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"Hansa" (1879/83) e.V.

Rudern und Tafelfreuden

Unter diesem Motto trafen wir uns an einem wunderschönen sonnigen Julisonntagmorgen im Bootshaus. Angesagt war ein Ruderer-Brunch. Erst rudern, dann brunchen. Etwas ungewöhnlich war es schon, an so einem heiligen Sonntagmorgen ohne zu frühstücken aus dem Haus zu fahren und erst einmal kräftig zu rudern.

Es war ein Super-Sommer-Sonnentag, stahlblauer Himmel, recht warm und dazu aalglattes Wasser auf der Weser, mithin tolle Ruderverhältnisse. Ein Gig-Doppelachter mit Stm. und ein Doppel-Dreier ohne Stm. wurden zu Wasser gelassen und ab ging die Fahrt mit zügigen Schlägen weseraufwärts. Die Boote glitten auf dem glatten Wasser in schneller Fahrt nur so dahin. Schon bald erreichten wir das Weserwehr und somit die ersehnte Verschnaufpause.

Bei dem schönen Wetter lud die Weser zum Bade ein, aber keiner traute sich aus dem Boot. Wir genossen den herrlichen Sonnenschein und die Pause fiel etwas länger als gewöhnlich aus. Ein Blick auf die Uhr erinnerte uns an den bevorstehenden Brunch. Nun packte uns doch noch einmal der Ehrgeiz und mit langen kräftigen Schlägen ruderten wir zurück zum Bootshaus. Inzwischen knurrte uns auch schon der Magen. Wir hatten mächtigen Appetit und waren gespannt auf das, was uns zum Brunch geboten werden sollte.

Wir, das waren die Ehepaare Borrmann, Behnken, Kollmann, Colby, Thoms, Werk sowie H. Holzmann und I. Fechtmann.

Unser Clubwirt Herr Erbel hatte auf der Terrasse eine nette Tischrunde vorbereitet und im Clubraum zur Überraschung aller Teilnehmer ein tolles rustikales kalt-warmes Buffet angerichtet. Nun gab es kein Halten mehr. Mit Heißhunger machten wir uns über die leckeren Sachen her. Herr Erbel hatte an alles gedacht. Kaffee, Orangensaft, Sekt, Milch, Brötchen, verschiedene Brotsorten, Butter, Aufschnitt, Marmeladen, Quark, Müsli, Fischspezialitäten, Spiegeleier, Rühreier mit Speck - frisch am Buffet zubereitet -, Bratkartoffeln, warmer Braten, Gemüse, Nachtisch, von allem reichlich.

Wir haben so richtig nach Herzenslust in aller Ruhe und Gemütlichkeit geschmaust.

Es war ein wunderbarer Tag und erst am frühen Nachmittag, nachdem wir auch noch das Thema "Anleger" eingehend diskutiert und eine Besichtigung der Anlegeranlage bei Ebbe vorgenommen hatten, verabschiedeten wir uns voneinander, natürlich mit dem Versprechen, den Sonntagsbrunch im nächsten Jahr zu wiederholen.

Für das vielseitige und schmackhafte kulinarische Angebot sagen wir Herrn Erbel nachträglich nochmals unseren verbindlichsten Dank.

John Thoms

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