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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Traumwetter Mitte Februar - und dann am folgenden Wochenende die traditionelle Weserwanderfahrt von Höxter nach Minden mit Hans-Paul aus Wildeshausen. Ob das wohl gutgeht?
Natürlich nicht! Der Winter kam mit Februarwetter zurück! Was soll’s....
Matte, Schlafsack, Küche, 1,2,3 dicke Pullover und Hosen, dazu dickes Unterzeug - reichen zwei Paar dicke Socken übereinander (?), Schal, Mütze, Handschuhe (ja, ev. zum Steuern), Regenzeug (es sind Hagel, Schneeschauer, kräftiger Wind angesagt...). Naja - angemeldet ist angemeldet - also los:
Freitag fuhr ich per Zug nach Höxter. In Kreinsen traf ich Karin aus Lübeck, am Bahnhof in Höxter stiegen noch Hubert und Ännchen aus Halle aus. Per Taxe bugsierten wir das große Gepäck zum Kanuclub. Der Wildeshauser Bus und Hänger waren auch gerade eingetroffen. Immerhin 16 verrückte RuderInnen aus Hamburg, Lübeck, Rathenow, Halle; Norden und Wildeshausen hatten wieder zusammengefunden.
Um 22.00 Uhr Begrüßung, Fahrtenbesprechung, Einteilung der Boote, bevor wir zum gemütlichen Teil mit Geburtstagssekt und -schnaps überginden - das fing ja gut an...
Samstag: Boote abladen, aufriggern, ... jeder Handgriff sitzt und nach 1/2 Stunde schwammen wir mal wieder auf der Weser. Regen, Hagel, Schneeschauer, Gegenwind und Sonne wechselten sich eifrig ab und begleiteten uns bis zur Mittagspause im warmen Bootshaus in Bodenwerder. Hier stärkten wir uns für die letzte Etappe zum Kanuclub in Hameln. Die Aufnahme ist freundlich, aber sehr spartanisch: geschickt geschachtelt paßten alle Matten auf den Boden; Toilette und Duschen im Nebengebäude. Immerhin spendeten die Herrenduschen heißes Wasser.... In der Altstadt fanden wir ein Lokal, das nicht nur genügend Platz und Flüssigbrot, sondern auch eine Speisekarte mit (norddeutscher?) Haxe anbot. Mit der nötigen Bettschwere versehen strebten wir wieder zum Bootshaus. Um Stau am Morgen zu vermeiden, wurden noch Tauchsieder zum Teekochen angeschlossen, ohne an den Heizlüfter im Umkleideraum zu denken... es gibt ja Taschenlampen! Nur hing auch die Tiefkühltruhe vom Wirt, der für 4 Wochen verreist war, mit an dieser Sicherung. Der Sicherungskasten befand sich natürlich im abgeschlossenen Teil...
Sonntag, 6 Uhr. Es sieht ja schön aus, wenn alles verschneit ist....
Glücklicherweise hing die Elektrizität des Waschhauses nicht mit an der toten Sicherung. So ein Sonntagsstehfrühstück im Kellerflur vor den Toiletten am Klapptisch hat so seinen eigenen Reiz und Atmosphäre.
Um 8 Uhr wollten wir schleusen, aber der Schleusenmeister war gegen seine Gewohnheit etwas langsam (es wurde 8.10 Uhr). Der Gegenwind hatte leider aufgebrist. In manchen Kurven begrüßten uns Schaumkronen - also schön Innenkurve steuern. Der Wettermix bot wieder von allem etwas, nur der Wind nahm leider noch zu.
Die Vorfreude auf eine köstliche Gemüse-Tomatensuppe wurde im Bootshaus des Rintelner RC am Doktorsee nicht enttäuscht. Das holländische Wirtsehepaar bewirtete uns wieder hervorragend. Wegen des zunehmenden Windes und der langen Geraden vor Vlotho, wo uns der Gegenwind und Schaumkronenwellen voll erwischt hätten, wurde aus Vernunftsgründen das Ende dieser Rudertour beschlossen. Schade!...
Während ein Teil die Boote verlud, wurde der andere Teil nach Minden gefahren, um Autos oder Bahnanschlüsse zu erreichen.
Es war wieder eine rundum gelungene, abwechslungsreiche Wanderfahrt auf einem immer wieder schönen Fluß!
Gisela Temme
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