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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Einweihung der neuen Scheibe in der Glaswand im Vorstandszimmer und Bootstaufe am 8.4.1999
Eine Rede zum Dritten. Da leider auch hier kein Artikel zu bekommen war, greifen wir zur Dokumentation dieses Ereignisses auf die Begrüßungsrede zurück, die unsere Vorsitzende Ute Kolb freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:
Liebe Christiane!
Liebe Festgäste: Herr Bernd Ziemehl, Vorsitzender des Kreissportbundes und Frau Annette,
Herr Udo Hauser, Vorsitzender des Landesruderverbandes
Herr Reinhard Hoffmann, Leiter des Sportamtes Bremen, übermittelt Grüße. Er wäre gern gekommen, ist aber durch einen Senatstermin verhindert.
Liebe Vertreter der Presse!
Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden!
Herzlich willkommen im Bootshaus zu unserer nicht alltäglichen Feier. Es gibt zwei Anlässe, die uns hier zusammengeführt haben.
Es ist so ziemlich 29 Wochen her, seit wir dich, liebe Christiane, im internen "Hansa"-Rahmen empfangen haben, um dir zu deinem Weltmeisterschafts-Titel zu gratulieren. Bei dieser Gelegenheit beschlossen die "Zocker", dir zu Ehren die Glaswand um eine Scheibe zu ergänzen – zu bereichern.
Diese Glaswand ist Ausdruck vieler sportlicher Hochleistungen auf unterschiedlichsten Meisterschaften. Eine Weltmeisterschaft ist bzw. war noch nicht dabei. Die Glaswand benennt Mitglieder, die sich in vielfältigem Einsatz Verdienste um unseren Ruder-Club erworben haben. Sie ist Zeitzeuge des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens seit Bestehen der "Hansa". Nun glänzt sie in neuer Pracht, ist grundlegend saniert worden und erinnert uns, liebe Christiane, für alle Zeit an dein hervorragendes sportliches Jahr 1998.
Die Gruppe, die uns die Feier beschert, ist bei uns unter dem Namen "Zocker" bekannt. Die überaus aktiven Herren, sieben an der Zahl (Herbert Köppe, Hugo Meyer, Fritz Tara, Gerhard Johannsen, Christian Weder, Hubert Holzmann und Manfred Colby setzten ihre Kraft nicht nur im Rudersport ein, nein, sie stellen ihr Können allwöchentlich auf anderem Gebiet unter Beweis. Dabei bemühen sie in erster Linie Kopf, Hände und Sprache. Das Sportgerät ist ein – Skatblatt. Auf diese Weise erzielen sie Erfolge, die sich zwar nicht in Wimpeln oder Trophäen zeigen, sondern vielmehr das ausmachen, was in vielen Bereichen des Lebens wichtig ist: das liebe Geld. So auch im Sport. Die Herren lassen dem Club stets besondere Dinge angedeihen, die anderenfalls gar nicht zur Durchführung kämen – hier nun für uns alle sichtbar und bleibend geworden – die Ehrenscheibe.
Wir bedanken uns herzlich für dieses Geschenk bei den sieben fleißigen. Normalerweise halten wir es so, das Objekt mit Sekt zu tränken. Das ist hierbei natürlich nicht möglich. So bitte ich euch, mit mir das Glas zu erheben auf Christiane, auf die Scheibe und auf die "Zocker" anzustoßen, denen wir diesen köstlichen Schluck zu verdanken haben.
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Wenden wir uns nun dem zweiten Anlass unserer kleinen Feier zu: Unser Täufling hat die stolzen Maße von 8 Metern, 30 Zentimetern und 14 Kilogramm Schwere. Im Gegensatz zu unserem ersten ist es ein bewegliches Objekt. Es handelt sich um das Gerät, das ein Ruderer im Allgemeinen zwingend braucht, um Sport zu treiben. Hier im Besonderen stellt es die Grundlage dar, die für Christianes Weg zur Weltmeisterschaft 1999 unentbehrlich ist. Es ist ein Boot, ein Skiff, speziell für sie gebaut, in dem Christiane das Training ableistet, um bestens für das hohe Konkurrenzniveau gerüstet zu sein. Sie hat das Boot bereits erprobt und – wie sie mir selbst sagte – ist hoch zufrieden und das Training macht ihr noch mehr Spaß – wenn das überhaupt möglich ist.
Es mag in diesem Rahmen profan klingen, ich möchte es jedoch kurz erwähnen. Ein Boot kostet Geld, auch wenn es für eine der besten Ruderinnen der Welt gebaut wurde. Die Anschaffung eines Bootes bedeutet immer einen tiefen Griff in die Kasse. Wir in unserem Club sind in der glücklichen Lage, die Fördergruppe "Rennrudern" zu haben, die für den Leistungssport, für das Training, Gelder zur Verfügung stellen kann. So konnte das Boot im Herbst 1998 in Auftrag gegeben und mit Beginn der Rudersaison 1999 von Christiane in Betrieb genommen werden.
Wir danken der Fördergruppe "Rennrudern" und all ihren Förderern, die selbstverständlich jederzeit aufgenommen werden, für diese Finanzierung.
Jedes Kind muss einen Namen haben, nicht nur das, es ist im Rudersport üblich, dass der Name durch eine Taufe besiegelt wird. So wollen wir es auch heute halten.
Unser Taufpate kommt nicht aus den Reihen der Ruderer, ist aber als KSB-Vorsitzender dennoch mit uns verbunden aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit heraus. Zudem verfügt er über entsprechende Verbindungen, um uns zu unterstützen beim Ausschöpfen weiterer finanzieller Möglichkeiten, um Christianes Leben in Bremen zu erleichtern.
Ich bitte nun Herrn Bernd Ziemehl, die Taufe vorzunehmen.
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Wir haben zwei Ereignisse erlebt, die aus unseren sonstigen Zusammenkünften herausragen, und wollen den Abend nach dem offiziellen Rahmen in Ruhe und Frohsinn, vielleicht auch Fachsimpelei ausklingen lassen. Wir sind eingeladen – auch das haben die Zocker sich nicht nehmen lassen – uns nun lukullischen Genüssen zuzuwenden.
Bevor wir uns jedoch in die allgemeine Unterhaltung begeben, bitte ich euch, mit mir auf Christiane, auf die unermüdlichen Förderer (Zocker und Förderverein), auf den Rudersport ein dreifaches Hipphipphurra auszurufen.
Ute Kolb