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"Hansa" (1879/83) e.V.

Deutsche Jugendmeisterschaften
in Berlin 1997

Es begab sich zu der Zeit, wo eine Gruppe von sieben Jugendlichen und drei Trainern den weiten Weg zu den deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin antreten wollte.

Alle waren bester Stimmung und wollten natürlich die "Hansa-Farben" so gut wie möglich auch in diesem Jahr wieder vertreten. Allerdings haben einige das Wort "Farben" wohl zu genau genommen, und schwups, kaum, daß sich einer versah, begegneten uns drei von den Aktiven des BRC Hansa in roter, blauer und auch grüner Haarfarbenpracht.

Nun ging es also endlich los. Die Fahrt nach Berlin verlief relativ schnell und reibungslos, doch als wir uns unseren Quartieren in Berlin immer mehr näherten, bekamen wir schon die ersten Zweifel. Das Hotel, in dem wir stationiert waren, glich einer Bungalowanlage aus einem langen Flur, von dem sich zeitweilig ein paar jedoch "sehr ordentliche" Zimmer nach links und rechts verzweigten.

Nach dem ersten Schock, der sich glücklicherweise als glimpflich erwies, ging es dann zum ersten Training zur Regattastrecke. Das Wasser war dementsprechend gut, doch hätten wir wohl alle lieber um weniger Berufsfahrtschiffe gebeten.

Dann war der große Tag da. Zuerst mußten Kerstin Mocha und ihre Berliner Zweierpartnerin Anja Hänel an den Start und schafften es bereits, sich durch einen dritten Platz im Vorlauf bis ins Halbfinale vorzuschieben.

Danach folgten Jan-Willem Flack und Christian Walter ebenfalls im Leichtgewichts-Doppelzweier. Sie konnten sich jedoch nicht fürs Halbfinale qualifizieren, da sie nach den Vorläufen auch im Hoffnungslauf mit knapp einer halben Bootslänge den zweiten Platz verschenkten.

Wen haben wir denn da noch? Wie unsere Trainer-Familie Haase und Co-Trainerin Julia Wolter immer zu sagen pflegen: "Was machen denn unsere beiden Schwergewichte?" Nun, auch Sebastian Rieck und Sascha Heißenbüttel skullten nach einem harten Vorlauf und einem kraftkostenden Hoffnungslauf mit nur einer Sekunde an der Halbfinalteilnahme vorbei. Sie besannen sich jedoch bald wieder und konnten sich ihrem zweiten Lieblingssport, dem Pfeilpistolenschießen, wieder voll und mit ganzem Herzen widmen.

Ebenfalls zu erwähnen ist das starke Auftrumpfen der seit gut einem dreiviertel Jahr rudernden Anja Mühlenbruch. Zwar konnte auch sie das Halbfinale nicht erreichen, doch ist die Konkurrenz im Juniorinnen-Einer beträchtlich stark, und nur der erste Platz wurde in einem Hoffnungslauf mit einer Halbfinalteilnahme belohnt. Anja erreichte aber immerhin einen guten zweiten Platz im Hoffnungslauf.

Last but not least haben wir da noch Simon Petereit. Er hat die besondere Begabung, einen wirklich ins Schwitzen zu bringen, denn mit einem klasse Endspurt, den er auf vergangenen Regatten schon oft zur Schau stellen konnte, sicherte er sich mit sage und schreibe neunzehn Hundertsteln Vorsprung im Hoffnungslauf die Halbfinalteilnahme im Junior-Einer B.

Im Halbfinale reichten die Kräfte allerdings nicht mehr, um sich noch ins Finale vorzukämpfen, und er schied leider - aber mit einer wirklich guten Leistung auf seiner ersten Meisterschaft - aus.

Nun zu unserer schon oben genannten Halbfinalistin Kerstin, die ebenfalls noch im Leichtgewichts-Einer an den Start ging. Im Zweier mit ihrer Partnerin Anja Hänel erreichte sie sogar das wohl mindestens gesteckte Ziel, das Finale. Hier aber, wohl aufgrund des doch sehr hohen Kräfteverschleißes der vielen Rennen, war sie nicht mehr ganz so erfolgreich, wie vielleicht erwartet, und nur mit einem sechsten Platz notiert. Man muß jedoch sagen, wie auch schon im vergangenen Jahr erreichte sie die beste Plazierung der Hansa-Aktiven auf der Meisterschaft, und das ist daher wohl sehr erwähnenswert.

Auch im Einer erreichte sie das Halbfinale, schaffte aber am Ende leider nicht mehr den Sprung unter die besten sechs ins Finale.

Tja, das wars eigentlich auch schon wieder, bleibt nur noch zu sagen: Einen herzlichen Dank an die Vereinsmitglieder, die es sich nicht nehmen ließen, nach Berlin zu kommen, um die Aktiven anzufeuern, und an die Trainer, die es uns ermöglichten, an der deutschen Jugendmeisterschaft 1997 in Berlin teilzunehmen.

Hoffen wir, daß es auf den Herbstregatten wieder ein bißchen besser läuft!!!

Christian Walter

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