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"Hansa" (1879/83) e.V.

Anlegerbucht versandet


 
Gut gelungene Fotoaufnahmen, dokumentiert von unserem lieben Frido Koop , zeigten eine Ernst zu nehmende Gefahr auf. Unsere Anlegerbucht ist im Verlauf der Herbst-, Winter- und Frühjahrsperiode übermäßig stark versandet und zwar so stark, wie wir es bisher in so kurzer Zeit noch nicht erlebt haben. Vermutlich ist bei dem vielen Regen- und Oberwasser in den benannten Zei-ten auch viel Sand den Flusslauf hinun-tergespült worden, der sich bei entsprechenden Strömungsverhältnissen nicht nur in unserer, sondern auch ver-stärkt in den Buchten der anderen Was-sersportvereine in unserer Nach-barschaft ablagert.

Natürlich ist die Versandung der Anle-gerbucht ein alt bekanntes Problem, das letztlich mit Bordmitteln oder durch den Einsatz über Beziehungen zu zur Verfü-gung stehender Firmen gelöst wurde. Die letzte größere Versandung wurde vor drei Jahren dadurch behoben, dass eine Flussbaggerfirma Sand für die Verlegung einer Wasserleitung durch die Weser benötigte und dieser Sand nicht unweit in unserer Bucht zur Ver-fügung stand. Seinerzeit wurde eben-falls der Anleger mit einem Kostenaufwand von fast 25.000,-- DM überholt und repariert.

Wie geht es nun weiter? Wie können wir dieses Problem lösen ? Der Vorstand hat sich intensiv auf seinen Sit-zungen zu Beginn der Saison mit diesem Thema beschäftigt. John Thoms hat sich bereiterklärt, eine Experten-kommission aus kompetenten Clubmitgliedern zusammenzustellen, die eine Lagebeurteilung und entsprechende Empfehlungen für erforderliche Vorstandsentscheidungen erarbeitet.

Ende Mai fand eine Ortsbesichtigung dieser Kommission vor Ort bei tiefster Ebbe statt. Die Lage des Anlegers und der Brücke wurden begutachtet, die Mengen der angespülten Sandfelder gemessen und berechnet . Noch liegen die Brücke und der Anleger bei Ebbe auf den Sanddünen unbeschadet auf. Das Anlegen mit Booten bei tiefster Ebbe ist aber schon jetzt aus sicherheitstechnischen Gründen zu vermeiden, weil zwischen Oberkante Anlegerbelag und Wasseroberfläche ein Abstand von über 90 cm zu messen war, d. h . der Anleger liegt bei Ebbe schon recht hoch auf Sand. In dieser Situation soll der Anleger von 1882 genutzt werden. Beim Post SV ist die Anlegersituation noch gravierender.

Die Beteiligten sind sich einig, dass die Sandmengen entfernt werden müssen, weil in der kommenden Herbst-Winter-Frühjahrsperiode durchaus mit weiteren Sandablagerungen zu rechnen ist, deren Ausmaße nicht abzusehen sind, durch-aus aber zu erheblichen Schäden an unserer Anlegeranlage führen können.

Die verschiedenen Möglichkeiten wie das Ausbaggern, das Saugspülen oder aber das Wegspülen mit starken Spritz-pumpen von der Freiwilligen Feuerwehr wurden als kurzfristige Lösung disku-tiert. Bei dem Volumen der angespülten Mengen wird man jedoch kaum um das Ausbaggern oder eine professionelle Saugspülung umhin kommen.

Inwieweit durch technische Konstruk-tionen die Strömungsverhältnisse in der Anlegerbucht beeinflusst, möglicher-weise geändert werden können, um eine dauerhafte Lösung des Problems zu erreichen, darüber sind die Beratungen noch nicht abgeschlossen.

Vorstandsseitig sind vorsorglich zu-nächst erst einmal die erforderliche Genehmigung beim Wasser-und Schiff-fahrtsamt zum Sandabtrag beantragt sowie Angebote bei Flussbaggereien eingeholt worden. Wir werden berich-ten, wie es weitergeht.

John Thoms
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