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"Hansa" (1879/83) e.V.

Was hat Himmelfahrt mit Hase zu tun?

Eigentlich gar nichts. Doch für Wanderfahrer ist diese Kombination unbedingt zu empfehlen. Es handelt sich hier nämlich nicht um "der Hase", sondern um "die Hase". Sie ist ein ruhiger, rechter Nebenfluß der mittleren Ems in Niedersachsen. 193 km lang entspringt sie im Teutoburger Wald, durchfließt Osnabrück und das Artland und mündet in Meppen und ist zumindest ab Löningen mit der Barke beruderbar.

Unsere Barkenfreunde Gesine und Rolf Austermann aus Papenburg kennen dieses Revier und bezeichnen es als ideal für eine Kurzwanderfahrt. Da 1998 eine 10tägige Ehepaarfahrt im Sommer aus terminlichen Gründen nicht zustande kam, machten wir uns also in gewohnter Besatzung auf, um Himmelfahrt und das anschließende Wochenende in frischer Luft bei gesunder Bewegung zu verbringen. Die Luft war frisch, sehr frisch sogar, aber wenig feucht. Sonne haben wir so gut wie nicht gesehen. Von Sonnenbrand keine Spur, eher wurden die Steuerleute vom Schüttelfrost geplagt, so daß Pläne für eine Fußbodenheizung im Boot geschmiedet wurden. Eine ständige Brise hielt den Regen ab - und wahrscheinlich auch die sonst üblichen "Vatertagsfreunde", die in den vergangenen Jahren per Floß den Fluß durchkreuzten. So trafen wir nur ein Floß, wenige Paddelboote und gar keine Motorboote. Welch himmlische Ruhe!

Gestartet sind wir in Löningen, übernachteten in Haselünne, Meppen und Herbrum. Ein kurzes Stück mußten wir auf der Ems rudern, so daß wir der Meyer-Werft in Papenburg einen Blitzbesuch abstatten konnten. Gesine und Reinhold gingen von Bord, um die Autos zu holen. Unsere kleine Barke "Gustav" paßte nun gar nicht zu den gigantischen Ausmaßen dieses Unternehmens. Zum Glück mußten wir uns nicht mit einem Ozeanriesen messen.

Widrigkeiten gab es natürlich auch. Außer dem wenig rudergestimmten Petrus kappte nächtlicher Besuch in Haselünne am öffentlichen Anleger die Leine. Wie froh waren wir, daß die Barke abseits vom Steg an einer weiteren Leine vertäut lag und zusätzlich durch einen Anker gesichert war.

"Gustavs" Kleideroberteil war am Ende der Fahrt verschwunden. Es konnten nur die Leinenkapper genommen haben. Welch Staunen, als es sich in Bremen im hintersten Lukenteil wieder einfand.

Geendet hat die Fahrt in Weener (Ems) im Yachthafen. Wir ließen die Barke mit Hilfe eines Krans aus dem Wasser hieven und sanft auf den neuen Trailer legen. Hier konnten Hänger und Barke hinter verschlossenen Toren die Nacht verbringen, um am nächsten Tag von Henning und Hermann nach Hause geholt zu werden.

Es war eine schöne, für gestreßte Leute erholsame Fahrt - kurze An- und Abreise und rudern im idealen Rudergebiet.

Ute Kolb

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