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"Hansa" (1879/83) e.V.

Trainingsverpflichtung 1998

Am Donnerstag, den 19.3.1998 hat die diesjährige Trainingsverpflichtung stattgefunden, ein guter Zeitpunkt, wie wir finden, denn das Wintertraining mit Regen, Sturm, Eis und Dunkelheit hat ganz schön an den Athleten und uns Trainerinnen gezehrt.

Das Wintertraining bestand aus wöchentlich zweimal Hanteln, ein- bis zweimal Lauftraining, einem Hallentermin mit Gymnastik und Spielen und dem Wochenende, wo zwei- bis viermal gerudert wurde.

Am Ende des Wintertrainings und gerade rechtzeitig vor der kommenden Saison machen wir ein Trainingslager mit allen Aktiven in Deutschlands Süden in Breisach am Rhein. Wir werden dort mit siebzehn Ruderern und drei Trainern den Ruderfrühling einläuten und täglich bis zu 40 Kilometern rudern, bis zu 10 Kilometern laufen und bis zu einer Stunde Gymnastik machen. Wie auch im letzten Jahr ist dieses Trainingslager nur möglich mit der Unterstützung von Hans Gerd Haase, der uns und dem BRC Hansa wie selbstverständlich bei dem Transport der Boote und bei dem Training vor Ort seine vollste Mithilfe zukommen läßt. Dies ist keineswegs selbstverständlich, und wir möchten uns herzlich bei ihm bedanken.

Auch dem Ruder-Club Hansa und allen seinen Mitgliedern gilt unser Dank für die fortlaufende Unterstützung des Rennruderns, das einen großen Anteil des Jahresbudgets der Hansa benötigt, um bestehen zu können. Dieses Interesse und Vertrauen in die Trainingsabteilung werden wir nicht enttäuschen.

Wir freuen uns besonders, daß der Bremer Ruder-Club Hansa eine so gute Wahl mit der neuen ersten Vorsitzenden Ute Kolb getroffen hat. Ihre erste Amtshandlung war die Trainingsverpflichtung für die Saison 1998. In ihrer Rede hat Ute Kolb ihre Freude über diesen Anlaß zum Ausdruck gebracht. Sie hat Worte gefunden, die uns allen gezeigt haben, daß sie den Athletinnen und Athleten verbunden ist, ihnen Mut machen kann, daß sie ein ernstes Interesse daran hat, daß die Jugendlichen ihr Bestes für das Rennrudern und auch für die Hansa geben können.

Ich möchte allen, die diese Trainingsverpflichtung mitgetragen haben, danken. Den übrigen Mitgliedern des Clubs möchte ich gerne noch einmal die Athleten vorstellen, die in diesem Jahr für die Hansa an den Start gehen werden.

Die B-Junioren, die sich sozusagen in ihrem zweiten Lehrjahr befinden, wollen als Mannschaft an den Start gehen. Es sind fünf Leichtgewichte und ein Schwergewicht.

Joss Mohr, Jg. 1982, 72 kg, wird sich im Einer behaupten müssen; daß er dazu in der Lage ist, hat der Langstreckentest auf dem Werdersee gezeigt. Er kommt aus dem Schulrudern und verfügt über viel Erfahrung im Mannschaftsboot wie auch im Einer.

Bei den Leichtgewichten haben wir Unterstützung aus dem Vegesacker Ruderverein bekommen. Julius Karner, Jg. 1983, wird in dieser Saison für die Hansa starten. Er ist schon von Kind auf ein erfahrener Ruderer und hat im letzten Jahr den Vierer mit Stm. von Vegesack gesteuert.

Joop Flack ist seit 18 Monaten bei der Hansa und soll dem leichten Doppelvierer mit Stm. den Schlag angeben. Er hat ein gutes Rhythmusgefühl und die Fähigkeit, seine Mannschaft auch von der Schlagposition aus mitzureißen.

Andreas Porthun kommt aus der Kindergruppe von Oliver Hahn und legt jeden Monat noch etwas drauf. Er ist der Leichteste und dennoch sehr stark auf dem Ergometer wie auch im Boot.

Lasse-Jörn Hofmann ist unsere "Geheimwaffe" von der Post. Nachdem er in der letzten Saison schon für die Hansa gestartet ist, wird er dieses Jahr auch ihr Mitglied. Ehemals ein guter Steuermann, wendet er sich nun den anstrengenderen Aufgaben zu, dem Rudern, und ist unverzichtbar für unsere Truppe.

Martin Gutwinski, jüngster Sohn der Familie Gutwinski, sorgt im Boot für Disziplin und Ordnung. Er ist nicht nur mit sich sehr streng, sondern auch mit allen anderen.

Im Junioren-B-Bereich kann ja kein Vierer-Rennen ohne einen Steuermann beschritten werden, und so freuen wir uns ganz besonders, daß Jens Große aus der Kindergruppe von Oliver Hahn dieses Amt antreten möchte und uns so weit wie möglich nach vorne steuern will.

Für alle B-Junioren ist das Ziel gesteckt. Wie sie die deutsche Jugendmeisterschaft erreichen und meistern werden, wird man sehen.

Bei den A-Junioren hat Sebastian Rieck (Jg. 1980) in diesem Winter starke gesundheitliche Schläge einstecken müssen, so daß ihm ein noch höherer Einsatz abverlangt wird, als er ihn sowieso schon bringt, um an die ausgezeichneten Leistungen des letzten Jahres anknüpfen zu können. Er ist und bleibt jedoch nach wie vor Hansas stärkster Mann.

Simon Petereit (Jg. 1981) ist auf dem besten Wege, einer der schnellsten A-Junioren zu werden. Er ist mit Trainingsfleiß und Disziplin wie auch Vielseitigkeit (Biken, Schwimmen, Mädels) und guter Laune für uns alle ein Vorbild.

Hans Hohenthal (Jg. 1981) ist der Athlet bei Hansa mit den besten Voraussetzungen. Er hat ein tolles Bootsgefühl, viel Kraft und Gelenkigkeit und bringt dazu noch die großartige Länge von 200 cm mit. Seine Möglichkeiten herauszulocken ist zwar bislang noch nicht gelungen, aber ihm steht ja auch noch eine lange Ruderzeit bevor.

Christian Walter (Jg. 1980), Hansas erfahrenstes Leichtgewicht, in Kinderjahren schon gerudert und gesteuert, hält seine Leistung bis heute aufrecht. Er wird im Einer und in Renngemeinschaft mit Stefen Hagener aus Aurich im leichten Doppelzweier an den Start gehen.

Eine besondere Juniorin möchte ich zwischen all diesen Junioren hervorheben. Sie heißt Anja Mühlenbruch (Jg. 1981) und ist eine zähe, starke junge Frau, die an Trainingsfleiß und Mut und Energie den Junioren in nichts nachsteht, ja, eher ein Vorbild für einige sein kann. Sie trainiert bei Wind und Welle und stellt sich jedem Leistungstest ohne zu murren. Sie war bereits auf den deutschen Jugendmeisterschaften, und das ist auch ihr Ziel in diesem Jahr.

Der Älteste in dieser Gruppe ist schon ein Senior B im ersten Jahr. Er ist dem Verein in ganz besonderer Weise verwachsen, denn das Rudern bedeutet für ihn nicht nur Hobby und Zeitvertreib; für ihn ist das Rudern ein Teil seines Lebens. so ist es auch nicht verwunderlich, daß man ihn häufig, ja täglich im Bootshaus antrifft. Willi Flack ist ein Mann der Extreme, wie Brigitte es bezeichnet. Er ist Leichtgewicht und verfügt über eine enorme Ausdauer und Willenskraft. 20-km-Läufe mit anschließendem Hanteltraining können schon mal vorkommen. Er ist zum Leiter der Jugendabteilung gewählt worden und nimmt auch dieses Amt neben dem Rudern sehr ernst. Obwohl er erst in das dritte Jahr geht, ist er schon einer der schnellsten Einerfahrer. Auf der Langstrecke in Mölln hat er sich auch gegen Schwergewichte behaupten können und den dritten Platz der Senioren errungen.

Betreut werden alle Junioren, also auch diejenigen, die breitensportlich rudern möchten, von Brigitte Haase und mir. Wir freuen uns immer, wenn wir dabei ehrenamtliche Unterstützung bekommen, wie es bei Hans Gerd Haase der Fall ist. Es gibt sicher viele Clubmitglieder, die genauso helfend hinter uns stehen, doch ich möchte an dieser Stelle stellvertretend dafür Otto Grote, Paul Schneider und Manfred Colby besonderen Dank sagen für ihr Interesse und ihre Anteilnahmen an der Jugendabteilung.

Julia Wolter

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