Homepage   Clubschlüssel   1997   || Index  || Bremer Ruder-Club
"Hansa" (1879/83) e.V.

Die Gezeiten: Ebbe und Flut

Das Leben an der Nordseeküste ist geprägt durch die Gezeiten, dem Wechsel zwischen Ebbe und Flut. Bei Ebbe handelt es sich um einen Zeitraum, in dem das Wasser fällt bis zum nachfolgenden tiefsten Stand, dem Niedrigwasser.

Bei Flut steigt das Wasser wieder bis zum höchsten Punkt an. Im Verlauf eines Tages treten zwei Hoch- und Niedrigwasserstände auf. In dem Gezeitenkalender (herausgegeben vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) sind jeweils das Hochwasser (HW) und das Niedrigwasser (NW) vorausberechnet. Unter HW versteht man den genauen Zeitpunkt des höchsten Wasserstandes im Verlauf einer Tide, also den Übergang vom steigenden zum fallenden Wasser. NW ist genau umgekehrt, also der Zeitpunkt des niedrigsten Wasserstandes, d. h. den Übergang vom fallenden zum steigenden Wasser

.

Verursacht wird dieses Naturschauspiel von der Fliehkraft der sich drehenden Erde im Zusammenspiel mit der Anziehungskraft der Sonne und des Mondes. Je nach Konstellation der Planeten zueinander treten Ebbe und Flut stärker oder schwächer in Erscheinung. Alle 14 Tage, unmittelbar nach Neu- und Vollmond, stehen Mond und Sonne von der Erde aus gesehen , in einer Geraden, so daß sich die Anziehungskräfte ergänzen. Das ist die Zeit der Springtiden, an denen die Flut besonders hoch ausfällt. Bei starken Stürmen aus ungünstigen Richtungen (bei uns an der Weser Nordwest bis Nordnordwest) kommt es zu den gefürchteten Sturmfluten. Bei Halbmond steht der Mond im rechten Winkel zur Erde, so daß die Anziehungskraft relativ schwach ist. Dies nennt man Nipptide: Ebbe und Flut fallen deutlich schwächer aus.

PS: Die Benutzung des Tidenkalenders ist im selben beschrieben und wird gerne von den erfahrenen Ruderern erklärt. Ein aktuelles Exemplar liegt immer an der Theke aus.

Ingo Fechtmann

nach oben ]