainierten wir Frauen in diesem Jahr sehr regelmäßig. Ines Detken und Maike Zimmer starteten zwar auf keiner Regatta, saßen aber jeden Dienstag und Donnerstag mit im Boot. Christiane Will gewann im Einer die Bronzemedaille auf den deutschen Meisterschaften in Köln. Janet Rethemeier siegte im Einer auf den Regatten in Verden und Bremen. Bothi Meyer-Richtering startete im Vierer auf Regatten in Köln und Grünau mit Elke Siemßen, in Bernkastel und Amsterdam mit Kerstin Mocha und in Lüttich im Zweier mit ihrem Hermann. Dabei gab es in Grünau (2. German Masters Open) und an der Mosel (Moselpokal) erste Plätze, bei den anderen Regatten gute Platzierungen vor und hinter bedeutend jüngeren Gegnerinnen (s. Clubschlüssel 4/99 und 6/99). Außerdem steuerte Bothi diverse Herrenmannschaften zum Siegersteg.
4. Ruderkurs
19 TeilnehmerInnen saßen in diesem Jahr mit Gisela Temme und Silke Derlin in den Anfängerbooten. Den mitrudernden Hilfen im Boot sagen wir hier ein herzliches Dankeschön. Hoffentlich finden sich im nächsten Jahr auch wieder genügend Freiwillige für unsere AnfängerInnen. Sechs neue Mitglieder können wir nun im Verein begrüßen.
5. Treffen ohne Rudern
Im März trafen wir uns im TIK. Enge, Hitze und viel Spaß hatten wir bei Chansons über bzw. aus Berlin, Wien und New York. Im Mai gab es die traditionelle Maibowle (dank Klaas Schüßler traf die Waldmeisteressenz noch pünktlich ein). Im Juli besuchten wir die Freilichtbühne Lilienthal und sahen Goethes Faust. Im September wateten wir wieder eifrig durchs Watt. Dornis Pläne führten uns dieses Jahr nach Baltrum. Im November wurden wir von Dr. Geiß in die chinesische Medizin eingeführt. Im Dezember gab es natürlich die traditionelle Feuerzangenbowle mit reger Beteiligung. Für das Jahr 2000 hoffen wir auf eine schöne sonnige Saison mit vielen gemeinsamen Rudererlebnissen und großen fröhlichen Après-Ruderrunden im Club.
B) Jahresbericht der Altherrenabteilung
John Thoms gab folgenden Bericht über den Ablauf 1999 ab:
Die Aktivitäten begannen im Jahr 1999 mit der alljährlichen
Versammlung der Altherren am 21.01.1999. Diese fand traditionsgemäß im Rahmen eines zünftigen Schlachtessens statt. 32 Altherren und Gäste konnte John Thoms an diesem Abend begrüßen. Neben dem routinemäßigen Versammlungsablauf kam natürlich der gesellige Teil nicht zu kurz. Der Abend war von außerordentlicher Fröhlichkeit und Spendenbereitschaft geprägt.
Viele Altherren nahmen regelmäßig am Winter- und Ausgleichstraining teil. Eine weitere Gruppe traf sich zu wöchentlichen Saunabesuchen. So verging rasch die Zeit bis zum Frühjahr. Der frühe Anrudertermin im März und dazu noch als Tagesfahrt von unserer Ruderwartin ausgeschrieben, fand nicht den gewünschten Anklang. Kurz nach Saisonbeginn trafen sich dann wieder die Dienstagsmorgenruderer und nahmen ihr beliebtes Frühstücksrudern auf. Zur gewohnten Runde trafen sich die Senioren zum Montagsrudern und gemeinsamen Mittagessen, wobei die Zocker anschließend Skat spielten.
Das Achterrudern an den Donnerstagen machte allen Beteiligten viel Spaß. Leider gab es bei der Platzverteilung mitunter Probleme und so musste der eine oder andere auf die Vierermannschaft ausweichen. Festzustellen bleibt, dass das Riemenrudern offenbar nur noch von den Altherren ausgeübt wird.
Der Bockbierabend im Mai verlockte vorher nicht nur zum Rudern, sondern auch anschließend zu einer netten geselligen Runde, auf der es feucht-fröhlich zuging. Überhaupt tat der herrlicher Sommer ein Übriges und ließ unsere Ruderabende auf dem Wasser zu besonderen Erlebnissen werden. Bei einem Grillabend im Juni stärkten sich die Altherren nach dem Rudern am Grillbuffet.
An der von John Thoms organisierten Bratkartoffelfahrt nahmen außer den Altherren auch viele andere Clubmitglieder teil. Die Tour führte bei gutem Wetter wieder zum Hasenbürener Yachthafen. Dort gab es leckere Bratkartoffeln und Friedo Koop hatte zur Unterhaltung einen Akkordeonspieler engagiert. Die Rückfahrt gegen die Strömung gestaltete sich etwas schwieriger. Jedoch erreichten alle den sicheren Hafen unseres Bootshauses.
Auch der von John ausgerichtete Ruderbrunch an einem wunderschönen Sonntagvormittag im Juli war ein gelungener Tag. Gemeinsam mit unseren Frauen trafen wir uns bei herrlichem Wetter zum Rudern. Anschließend hatte Herr Erbel ein leckeres Brunchbuffet mit allem Drum und Dran vorbereitet.
Die jungen und alten Barkenbrüder haben wieder einmal erlebnisreiche Rudertouren im In- und Ausland hinter sich gebracht. Während die jungen Barkenbrüder einen neuen Streckenabschnitt auf dem Shannon in Irland erkundeten, ruderten die alten Barkenbrüder den Necker hinunter. Die Teilnehmer beider Fahrten berichteten von erlebnisreichen Tagen. Die Planungen für die Barkenfahrten im Jahr 2000 laufen auf Hochtouren.
Zum Saisonausklang führten wir wieder unser traditionelles Freimarktsrudern bei Glühweinpunsch mit netten Kleinigkeiten durch. Beim anschließenden Abendessen gab es leckeren Räucheraal und wir verbrachten wieder einen schönen Abend in geselliger Runde.
In Gedenken an unsere verstorbenen Clubmitglieder trafen wir uns am Totensonntag mit einer kleinen Schar zur Kranzniederlegung.
Ab November begann das winterliche Ausgleichstraining. Weihnachten stand vor der Tür und so trafen wir uns vorher noch einmal zu einem außerordentlich gut besuchten Adventsstammtischabend, auf dem es zeitweise hoch herging.
Zum Jahresende haben wir uns dann wieder zu unserer traditionellen Feuerzangenbowle getroffen, an der viele Altherren teilnahmen. Es war eine besondere Feuerzangenbowle, die Millenium-Feuerzangenbowle, deren Teilnehmer mit einer persönlichen Urkunde gewürdigt wurden.
Ich habe, soweit dies möglich war, die Interessen der Altherren und des Clubs einvernehmlich auf den Vorstandssitzungen vertreten. Alle Geburtstagsjubilare in unserem Kreis erhielten entsprechende Glückwünsche und den obligatorischen Blumenstrauß. Unsere monatlichen Stammtischtreffs waren durchweg gut besucht.
Das war das Jahr 1999 mit einem wunderschönen Sommer, der leider wieder einmal viel zu schnell vorüberging. Ich bin der Meinung, dass wir alle miteinander viele sportliche und gesellige Stunden hier in der HANSA verbracht haben. Ihr habt alle toll mitgemacht und so freuen wir uns gemeinsam auf die Rudersaison 2000.
C) Jahresbericht der Jugendabteilung
Sebastian Behnken berichtet:Die Kindergruppe um Oliver Hahn und Britta Möhlheinrich startete mit sieben Kindern in die Saison. Den letzten Schliff gab es in den Osterferien während eines mit dem Ruderverein von 1882 durchgeführten Trainingslagers in Oldenburg. Ein Ergo-Contest in Oldenburg rundete die Vorbereitung ab. Es wurden Regatten in Bremen und Otterndorf besucht. Siege und zweite Plätze gab es durch Alexander und Lars im Einer und Stiene und Svenja im Zweier auf 300 m-, 500 m- und Langstrecken und im Slalom-Rennen. Ab den Sommerferien veränderte sich dann das Gesicht der Kindergruppe. Stiene und Lars wechselten zu den Junioren, einige Kinder verließen wegen Umzugs aus Bremen die HANSA, neue Gesichter tauchten auf und wurden in die Gruppe integriert. Auf Grund seines Studiums trat Oliver Hahn bei der Betreuung der Gruppe kürzer, die Kinder wurden ab dem Zeitpunkt von Britta, Michael Graf-Janke und Sebastian Behnken betreut. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Oliver für seine tolle Arbeit mit den Kindern für die HANSA.
Das Boot "Zocker" mit der Besetzung Nina, Wiebke, Svenja, Vanessa und der Steuerfrau Alena startete in Otterndorf, Bad Segeberg und Verden. In Bad Segeberg wurde der erste Sieg eingefahren. Auf allen drei Regatten starteten die vier auch in Doppelzweiern in den Kombinationen Nina/Wiebke und Svenja/Vanessa. In Verden starteten Karl und Lars im Einer im Junior-A- und Junior-B-Bereich. Die A-Junioren Katja, Katharina, Simon und Joss fuhren diese Saison ebenfalls für die HANSA. Die Erlebnisse und Ergebnisse entnehmt bitte den besser informierenden Clubschlüssel-Ausgaben. Die Bremer Meisterschaft zeigte dann einen Großteil der Gesichter, die auch ins Wintertraining für die Saison 2000 gegangen sind. Stiene und Sonja wurden im Doppel-Zweier (Juniorinnen-B) Bremer Meister. Außerdem am Start waren ein Junior-B-Doppel-Vierer mit Lars, Karl, Josef und Bastian, ein Juniorinnen-B-Doppel-Vierer mit Anja, Sonja, Stiene und Bettina und der bekannte "Zocker"-Vierer. Am Ende der Saison vergrößerte sich dann der Kern der Gruppe um weitere Jugendliche. Zum attraktiven Rahmenprogramm für 1999 gehörten ein Besuch des Bremer 6-Tage-Rennens, das Jugendseminar in Lastrup (LRV), ein LRV-Ruderwochenende in Bremen mit Zelten und Grillen, ein Freimarktsbesuch mit anschließendem Übernachten im Ruder-Club und ein Weihnachtsrudern im Achter auf der Weser mit Wunsch-Punsch, Keksen und Weihnachtsmann-Mütze.
5) Clubschlüssel
Der Clubschlüssel ist unser offizielles Organ für die Mitglieder, insbesondere für die, die auf Grund des fernen Wohnortes nicht unmittelbar am Clubgeschehen teilnehmen können. Der Clubschlüssel erreicht alle Mitglieder im In- und Ausland. Der weiteste Versand ist Dallas/Texas.
Auch 1999 erschien der Clubschlüssel sechsmal. Verantwortlich für den pünktlichen Versand und den Inhalt ist unsere langbewährte Gruppe Sigrid Martin, Elke Thoms, Kathleen Behnken, Olaf Köhn und Ingo Fechtmann. Sie sorgen für den reibungslosen und pünktlichen Ablauf. Für die Aktualität können wir die Redakteure und Redakteurinnen nicht verantwortlich machen. Sie sind auf unsere Informationen angewiesen. Berichte aus der Mitgliedschaft über einzelne Aktivitäten aus dem sportlichen Bereich oder aus geselligen Begebenheiten sind Grundlage für eine unterhaltsame, informative Clubzeitung
Wir sind dem Clubschlüssel-Team zu großem Dank verpflichtet und hoffen, dass es uns auch für die nächsten Jahre den Clubschlüssel beschert.
Zu unserer Information teilt Olaf Köhn aus der Redaktion Folgendes mit:
Der Clubschlüssel dient nicht als Medium zur Ankündigung von Terminen. Berichte aus einzelnen Abteilungen, vor allem aus dem Training , fließen nur spärlich. Sehr bedenklich ist die Anzeigensituation. Zum Jahresende 1999 zogen zwei Inserenten den Auftrag zurück.
Erfreulich zu vermelden ist, dass der Clubschlüssel seit 1999 im Internet zu lesen ist.
6) Geselligkeit
1999 fanden die geselligen Veranstaltungen im umfangreichen Rahmen statt. Dazu zählen als feste Einrichtungen die Kohlfahrt, die Trainingsverpflichtung, das Osterfeuer, der Gründungstag der "Hansa" mit der Jubilarehrung, das Sommerfest, die Siegerehrung und die Silvesterfeier, die Kaffeetafel sonntags.
Zum festen Bestandteil der Zusammenkunft zählt ebenfalls die Kranzniederlegung zu Ehren unserer Verstorbenen am Totensonntag.
Der gesellschaftliche Höhepunkt findet alljährlich am zweiten Sonnabend im November im Kuppelsaal des Parkhotels statt. Unseren beiden langjährigen Veranstalterinnen Stefanie Dodenhoff und Sabine Kallmeyer danken wir für ihre hervorragende Organisation, für die gelungene Durchführung und den Überraschungsprogrammpunkt.
Erstmalig 1999 fand im April das "Ehemaligen-Treffen" statt. Unter der Federführung von Peter Kloss mit Unterstützung durch Anneliese Ahrens trafen sich an diesem Wochenende viele ehemalige Mitglieder, aber auch Mitglieder, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr am Ruderleben teilnehmen, im Bootshaus an der Werderstraße. Es war ein ereignisreiches Wochenende, welches in Abständen wiederholt werden sollte.
Wir danken den Ausrichtern für die Idee und Ausführung.
Neben diesen genannten Veranstaltungen fanden in den einzelnen Abteilungen zahlreiche gesellige Zusammenkünfte statt. (Ich verweise auf die Berichte der Abteilungen.)
Liebe Ruderkameradinnen, liebe Ruderkameraden,
die Übersicht über das Jahr 1999 ist damit beendet. Es war wieder ein erlebnis- und ereignisreiches Jahr. Die Angebote im sportlichen und im geselligen Bereich sind vielfältig. Eine geglückte Durchführung hängt von der Nachfrage ab. Deshalb meine Bitte an alle, die Mitglieder in unserem Club sind: Nutzt diese Möglichkeiten, fragt nach, wenn Unklarheiten bestehen, zieht euch nicht zurück! Nur die Mitglieder können einen Club mit Leben füllen. Rudern ist eine Sportart, die nicht im ersten Jahr beherrscht werden kann. Sie bedarf mehr Geduld und Zeit. Aber es lohnt sich, diesen Sport zu erlernen, um letzten Endes selbstständig damit umgehen zu können.
Mein Dank geht an alle, die neugierig auf diesen Sport sind, die rudern, die sich aktiv am Clubleben beteiligen und darüber hinaus Tätigkeiten jedweder Art übernehmen.
Ebenso danke ich meinen Vorstandskollegen und -kolleginnen für die geleistete Arbeit im Jahr 1999, die für viele zwar unsichtbar bleibt, aber nicht undurchsichtig sein darf. Wir stehen Fragen und Anregungen jeder Zeit positiv gegenüber und freuen uns über Beteiligung unserer Clubmitglieder.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.