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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Freud und Leid der Mastersruderinnen
Nach den Erfolgen 1997 und 1998 wollten wir - Bothi und ich - auch 1999 den BRC "HANSA" auf Masters-Regatten vertreten. Doch vor dem Rennen kommt das Training und zum Training braucht man ein Boot.
Wer die Berichte über Masters-Regatten im Rudersport regelmäßig liest, weiß, dass das Niveau recht hoch ist und man ohne gutes Bootsmaterial keine Chancen hat.
So baten wir unseren Verein, uns die "Fair Play" zu geben, ein gelbes Empacher-Boot, das schon seit vielen Jahren unbenutzt in der Halle liegt. Kriegten wir aber nicht, sondern "Ottjen Alldag", ein schönes, aber schweres Holzboot.
Aber es gibt ja liebe Nachbarn! Beim Training auf dem Werdersee sah ein Ruderer vom Post SV unser schweres Boot mit uns Leichtgewichten an Bord und bot uns gleich spontan ihren leichten gelben Empacher-Vierer an! So hatten wir nun endlich ein Boot, das unserem Gewicht - im Durchschnitt 55 kg - entsprach.
Bothi und Hermann hatten die "HANSA" in den Zeiten davor wohl zu sehr ver- bzw. entwöhnt, wenn es um Masters-Regatten ging. Entweder fuhren sie in Renngemeinschaften in den Booten der anderen Vereine oder sie benutzten ihre eigenen privaten Boote und Skulls. So waren alle unsere Forderungen in diesem Jahr neu.
Aber zum Schluss konnten wir mit dem richtigen "Material" am 4.6. gen Köln zu den 84. Altersklassenbesten-Ermittlungen starten.
Unsere Erinnerungen an Köln werden immer mit Regen und Sturm verbunden sein. Es regnete 12 Stunden ununterbrochen, danach setzten sich stürmische Winde durch. So war das Zelten und Bootaufriggern eine "feuchte Freude".
Unser Rennen - wir fuhren in Renngemeinschaft mit Ruderinnen aus Kiel und Mainz - fand dann zu unmenschlicher Zeit am Sonntag morgens um 8.00 Uhr statt. Wir waren das einzige Boot in der Altersklasse 55 Jahre; die 4 Gegnerinnen hatten alle das Mindestdurchnittalter 43 Jahre, dazu der starke Gegenwind - für uns Leichtgewichte auch nicht besonders günstig. So waren wir sehr zufrieden, als wir die Ziellinie als 4. Boot überqueren konnten und damit eines der "jungen" Boote überholt hatten!
Als Belohnung für all diese "Strapazen" konnten wir dann ab Sonntagmittag die deutschen Meisterschaften (sie finden in den letzten Jahres zusammen mit den Masters statt) von der Tribüne aus verfolgen, unsere Christiane anfeuern und ihr zu ihrer Bronzemedaille gratulieren.