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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Auch Hansa hat seinen Klangbogen

Eines Tages kam ich in "meinen" Verein und sah im Eingangsbereich ungewöhnliche Buddelaktivitäten. Ich dachte: Es wird noch ein Brunnen oder eine Grube gebraucht! Aber nein, sie schütteten die Löcher wieder mit Beton zu. Dann lieferte man Unmengen von schweren Eisenrohren und -trägern an. Ich dachte: Der Bau der Anlegerbrücke für Tragbehinderte wird in Angriff genommen. Dann wurde in der Remise eine Schlosserei eingerichtet und es rauchte und funkte wie früher auf "Use Akschen". Ich dachte: Wieso wird die neue Anlegerbrücke hier gebaut und nicht am Wasser? Dann wurden drei wuchtige Rohre auf die neuen Betonflächen im Eingangsbereich geschraubt. Ich dachte: Jetzt weiß ich, was hier passiert; Hansa wird international und bekommt ihren eigenen Klangbogen. Ich überlegte schon, welche Geräuschkulisse man wählen würde. Dann bekam der "Klangbogen" eine wuchtige Stahlverbindung mit dem Dach. Ich dachte: Die Köpfe der Hansa sind viel schlauer als die der Bremer Regierung. Bei uns erfüllt der Klangbogen wenigstens noch einen guten Zweck, nämlich den, ein neues Dach für den Eingangsbereich zu tragen, im Gegensatz zu den dumm auf der Bürgerweide im Weg stehenden Stahlsäulen mit Toilettenspülgeräuschen. Jetzt ging es Schlag auf Schlag und ich brauchte nicht mehr zu denken, was es werden sollte. Die Konstruktion wurde zu einem vernünftigen Vordach ausgebaut, mit ausreichender Beleuchtung und unserem restaurierten Eingangsschild. Neue Farbe gab den letzten Schliff. Und so ist die am Anfang gewöhnungsbedürftige Konstruktion zu einem modernen, schmucken Eingang geworden. Ein Lob an alle Beteiligten, die mich so lange schmoren ließen.
PS: Als Geräuschkulisse des Hansaklangbogens dachte ich mir entweder das Rauschen des Wesersandes unter einem Ruderboot oder die Rollgeräusche eines völlig überlasteten Rollsitzes.
Ingo Fechtmann