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"Hansa" (1879/83) e.V.

"... und selbst Bothi hatte nachher solche Blasen!"

Die Rede ist natürlich nicht von Bothis vorzüglicher winterlicher Kraftgymnastik, da gibt es keine Blasen, sondern nur einen kräftigen Muskelkater, auch nicht vom Wesermarathon, denn der fand in diesem Jahr ohne ihre Beteiligung statt, vielmehr geht es um den Oste-Marathon in Hemmoor. Dieses Jahr wohlmeinend auf ein Wochenende vor den Sommerferien gelegt, was aber nicht allzuviel genützt hat, denn es herrschte allerbestes Aprilwetter.

Insgesamt zehn Hanseaten wollten es wagen: Hermann und Bothi wie gewohnt in ihrem Doppelzweier; Anja, Martin, Jörg und Matthias mit Angela als OSCHer Gastrudererin im "Hamster"; sowie Birgit, Jens und Volker im "Richard Wagner".

Mit dem Heiligen Antonius als Schutzpatron bzw. Namensgeber des Zugfahrzeuges starteten wir am Freitag abend wohlgemut und trocken ins Hadelner Land. Nach einem kleinen Abstecher nach OSCH, um dort ein Boot auf- und Angela einzusammeln, langten wir ohne größere Mißachtung der Verkehrsregeln und immer noch trocken in Hemmoor an.

Und am nächsten Tag ging es dann auf die Strecke: 86 km, am Vormittag von Hemmoor zum Oste-Riff und zurück und am Nachmittag dann in die entgegengesetzte Richtung bis nach Hechthausen und wieder retour, jeweils so gedacht, daß mit der Tide gefahren werden sollte. Das erste Teilstück verlief auch wie geplant, mit ablaufendem Wasser und Rückenwind waren wir in Nullkommanichts am Oste-Riff und da hieß es dann erst einmal warten, weil wir einfach zu schnell gewesen waren. Windig und kalt war es und damit überhaupt nicht schön! Und dann der Rückweg nach Hemmoor, zwar mit auflaufendem Wasser, aber nun gegen den Wind, also das Ganze garniert mit dem allerhübschesten Bremer Weserkabbelwasser. Dazu auch noch des öfteren ein netter und erfrischender Regenschauer, wir sollten uns ja auch nicht allzu verloren in der Fremde vorkommen!

Aber als das überstanden war, wartete im Bootshaus eine stärkende Suppe auf uns. Überhaupt war die Verpflegung, für alle Mahlzeiten war gesorgt, allerbest! Trotzdem mochten aus dem Vierer Anja und Jörg am Nachmittag nicht mehr aufs Wasser gehen, so daß die Restbesatzung in einen gesteuerten Zweier wechselte. Schade eigentlich, denn nun war es wettermäßig wesentlich besser, und dieser Teil der Oste ist auch viel unverbauter und damit netter zu rudern.

Bei der abendlichen Siegerehrung war es kein Wunder, daß Bothi und Hermann den schnellsten, weil einzigen Doppelzweier gefahren waren, daß sie aber mit 7:22 Std. nur 4 Minuten langsamer als der schnellste Vierer waren, ist eine ganz tolle Leistung!

Für den Sonntag nahmen wir uns nur das kleine Programm vor, außer natürlich Hermann und Bothi, sowie Jens, der das OSCHer Boot zum Doppelfünfer verstärkte. Aber genutzt hat uns das nichts, denn zwischendurch regnete es aus allen Kübeln, bis hin zum Hagel. Während wir danach trocknenderweise vor uns hin trieben, kamen aber, wie bestellt, zum Ausgleich drei schwimmende Wohnwagen vorbei und versorgten uns mit Bier. So gestärkt ließen sich dann auch die letzten Kilometer überstehen, und wir konnten das zweite Raddadelchen einheimsen.

Und auf der Rückfahrt wurden wir per Radio auch noch über den Weltcupsieg von Christiane im Doppelzweier informiert (hier nur für den Fall erwähnt, daß mal wieder kein Regattabericht im Clubschlüssel steht, auf jeden Fall: Herzlichen Glückwunsch für Dich, Christiane!).

Zum Abschluß bleibt nur zu sagen, daß es trotz der widrigen und blasentreibenden Umstände es eine schöne Fahrt war, und ich hoffe, daß Jens uns auch im nächsten Jahr wieder zum Mitfahren motivieren wird.

Volker Schenk

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