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"Hansa" (1879/83) e.V.

Jahreshauptversammlung/Jahresbericht

Für den 19. Februar hatte der Vorstand zur ordentlichen Jahreshauptversammlung eingeladen. Die Einladung wurde erstmals, um Porto zu sparen, im Clubschlüssel abgedruckt. Doch sollte das nicht das einzige Novum dieser Versammlung bleiben. Der Reihe nach:

Andreas Möller (Hermy) eröffnete die Sitzung und stellte die Beschlußfähigkeit fest. Sofort wurde das zweite Novum sichtbar: Ein Stuhl am Vorstandstisch blieb leer, der amtierende Vorsitzende Uwe Schneider ließ sich aus beruflichen Gründen entschuldigen.

Das dritte Novum war nur ein potentielles, beinahe hätte unser Ehrenvorsitzender nicht teilnehmen können - wegen einer -seiner- Geburtstagsfeier. Doch Martin Vaupel ist erschienen, die Versammlung bedankte sich und gratulierte per Rudergruß.

Das nächste echte Novum ließ nicht lange auf sich warten: Die Genehmigung des Protokolls der Versammlung aus 1997 geschah Dank des vorherigen Abdrucks im Clubschlüssel in Sekundenschnelle.

Der Punkt "Ehrungen" auf der Tagesordnung sollte etwas ganz besonderes werden. Unter der unverbindlichen Überschrift wurde ein neues Ehrenmitglied gewählt:

Paul Schneider Der Verein bedankt sich mit dieser Geste (von der der Geehrte vorher nichts wußte) für Pauls kontinuierliches, ehrenamtliches Engagement. So ist Paul zum Beispiel "viele Vorsitzende lang" für die Rechnungsführung verantwortlich (lesen Sie dazu bitte den Beitrag von Dr. Tilo Kolb in diesem Heft).

Doch der Ehrungen nicht genug, als Dank für ihre geleistete Arbeit erhielten die ausscheidenden Vorstandsmitglieder

Günter Bussenius
Anne Kopp
Dirk Ravenschlag
Uwe Schneider und
Heinz Schwier
Urkunden ausgehändigt.

Der Jahresbericht von Uwe wurde von Hermy vorgelesen und ist auf den folgenden Seiten abgedruckt. Dabei wurden die Kilometerpreise und Fahrtenabzeichen (Preisträger siehe Jahresbericht) verliehen.

Es folgte der von Paul Schneider vorgetragene Bericht der Rechnungsführung; Ines Detken hatte von der Kassenprüfung keine Beanstandungen zu berichten. Daraufhin stand der von Hubert Holzmann geleiteten Entlastung des Vorstands nichts mehr im Wege.

Um den Verein nicht kopflos zu lassen, folgte die Wahl des Vorstandes. Uwe Schneider stand aus beruflichen Gründen nicht wieder zur Verfügung, als Nachfolgerin wurde Ute Kolb vorgeschlagen und quasi einstimmig gewählt. Viele hielten an dieser Stelle auch im Jahre 1998 ein weiteres Novum für erwähnenswert: Ute Kolb ist weiblichen Geschlechts, der Verein wird erstmals von einer Dame geführt. Ute bedankte sich mit einer kleinen Ansprache für das Vertrauen und stellte sich den wenigen Mitgliedern vor, die Ute noch nicht kennen. Die stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Colby und Andreas Möller wurden bestätigt. Der restliche Vorstand konnte per Akklamation gewählt werden, der komplette Vorstand setzt sich damit folgendermaßen zusammen:
 
Der Hansa-Vorstand 1998
Ehrenvorsitzender Martin Vaupel
1. Vorsitzende: Ute Kolb
1. stv. Vorsitzender (Finanzen) Manfred Colby
2. stv. Vorsitzender, (Verwaltung) Andreas Möller
stv. Vorsitzende (Sport)/Ruderwartin Gisela Temme
Rechnungsführer Paul Schneider
Organisationsleiterin Maike Krüger
Wanderruderwart Martin Soltau
Trainingsleiter Jochen Heck
Hauswart Karl-Heinz Glöde
Boots-/Materialwart Andreas Vaupel
Leiter Altherrenabteilung Manfred Thoms
Leiterin Damenabteilung Ursula Schüßler
Leiter Jugendabteilung Jan-Willem Flack
Leiter Jugendabteilung Martin Gutwinski
Beisitzer Kai Krüger
Beisitzerin Anja Bolte

Die Festsetzung der Beiträge verlief angenehm, es wurde keine Anpassung beantragt. Der Arbeitsdienst wurde auf fünf Stunden festgesetzt, die Umlage für nicht geleisteten Arbeitsdienst bleibt bei DM 35,00 pro Stunde. Die Tagesordnungspunkte "Sonderbeitrag für Trainingsleute" und "Wahl des Ältestensrates" fielen aus; das Thema "Sonderbeitrag" wurde vor der Versammlung geklärt, die Wahl des Ältestenrates ist erst nächstes Jahr wieder erforderlich.

Im Punkt "Verschiedenes" wies Gisela Temme auf die Möglichkeit hin, Ruderanoraks zu bestellen. Heinz Schwier berichtete von dem Angebot der Fa. Kröncke & Dornbusch, Clubjacketts anzufertigen. Nach 75 Minuten endete die Versammlung mit dem Rudergruß.

Olaf Köhn



Jahres- und Vorstandsbericht 1998

Nach der Hauptversammlung 1997 ist der Vorstand nahezu unverändert in das neue Geschäftsjahr gegangen. Erwähnenswert ist der Wechsel in der Trainingsleitung, wo Martin Blüthmann von Jochen Heck und Hermann Meyer-Richtering abgelöst wurde.

Wir haben auch im vergangenen Jahr wieder regelmäßige, monatliche Vorstandssitzungen durchgeführt. Diese fanden mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen im Wechsel zwischen geschäftsführendem und Gesamtvorstand statt. Zusätzlich zu den regelmäßigen Sitzungen mußte eine außerordentliche Vorstandssitzung einberufen werden, als es um die kurzfristige Klärung der Honorarforderungen unserer Trainerinnen ging. Hierzu an anderer Stelle ein paar ergänzende Ausführungen.

Die Beteiligung an diesen Vorstandssitzungen war durchweg gut, wobei kritisch anzumerken ist, daß auf seiten der Jugendvertreter offensichtlich kein Interesse an dieser Arbeit vorherrscht. Hier werden wir uns in der nächsten Zeit neue Konzepte zur Beteiligung der Jugendlichen am Vereinsgeschehen überlegen müssen.

Einen Schwerpunkt der ersten Vorstandssitzungen bildete die Überarbeitung der Ruder- und Hausordnung als Ergänzung der 1997 beschlossenen Satzungsänderungen. Die vollständige Fassung habt Ihr mit dem letzten Clubschlüssel erhalten. Mein Dank geht hier an alle Vorstandsmitglieder, die unter der Leitung von Andreas Möller daran mitgewirkt haben, daß diese Dokumente nun den heutigen Stand unseres Clublebens widerspiegeln.

Anne Kopp und Paul Schneider haben sich auch im vergangenen Jahr wieder um die Verwaltung unserer Mitglieder gekümmert. Sie hatten dabei 1997 mehr Aus- als Eintritte zu bearbeiten, so daß die Zahl unserer Mitglieder leicht abgenommen hat. Ein Grund ist sicherlich darin zu sehen, daß wir uns entschlossen hatten, aus verschiedenen Gründen 1997 keinen Ruderkurs anzubieten. Doch auch ohne Werbemaßnahmen haben wir immerhin 38  Mitglieder neu in unserem Club begrüßen können.

Die Ruderwartin, Gisela Temme, berichtet, daß sich überwiegend jüngere Erwachsene zum Rudern angemeldet haben. Der Ausbildungsschwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf einer intensiven Technikschulung für die neuen Mitglieder. Ein besonderer Dank geht dabei an Bothi Meyer-Richtering, deren Einerausbildung auf dem Werdersee bei allen Beteiligten viel Anklang gefunden hat.!

Ein Dank geht aber auch in diesem Jahr wieder an das kleine Häuflein von (überwiegend) Ruderinnen, die gern mitfuhren, wenn ein Boot mit Anfängern zu besetzen war.

Großen Anklang fand auch die endlich einmal wieder stattgefundene Bratkartoffelfahrt. Sie hat uns gezeigt, wie dringend wir solche fröhlichen gemeinsamen Veranstaltungen wieder regelmäßiger benötigen.

*****

Die Kilometerleistung ist 1997 weiter leicht zurückgegangen und schloß am 31.12. mit 71.973 Kilometern ab. Schade nur, daß auch in diesem Jahr wieder unsere Gäste mit der Mitgliedsnummer 998 den Kilometerpreis erhalten müssen. Ich habe das Gefühl, daß hier immer noch die genügende Sorgfalt bei der Führung des Fahrtenbuches fehlt.

Unserer besonderer Dank geht hier an Bothi Meyer-Richtering, die wieder dafür gesorgt hat, daß sich unsere Fahrtenstatistik stets auf aktuellem Stand befand.

In die Jahresbestenliste haben sich eingetragen und erhalten nun den obligatorischen Whisky-Becher:

1. Kinder bis einschließlich 14 Jahre (Jg. 83 und jünger):
Jens Grosse (Jg. 84): 36 Fahrten, 212 km

2. Juniorinnen von 15 - 17 Jahren (Jg.82 - 80):
Anja Mühlenbruch (Jg.81): 111 Fahrten, 1553 km (Platz 3 bei den Frauen)

3. Junioren von 15 - 17 Jahren (Jg.82 - 80):
Christian Walter (Jg.80): 131 Fahrten, 2545 km (Platz 1 Männer)

4. Frauen ab 18 Jahren (Jg.79 u. älter):
Training: Bothi Meyer-Richtering: 113 Fahrten, 2748 km (Platz 1 Frauen bzw. insgesamt)
allgemein:Gisela Temme: 62 Fahrten, 2211 km

5. Männer ab 18 Jahren (Jg.79 u. älter):
Training: Hermann Meyer-Richtering: 85 Fahrten, 2433 km (Platz 3 Männer)
allgemein: Martin Soltau: 42 Fahrten, 983 km

6. Altherren älter als 60 Jahre (Jg.36 u. älter):
Frido Koop: 85 Fahrten, 939 km

Dieser Wanderpreis ist hoffentlich noch bei Peter Kloss vorhanden.

Der Wanderruderwart, Martin Soltau, berichtet von über 18.000 km, die im vergangenen Jahr von den Aktiven auf den verschiedensten Gewässern zurückgelegt wurden. Neben unseren heimischen Gewässern fanden Wanderfahrten u.a. auf dem Rhein-Marne-Kanal, auf der Saale und auf den internationalen Gewässern in Norwegen oder Lettland statt.

13 Ruderer und Ruderinnen haben wieder die Bedingungen für das Fahrtenabzeichen erfüllt:

Anja Bolte
Günter Bussenius
Günther Kupplich
Bothilde Meyer-Richtering
Hermann Meyer-Richtering
Ursula Schüßler
Elke Siemssen
Martin Soltau
Gisela Temme
Jens Thilo
Margita Voßwinkel
Inge Werk
Reinhold Werk
Einziger Jubilar ist dabei Günter Bussenius, der diese Ehrung ja bereits an seinem 60. Geburtstag von uns empfangen hatte.

Der Duckdalbenvierer wurde in diesem Jahr nur einmal ausgefahren und wird deshalb auch nicht weiter mit einem Preis honoriert.

Dagegen haben an unserem Breitensportwettbewerb immerhin 3 Mitglieder teilgenommen. Preise gehen hier, wie schon im vergangenen Jahr, an Bothi und Hermann Meyer-Richtering sowie Jens Tilo.

*****

Ich komme nun zum Rennrudern, das immer noch eine der wichtigen Säulen unserer sportlichen Aktivitäten bildet.

Insgesamt 70 Siege wurden 1997 unter der Flagge des Bremer Ruder-Clubs Hansa errungen!

Unsere Trainingsabteilung ist dabei mit unterschiedlichen Mannschaften auf 14 verschiedenen Regatten ins Feld gegangen. Neben den bekannten Strecken gehörten 1997 auch wieder so internationale Wettbewerbe wie z.B. Paris, München oder Luzern dazu. Einzelheiten wurden auf der Siegerehrung vorgestellt und können auch dem nächsten Clubschlüssel entnommen werden.

Mein besonderer Dank geht hier, neben den Trainerinnen, an unsere neue Trainingsleitung. Jochen und Hermann haben sich sehr schnell in ihre neue Aufgabe eingearbeitet und gezeigt, wie wichtig es ist, daß der Vorstand für Entscheidungen bezüglich des Trainings auf die fachliche Kompetenz der beiden zurückgreifen kann.

Ich muß aber auch kritisch anmerken, daß der Aufwand zur Führung der Trainingsabteilung im letzten Jahr nicht mehr zu vertretende Ausmaße angenommen hat. Hier muß in Zukunft sehr sorgfältig überprüft werden, inwieweit dieses ehrenamtlich tätigen Mitgliedern überhaupt noch zuzumuten ist.

Es wäre schön, wenn unser Trainingsbetrieb, so wichtig er uns auch ist, schnell wieder zu einer selbständig funktionierenden, in das Vereinsgeschehen integrierten Gruppe wird.

Verantwortlich für die Bereiche Haus und Boote war auch im letzten Geschäftsjahr wieder Heinz Schwier. Heinz hatte gleich zu Beginn der letzten Saison mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen. Aus Sicht des Vereins "leider" - hatte sich Dirk Ravenschlag dazu entschlossen, beruflich nach Hamburg abzuwandern. Dadurch wurde dem Verein wesentliche "menpower" auf dem Gebiet der täglich anfallenden Arbeiten am Haus entzogen. Dennoch müssen wir uns alle noch einmal bei Dirk dafür bedanken, mit welchem großartigenEinsatz er in den letzten Jahren das Amt des Hauswarts ausgeführt hatte.

Einen weiteren Wechsel hat es bei unseren Hausmeistern gegeben. Im November wurden Frau Conien und Herr Kluge von dem Ehepaar Kollath abgelöst, das sich aber schnell in die Arbeiten in und um unsere Clubanlagen herum eingearbeitet hat.

Unter der Leitung von Andreas Vaupel sowie der Werkstattbesatzung Bob Martin und Klaus Ahrens wurde auch im vergangenen Jahr der Bootspark auf vorbildliche Weise instand gehalten. Hierfür ein besonderer Dank an alle Beteiligten!

Dennoch ergeht von diesen Verantwortlichen noch einmal der Appell an alle Mitglieder, sorgfältiger mit unserem Material umzugehen und kleinere Schäden sofort zu melden bzw. gleich selbst zu reparieren.

Mit Unterstützung der Stadt sowie unseres Fördervereins wurden zwei neue Einer mit den Namen "Piepe" und "Lotse" in den Fuhrpark übernommen. Ein immer wieder freudiges Ereignis.

Dagegen hat der Diebstahl des Barkenhängers und zweier Riemen auf der Fahrt der "Jungen Barkenbrüder" - zumindest bei uns Vorstandsmitgliedern - größeren Schrecken ausgelöst.

Da sich ein Anhänger, wie jeder PKW auch, nur mit Wertminderung vollkasko versichern läßt, ist dem Verein ein doch erheblicher Schaden entstanden. Der Vorstand hat sich intensiv darum bemüht, diesen Betrag, soweit wie möglich, nicht aus unserem Etat bestreiten zu müssen. Wir mußten aber sehr bald feststellen, daß unsere Ansätze bei den Betroffenen so nicht durchsetzbar waren.

Als letzter Versuch ist deshalb ein Aufruf an alle Barkenfahrer ergangen, über eine Spende zum Ausgleich unseres Barkenkontos beizutragen.

Der neue Anhänger befindet sich im Bau und soll rechtzeitig zum Saisonbeginn zur Verfügung stehen.

Vor wenigen Tagen erhielt ich auch den Bericht der Damenabteilung, der sicherlich noch ausführlich in unserem Clubschlüssel erscheinen wird.

Diese berichten von einer Damenbarkenfahrt, die 1997 zusammen mit dem Vegesacker RV auf der Elbe stattgefunden hat. Hier galt es, aufgrund des Jahrhunderthochwassers, täglich neu zu improvisieren und flexibel auf die verschiedenen Einschränkungen zu reagieren. Dennoch war auch diese Fahrt, wie viele andere Touren, ein tolles Erlebnis.

Hervorzuheben ist auch die Tatsache, daß unsere Frauen im Vergleich zu den Männern zwar insgesamt weniger Kilometer ruderten. Wenn sie aber auf Wasser waren, so wurde dann auch im Durchschnitt aller Fahrten länger gerudert. So erreichten die ersten fünf Damen zusammen 8468 km, während unsere besten fünf Herren um 2.500 km dahinter nur 5.916 km schafften.

Da mir von den Verantwortlichen der Altherrenschaft und der Jugendabteilung wieder keine Berichte vorliegen, komme ich nun zum Bereich Finanzen.

Auch in diesem Jahr war es wieder möglich, trotz allgemeiner Kostensteigerung ohne Beitragserhöhungen auszukommen. Hierzu haben sicherlich die einzelnen Ressortverantwortlichen einen wesentlichen Beitrag geleistet. Aber auch die großen und kleineren Spenden haben uns in 1997 geholfen, dieses Geschäftsjahr mehr als positiv abzuschließen. Und daß dieses Ereigbis auch kaufmännisch korrekt verlaufen ist, dafür hat wieder unsere Rechnungsführung mit Paul Schneider und Manfred Colby gesorgt. Bei allen Beteiligten möchte ich mich deshalb noch einmal recht herzlich bedanken. Es war für mich als 1. Vorsitzenden ein stets beruhigendes Gefühl, daß hier immer alles mit rechten Dingen und positivem Ergebnis verlaufen ist.

Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden,

dieses war mein letzter Jahresbericht als 1. Vorsitzender des Bremer Ruder-Clubs Hansa!

Ich habe in den vergangenen drei Jahren sehr viele Dinge erlebt, die zur Freude an dieser Aufgabe beigetragen haben. Natürlich gab es auch Vorfälle, die einen nachdenklich gestimmt haben, inwieweit man ehrenamtliche Tätigkeiten überhaupt noch übernehmen sollte.

Berufliche Veränderungen stehen im Vordergrund dafür, daß ich mein Amt nun zur Verfügung stellen werde. Ich bedanke mich noch einmal bei allen, die mit mir in den letzten drei Jahren die Geschicke der Hansa geleitet haben.

Meiner Nachfolgerin wünsche ich "Riemen- und Dollenbruch" für die nächsten Jahre als 1. Vorsitzende des Bremer Ruder-Clubs Hansa.
 
 

Uwe Schneider



Jahresbericht der Altherrenabteilung über das Jahr 1997

Das Jahr begann mit dem traditionellen Schlachtessen und der Altherrenversammlung, zu der viele Mitglieder gekommen waren. Vor dem offiziellen Versammlungsteil wurde erst einmal kräftig zugelangt. Das reichhaltige und vielseitige Schlachtessen schmeckte allen Teilnehmern gerade an diesen kalten Januartagen besonders gut. Unserem Küchenmeister Herrn Erbel gilt verbindlichster Dank.

John Thoms trug seinen Jahresbericht vor und lobte die Altherren für die Teilnahme an den gebotenen Aktivitäten.

Die Entlastung und Neuwahl des Leiters der Altherren wurde wiederum von unserem bewährten Ede Rau eingeleitet. Entlastung und die Wiederwahl von John erfolgten einstimmig .

Nach Beendigung des Winter- und Ausgleichstrainings startete die Saison mit dem Anrudern, die Dienstagsmorgenruderer nahmen ihr beliebtes Frühstücksrudern auf. Auch die Montagsruderer, die Senioren und Skatspieler, waren wieder außerordentlich aktiv. Das gemeinsame Achterrudern an den Donnerstagen hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Unser Bockbierabend im Mai war wieder ein gelungenes Treffen, auf dem es bei frisch gebratenen Frikadellen und Bockbier vom Faß recht stimmungsvoll zuging.

Die von John ausgerichtete Jubilarfeier für die "HANSA"-Jubilare darf insofern als besonderes Ereignis eingestuft werden, als neben den Jubilaren für 25- und 40jährige Mitgliedschaft sieben Mitglieder für ihre 50jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an seinen Vortrag "Tradition und Rudern".

Unsere gemeinsame Bus- und Ausflugsfahrt nach Ennigerloh zum 60. Geburtstag unseres lieben Ruderkameraden Peter Colby ist allen Teilnehmern sicherlich noch in guter Erinnerung. Es war ein toller Tag, ein rauschendes Fest inmitten des kleinen Marktplatzes. Dafür gebührt dem Peter auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Die von Fritz Tara und Manni Colby organisierte abendliche Rudertour für jung und alt zum Hasenbürener Yachthafen und das gemeinsame Abendessen waren eine gelungene Veranstaltung, die auf alle Fälle in diesem Jahr wiederholt werden sollte, weil sie das Kennenlernen der jungen und alten Mitglieder untereinander besonders fördert.

Auch die Barkenbrüder waren wieder recht aktiv. Während die alten Barkenbrüder die Gewässer rund um Berlin befuhren, erkundeten später die jungen Barkenbrüder unter dem Einfluß außerordentlicher Bedingungen den Saar-Rhone- und Rhein-Marne-Kanal.

Zum Saisonausklang fand dann wieder in gewohnter Runde das Freimarktsrudern mit Glühweinpunsch und frischen Berlinern statt. Beim anschließenden Abendessen gab es Räucheraal, und wir feierten bei einem Faß Bier den 50. Geburtstag von Jochen Heck.

Am Totensonntag trafen wir uns im Club zur Kranzniederlegung im Gedenken an unsere verstorbenen Clubmitglieder.

Besonders zu erwähnen sind auch die großzügigen Geburtstagsfeiern im Clubhaus zu Paul Schneiders 70., Jürgen Kösters, genannt Hercu, 50. und Tilo Kolbs 60. Geburtstag.

Zum Jahresausklang traf man sich im Club in gemütlicher Runde zur Feuerzangenbowle.

Das Jahr 1997 war ein Jahr der besonderen Jubilare und ein Jahr der runden Geburtstage, insbesondere der 60ger, den ausgesprochen viele Altherren feiern konnten. Alle Geburtstagsjubilare erhielten von John im Namen der Altherrenschaft den obligatorischen rot-weißen Blumenstrauß mit entsprechenden Geburtstagsgrüßen.

Soweit das krankheitsbedingt möglich war, hat John die Interessen der Altherrenschaft auf den Clubvorstandssitzungen regelmäßig vertreten.

Die Kassenprüfung ergab keinen Anlaß zu Beanstandungen und wurde von dem Kassenprüfer Paul Schneider entsprechend attestiert. Der größte Teil der Kosten ging für Porto und Repräsentationsausgaben drauf. Die Ausgaben wurden von den Altherren selbst finanziert.

Das war das Jahr 1997, rückblickend betrachtet leider auch wieder viel zu schnell vergangen. Ich denke, wir alle haben miteinander wieder viele sportliche und gesellige Stunden hier in der Hansa verbracht. Alle haben toll mitgemacht. Auf geht’s in die Saison 1998 !

John Thoms

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