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Bremer Ruder-Club "Hansa" (1879/83) e.V. |
Öffnet sich die Tür bei Hansa,
erschließen sich sofort zwei Wege,
der eine führt, das kennt man ja,
zur Gaststätte nur mäßig rege.
Dort hinterm Tresen, allzeit bereit,
ist lächelnd die Chefin mit offenem Ohr,
sie zapft ihre Wünsche von Zeit zu Zeit
und testet auch mal ihre Speise zuvor.
Und hinten in der Küche an den großen Töpfen,
da rumort der Gatte fast pausenlos,
mit Liebe, so denkt man, rührend und schöpfend.
Wessen Appetit entfacht er hier bloß?
Verläßt man nun die gastronomischen Räume
durch den Flur und die rote Tür,
betritt man die Halle der Rudererträume,
gelb-rot-braune Boote liegen hier.
Diese Boote, geliebt und gepflegt
werden sie von den jungen Athleten,
besser als jede Liebe gehegt,
das hätte sich jede Freundin erbeten.
Die hier die Boote stegwärts schleppen,
verbindet die Ruderleidenschaft.
Die Frage, wieviele Kilometer sie hätten,
ist doch hier reichlich unangebracht.
In dieser Saison, da haben sechs Jungen
das erste Lehrjahr gut durchgestanden,
in Bremen noch völlig chaotisch gerungen
konnten im Herbst sie immer gut landen.
370 kg wiegen sie alle, oh je!
und ziehen am Ergometer mit 1582 Watt,
auch wenn mir klar ist, das tut richtig weh,
findet schon bald der nächste Test statt.
Sechs an der Zahl seien hier kurz erwähnt,
bevor der Leser beendet und gähnt.
Andreas Porthun, der neuste von allen,
ist schweigsam und schnell, sehr zum Gefallen.
Joop Flack ist ein Kämpfer, das sei hier gesagt,
der hat sich im Griff, das ist sehr gefragt.
Jonas Huesmann, der hat das Rudern im Blut,
das tut jeder Mannschaft bei Hansa sehr gut.
Lasse Hofmann, ein Steuerexperte,
ist noch dazu allen dicht auf der Fährte.
Joss Mohr, der Mann mit der Chaosstruktur,
braucht ab und zu mal Rudern pur! (ohne Trainer)
Martin Gutwinski ist Perfektionist,
er kontrolliert, was sinnvoll hier ist.
Von diesen sechs individuellen Chaoten
wird Hansa auch künftig 'ne Menge geboten,
und ich würd' lügen, würde ich sagen,
es macht kein Vergnügen an all diesen Tagen.
So schließ ich nun, und jeder weiß:
Dem Reim zulieb schreibt der Poet auch mal "Scheiß".
Julia Wolter
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