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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Eine Woche vor der WM in Köln fand die WM der Masters im München statt. Wie auch im letzten Jahr starteten dort Bothi und Hermann Meyer-Richtering, Elke Siemßen sowie Birgit Brömme.
Auf in den sonnigen Süden! - dachten wir! - Aber leider war das erst einmal eine Hoffnung mit x. Bei strömendem Regen landeten wir auf der Olympia-Regattastrecke und mussten unsere Zelte im Nassen aufbauen. Trotzdem wurde es durch das Treffen mit unseren Mitruderinnen aus Kiel und Hamburg sowie den Freunden aus Lübeck, Rostock, vom VRV und Ruderern vom BRV 82 ein netter fröhlicher Abend.
Der Freitag war dann tatsächlich sonnig und warm, ein Sommertag 1998! Bothi startete als Steuerfrau im MW8+ (Durchschnittsalter 43 J.) und gewann deutlich vor den USA, dem Dresdener RV und einer Renngemeinschaft vom Rhein bis an die Donau.
Diesen guten Anfang wollten wir weiter ausbauen - und es gelang uns auch voll und ganz.
Am Samstag war's zwar mit dem Sommer wieder zu Ende und es regnete in Strömen, dafür stieg unsere gute Laune von Rennen zu Rennen.
Der MW8+ (Durchschnittsalter 55 J.) mit Bothi und Elke lag von Anfang an in Führung vor zwei Booten aus den USA und einem Boot aus Dresden, dabei besiegten sie auch gleichzeitig das Boot der 50-Jährigen aus den USA.
Schwieriger war das Rennen im MW4x, das Bothi mit ihren Kieler Ruderinnen zu bestreiten hatte. Bis zum letzten Meter mussten sie hart kämpfen, lagen am Ziel aber vor den Ungarinnen. Damit sammelte Bothi die dritte Medaille und den dritten Löwen ein. (Oskar Löwe hatte jedem Sieger einen seiner kleinen Plüschlöwen gespendet.)
Während Bothi am Siegersteg anlegte, ruderte Hermann im 50er-Einer in einem Feld von acht Booten vorbei - und siegte ebenfalls! So war die Freude bei uns allen groß! Die Feuchtigkeit von draußen wurde mit Feuchtigkeit nach drinnen ausgeglichen und wir verbrachten einen sehr vergnügten, feuchten Abend zwischen unseren Zelten.
Sechs Starts - fünf Siege (und ein vierter Platz im 55er-Einer von Hermann) sind ein tolles Ergebnis. Wer im Rudersport über die World-Masters-Fisa-Regatta gelesen hat, weiß auch, dass das Niveau auf der Regatta sehr hoch war. Entsprechend war auch die Qualität der Boote. Auf dem Sattelplatz lag ein gelbes Boot neben dem anderen mit den entsprechenden "Hackebeilchen" daneben. Dazwischen sah Hermanns alter, geflickter Holzeiner wie das kleine hässliche Entlein aus. Wir Frauen hatten das Glück, in den guten, neuen Booten aus Kiel zu starten (und in Kiel auch darin zu trainieren).
Können beim BRC "Hansa" die jugendlichen Trainingsleute so viel
besser rudern und mit Booten umgehen als die "Alten" (die seit ca. 40 Jahren
in Rennbooten trainieren), dass man nur ihnen die guten Boote des Vereins
gibt, während sich die anderen mit dem übrig gebliebenen Rest
begnügen müssen???
Noch einmal das Thema
"Masters und Siege"
Masters-RuderInnen , in anderen Vereinen eine feste, geachtete Abteilung, sind in unserem Verein nur mitleidig belächelte alte Überaktive. So stand Bothi in diesem Jahr (bis jetzt) zehnmal auf dem Masters-Treppchen, aber kein einziges Fähnchen am Hansa-Fahnenmast flattert dafür.
Dabei waren die Siege auf recht bedeutenden Regatten gewonnen:
13.6. Hummelregatta
1. Sieg im 55er-Vierer MWE4x
2. Sieg im 43er-Achter MWC8+
27./28.6. German Masters Open Ratzeburg
3. Sieg im 43er-Achter MWC8+
4. Sieg im 55er-Vierer MWE4x
22.8. Hadersleben
5. Sieg auf der Langstrecke im Gig-Vierer
4.-6.9. World Masters Fisa Regatta München
6., 7., 8. Sieg (siehe Artikel)
3.10. Amsterdam Masters
9. Sieg MW4x
(Steuerfrau Kerstin Mocha)
10. Sieg 6km Langstrecke
Elke Siemßen
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