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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Nachdem die Strapazen der Aller(tor)tour relativ schnell vergessen waren, entschloß ich mich, an der "Torfkanaltour" nach OSCH teilzunehmen. Sie wurde für den 27./28.9.97 ausgeschrieben.
Als gebürtige Findorfferin muß ich allerdings gestehen, daß es mir suspekt war, wie man mit Gig-Booten den schmalen Kanal passieren sollte, den ich aus Kindheitstagen als einen der abenteuerlichsten Spielplätze in Erinnerung hatte.
Auf mein zaghaftes Anfragen hin, wie dieses "Schauspiel" vonstatten gehen sollte, ohne daß Bootsmaterial auf der Strecke bliebe, wurde mir entgegengehalten, daß dieses schon gehen würde, wenn man nur auf den Steuermann/frau hört. Des Weiteren gab man mir den Rat, eine Regenjacke einzupacken, da es beim Rudern im Torfkanal immer regnet!!!
In diesem Sinne trafen wir uns am 27.9.97 um 9 Uhr, um die Boote zu verladen.
Mit zwei PKWs und zwei Fahrrädern brachen wir in Richtung Torfkanal auf. Ich war erstaunt, welche Unmengen Gepäck Mann und Frau zum Überleben brauchen! Wäre dieses etwas reduzierter gewesen, hätte niemand mit dem Fahrrad fahren müssen!!!
Die Boote wurden eingesetzt und beladen. Anja, Wilfried, Roland und Gerd bestiegen die "ATH" und Margita, Ute, Jörg, Martin und ich die "Walter Ernst", und es ging los.
Etwas weniger aufregend als erwartet durchfuhren wir den Torfkanal (ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren, aber geregnet hat es nicht!) in Richtung Blockland, am Müllberg vorbei in die kleine Wümme. Ein kleines Schild am Ufer wies darauf hin, daß wir uns in einem ökologischen Schutzgebiet befänden, welches eine ruhige Fahrt (ohne Motorboote!) bis zur Schleuse Dammsiel versprach. Endlang einer Wochenendhaussiedlung, Wiesen und leider nicht mehr blühenden Seerosen ruderten wir ungestört zur Schleuse. Dort trafen wir auf acht historische Torfkähne, welches zu Platznöten bei Anlegemanövern führte.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause lockerte die Bewölkung auf, und wir wurden die zweite Hälfte der Tour von "Klärchen" begleitet, welche den Rest des Tages in einen angenehm warmen Spätsommertag verwandelte.
Weiter ging es durch die Wümme und die Hamme entlang der Wiesen des St.-Jürgenslandes, vorbei an Ritterhude in Richtung Ruderverein OSCH. Dort legten wir gegen 17.30 Uhr an. Während ein Teil der Gruppe noch einen Abstecher nach Neu-Helgoland machte, kümmerte sich der zurückgebliebene Rest der Teilnehmer um das anstehende Abendessen (Grillabend). Dabei wurden wir tatkräftig von Olaf und Dirk unterstützt, die mittlerweile per PKW zur Gruppe gestoßen waren. Im Laufe des Abends gesellte sich noch Matthias zu uns, und wir genossen gemeinsam den Grillabend. Der Tag klang ruhig und sinnig bei einem "Glas" Bier oder Wein aus.
Ausgeschlafen und frisch gestärkt traten die Mannschaften am Sonntag morgen gegen 10 Uhr den Rückweg an. dieser sollte uns wiederum durch die Hamme und Wümme, jedoch an der Schleuse Dammsiel vorbei in Richtung Schleuse Kuhsiel, anschließend durch den Kuhgraben zum Torfkanal führen. Der idyllische Anblick von nebelverhangenen Wiesen, durchbrochen von Sonnenstrahlen, versprach einen sonnigen Sonntag. So sollte es auch sein!
Bei "Kaiserwetter" ruderten wir die geplante Route vorbei an den Wiesen des Nieder- und Oberblocklandes sowie der Schleuse "Semkenfahrt" und einiger recht schmuckvoller Bauernhäuser. Natürlich durch Mittagspause und "Sonnenbadpause" unterbrochen, erreichten wir gegen 17 Uhr das Ende des Torfkanals, setzten die Boote aus, verluden sie und brachten selbige zurück zum Bootshaus. Als gegen 19 Uhr alle Säuberungsarbeiten erledigt waren, ging eine ruhige, gemütliche Wanderfahrt ihrem Ende entgegen. Alle Teilnehmer waren wohl müde und geschafft, aber nicht über Gebühr strapaziert.
Martina Stenpaß
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