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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Ruderkurs-Abschlußfahrt
Es ist Sonntag. Petrus schickt uns ein Lächeln auf die Erde. Um neun Uhr soll's losgehen. Kurz vorher, genau gesagt, um halb neun, ist noch rein gar nichts los beim Verein.
Aber dann: Nach und nach vergrößert sich das Sammelsurium knatternder Blechkisten auf dem Parkplatz vor dem Hause. Nach ausführlichem Gerede darüber, wer wo mitfährt und wohin und wann und überhaupt, koppeln wir den Anhänger an und verteilen uns auf diverse zur Verfügung stehende Autos, um uns in Richtung OHZ zu bewegen.
Unter Vogelgesang und Windesklang montieren wir die Boote zusammen. Der Gisela stehen die Haare zu Berge- ist es der Wind oder macht ihr die Aufteilung zu schaffen? Sie ist ja Lehrerin für Mathematik, sie kann zwar rechnen - und was ist mit dem Zählen?
Irgendwann begeben wir uns - schön nacheinander - auf das hübsche Flüsschen, das da Hamme heißt. Wir rudern einige Schläge und bemerken schnell, dass uns zur Komplettierung noch einige Kollegen fehlen. Nun gut, dann vergnügen wir uns vorerst mit einigen Warteschleifen auf Wasser .... Nein! Wir haben zwar keinen Schnupfen, aber langsam vom Warten die Nase voll! Die Ise geht volle Kraft voraus, mit ihrer vierköpfigen Besatzung mutiert sie immer mehr zur einsamen Spitze unserer Rudertour.
Wie schön! Wir haben die Schleuse erreicht und bereiten den allerersten Teil des gemütlichen Picknicks aus und schauen munter kauend dem allmählichen Eintrudeln der Boote zu. Der Deich verwandelt sich langsam, aber sicher in einen schräg angelegten Gabentisch mit struppig grüner Naturdecke. Die versammelten Esser werden rund und runder....
Nur einer ist heute schlecht gelaunt und sieht überhaupt nicht ein, es uns zu verbergen: Petrus zieht seine Vorhänge zu und dreht langsam den Hahn auf. Plitsch platsch - schönen Dank auch - gerade darauf hatten wir gehofft! Wir alle finden das zum Kotzen - ganz besonders aber Gisela und das finden wir sehr schade. Sie verlässt unsere Tour noch vor der Rückfahrt - gute Besserung!
Dauerhaft frisch beregnet geht's langsam zurück. Wir machen noch ein wunderbares Kakaopäuschen, wo wir uns nochmals formieren, um dann die endgültige Rückfahrt anzutreten. Wir rudern mit dem Regen um die Wette, wer gewinnt, bleibt offen. Vorbei an romantischen Weiden, Schilfen, bunten Blumen fahren wir zum Anleger des OSCH-RV. Das gemeinsame Zerlegen der Boote dauert nochmals ein Weilchen. Wir laden und sausen zurück nach Bremen.
Und nochmals schrauben.... Wer's richtig herum macht, ist klar im Vorteil.
Der Tag geht auf seinen frühen Abend zu. Wir haben eine wunderbare Reise hinter uns und unser Muskelgewebe gekräftigt. Heute können wir bestimmt alle gut schlafen.