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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Bremer Regatta
Die 92. Große Bremer Ruderregatta fand zum feststehenden Termin zweiter Sonntag im Mai auf dem Werdersee statt. Dazu schreibt Kim Koltermann (Friedrichstadt) im RUDERSPORT 9/99 (S.328):
"Der Werdersee in Bremen hat auch 1999 als Regattastandort nichts an Attraktivität eingebüßt 2500 Nennungen bei der "Großen", 1150 bei der Kinderregatta. Für 175 Vereine und Renngemeinschaften stellte die Regatta, bei der auch Rennen für den Deutschen Ruderpokal über die Strecke gingen, einen ernst zu nehmenden und wichtigen Prüfstein dar. Regattaleiter Jürgen Tolle und sein Team vom Post-Sportverein Bremen hatten aufgrund der zahlreichen Meldungen umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen, "um gerade im Startbereich einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können." Dies gelang trotz relativ starken Gegenwinds in eindrucksvoller Weise kaum Verzug, da im Startbereich stets mehrere Schiedsrichter im Einsatz waren, um die Rennen "vorzusortieren"."
Das Wetter während der Bremer Regatta ist immer für eine Überraschung gut. In den vergangenen Jahren erlebten wir die Veranstaltung bei glühender Hitze, aber auch bei Regen, Sturm und Kälte. In diesem Jahr hatte sich Petrus einen furiosen Auftakt für den Sonnabend einfallen lassen. Gut zwei Stunden vor dem ersten Rennen ging ein wahrer Wolkenbruch nieder, der Regenkleidung und Zelten einen echten Belastungstest abverlangte. Da ich es am Abend vorher versäumt hatte, mir eine PKW-Durchfahrt-Genehmigung geben zu lassen (schließlich fahre ich immer mit dem Fahrrad zur Regatta, was sollte ich also damit?), blieb mir nichts anderes übrig, als mich mitsamt meiner Torte für das Kuchenbüfett in die Fluten zu stürzen. Leider musste ich pünktlich im Regattabüro sein.... Dank Tupper kam die Torte unbeschadet ans Ziel, mein Regenzeug hat΄s aus- und abgehalten und Schuhe und Strümpfe waren bis zum Abend wieder "trockengewohnt". Petrus hatte dann aber wohl doch ein Einsehen, denn nach anfänglich noch fortdauerndem sanfteren Regen ließ er es gut sein und schloss die Schleusen.
Zu kämpfen hatten die vielen Ruderer dann häufig nur noch mit dem Wind und natürlich mit ihren Gegnern. Die Rennen folgten Schlag auf Schlag. Kleine Zwischenfälle wie Stromausfall unglaublich, was dann alles nicht mehr funktioniert! -, Motorbootschäden, unterbrochene Telefonleitungen, Karambolagen auf dem Wasser, leichtere Verletzungen, verlorengegangene Mitruderer, um nur einige zu nennen, konnten dank kompetenter Regattahelfer gemeistert werden. So gab es überwiegend zufriedene Gesichter und wenn das entsprechende Rennen auch noch gewonnen worden war, war die Welt auch für Ruderer und Trainer in Ordnung!
Aus der Sicht der "Hansa" gab es zwei Siege zu bejubeln: Simon Petereit hatte mit seinem Partner Matthias Reimann vom Vegesacker RV im Junioren-Zweier ohne AI zweimal die Nase vorn; in beiden Rennen der Senioren-Klasse wurden sie in der gleichen Bootsgattung Zweite. Joss Mohr und Julius Kanert (VRV) belegten ebenfalls im Junior-Zweier ohne AI einen dritten Platz. Einen zweiten Platz gab es für Katharina Frantzen im Juniorinnen-Einer AI und für Joss Mohr im Junior-Einer AII.
Bei den Masters-Ruderern fuhr Hermann Meyer-Richtering einmal als Zweiter und einmal als Dritter im Einer durchs Ziel.
Sicherlich haben die neuen Mitglieder der Trainingsabteilung die Rennen aufmerksam verfolgt. Vielleicht werden sie schon im nächsten Jahr dafür sorgen, dass die Beteiligung der Hansa-Ruderer an den Rennen wieder ansteigt und "Hansa Bremen" auch häufiger in der Siegerliste auftaucht. An Zuschauern und "Hansa-Fans" mangelte es jedenfalls an beiden Regattatagen nicht und das allein sollte doch schon Anreiz genug sein, um sich im Training mächtig ins Zeug zu legen. Dann kann man den treuen Regatta-Anhängern im nächsten Jahr zeigen, wozu alte und neue Hansa-Trainingsleute in der Lage sind!
Sigrid Martin