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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Herzlichen Glückwunsch an Anja Mühlenbruch zu ihren zwei Medaillen!
Damit ist der 'BRC Hansa' der erfolgreichste Verein im Bremer Nachwuchsbereich!
Christiane Will ist nun fest etabliert im deutschen Frauen-Doppelvierer, und wir sehen mit großer Spannung ihrer weiteren Ruderkarriere entgegen.
Ja, und Anja Mühlenbruch hätte es auch fast geschafft, sich für die Junioren-Auswahlmannschaft zu qualifizieren: Wenn sie ihren hervorragenden 2. Platz der Jugendmeisterschaft im Einer schon zwei Wochen vorher auf der Prüfungsregatta in Hamburg so klar unter Beweis gestellt hätte (Zeitpunkt der Bildung der Auswahlmannschaft), und hätte sie bei ihrem Start auf der DJM im vom Bundestrainer zusammengestellten 4x- (mit der schnellsten Einerfahrerin Peggy Valeska, dem schnellsten Doppelzweier Maxi Meißner, Christiane Huth und Anja Mühlenbruch) auch etwas mehr Glück gehabt (ein katastrophaler Steuerfehler in der Startphase ließ dieses Favoritenboot dem 6-Boote-Feld hinterherhetzen und im Ziel 'nur' den dritten Platz erreichen), dann wäre sie für den deutschen Juniorinnen-Doppelvierer nominiert worden. Nun aber fährt Anja in den wohlverdienten Italienurlaub, mit dem Wissen, im nächsten Jahr noch Juniorin zu sein, genug Selbstvertrauen zu haben, Tag und Nacht an ihre Rollarbeit denkend (Phillip, verzeih mir) und dem Vorsatz, sich im nächsten Jahr rechtzeitig dem Bundestrainer vorzustellen.
Simon Petereit kann auch im nächsten Jahr noch einmal als Junior an den Start gehen. Seine Saison fing nach einem sehr guten und konsequenten Wintertraining recht erfolgversprechend an, doch gesundheitlich bedingt konnten die hohen Erwartungen des Trainers (Endlauf DJM) nicht erfüllt werden. Simon hat im Halbfinale den Einzug in das Finale um 2/100 Sekunden verpaßt (verträumt). Simon ist ein großartiger Athlet und bringt für das Rudern ideale Voraussetzungen mit. Mit einem Ergometerwert von 397 Watt, weiteren Fortschritten bei der Technik und konsequent durchgeführter Rückengymnastik sollte er sich für die nächste Saison beim Bundestrainer vorstellen.
Sebastian Rieck hat leider seine Ruderkarriere beendet. Auf Wunsch seiner Trainerin ist er noch einmal mit Simon und zwei Ruderern aus Münster im 4x- bei der DJM an den Start gegangen. Drei Sekunden fehlten zum Einzug ins Finale. Nach sechs Jahren Leistungssport sollte ihn diese Saison erstmals ganz nach vorne bringen. Bei einer DRV-Überprüfung im Herbst konnte er mit 426 Watt den 6. Platz der Rangliste von 20 Skullern der Jahrgänge 80/81 belegen, eine gute Ausgangsposition.
Gleichzeitig begann Sebastian eine berufliche Ausbildung zu einem Handwerksberuf mit langen Schul- und Arbeitstagen. Das 7-9malige Training pro Woche war für ihn nur noch schwer oder gar nicht mehr zu bewältigen. Hinzu kamen gesundheitliche Probleme, und die selbst gesteckten hohen Erwartungen rückten in immer weitere Ferne.
Trainingsgruppe und Trainer bedauern sehr, daß er das Training im Frühjahr abbrach.
Für mich als Trainer stellt sich einmal mehr die Frage: Ist ein zu frühes, hartes Leistungstraining sinnvoll? (Olympiateilnehmer sind zwischen 24 und 29 Jahre alt), mit welchen Zielen und welcher Motivation können junge Sportler über Jahre die täglich wiederkehrende Trainingsfron ertragen? Die Trainingsleistungen lassen sich kaum noch mit einer Berufsausbildung in Einklang bringen. Nur noch Schüler und Studenten sind in der Lage, den Zeitanforderungen, die ein Rudertraining stellt, nachzukommen.
Christian Walter, unser Sunnyboy mit einer großen Schwäche für deutsche Schlager, wurde nicht für die DJM nominiert. Christian hat sich im Laufe der Juniorjahre zum besten Techniker bei der Hansa entwickelt. Er hat ein hervorragendes Bootsgefühl und kommt in jeder Bootsklasse zurecht.
Leider reicht Technik nicht, um schnell zu rudern, man braucht eine gewisse Wattzahl (erworben durch hartes und konsequentes Wintertraining und eine gesundheitliche Robustheit), um den nötigen Antrieb zu erzielen. Christian ist für Willi Flack (unseren Leichtgewichts-Skuller) ein wichtiger Partner. Beide bilden ein starkes Team, das für die Zukunft im Leichtgewichts-Männer-Bereich einen schnellen Doppelzweier bilden kann (vorausgesetzt, die Wattzahl stimmt).
Bedanken möchte ich mich nach dieser Saison bei den Eltern der Aktiven, die uns nach Möglichkeiten unterstützt haben. Seien es die Transporte der Jugendlichen nach Oldenburg zum Training oder zu den Regatten oder die ihre eigen PKWs für diese Transporte zur Verfügung stellten.
Auch herzlichen Dank an die Familie Mocha für die Vorbereitungen zur Anmietung des LRV-Busses und die wöchentliche Betreuung meiner Tochter, damit ich das Training durchführen konnte.
Natürlich besonderen Dank an die Familie Tara, die immer wieder und zu jeder Tag- und Nachtzeit mit ihrem Fahrzeug half.
Ich denke, die 'Hansa' kann stolz auf eine funktionierende Trainingsgruppe sein; sie bietet diesen jungen Menschen ein gesundes Umfeld mit einem tollen Bootspark und einer guten Trainingsbetreuung an.
Mit Christiane Will ist die 'Hansa' mal wieder einer der erfolgreichsten Sportvereine Bremens, unsere jungen Nachwuchsruderer sehen sie mit Begeisterung und Bewunderung trainieren und träumen vielleicht auch von einer WM-Teilnahme!
Brigitte Haase
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