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"Hansa" (1879/83) e.V.

Trainingslager Breisach

Am 4.4.97 stieg Julia W. mit einer chaotischen, aber auch sehr talentierten Truppe und mit sehr unterschiedlichen Gepäckstücken in den Zug nach Breisach am Rhein. Hans' Gepäck bestand nur aus einem kleinen Rucksack und einer Minitasche, inklusive Schlafsack, Isomatte und Bettzeug. Welche Gepäckstücke haben wohl gefehlt? Einige meinten, der Inhalt von Hans' Tasche bestünde ausschließlich aus Fressalien.... Da fragen wir uns nur, wo waren seine Anziehsachen?

Im Gegensatz zu Hans versuchte Sabrina, eine große, blaue, bedruckte, längliche, unpraktische, zwei Tonnen schwere Tasche durch den Zug zu wuchten. Sie flehte sämtliche Leute (Hans, Jan, Sebastian, Anja, eigentlich alle) an, ihr zu helfen. Alle lehnten es lachend ab. Da fragen wir uns, haben Sabrina und Hans ihre Taschen vertauscht?

Die ganze Zugfahrt, auf der sich alle über eine Goethe lesende Anja, einen "Young Miss" (die Brigitte-Zeitung auf "jung" gemacht) lesenden Jan und über einen "Girl"-`Psychotest' amüsierten, verging sehr schnell.

In Breisach angekommen stellten wir fest, daß Wind und Wetter sehr an Bremen erinnerten. Nach der ersten Erkundungsfahrt waren wir alle naß, als hätten wir gebadet. Nur der Wind und die Strömung waren anders: Trotz Windstille und ruhigem Wasser trieb ein Boot, das am Anleger lag, ab. Oder waren es vielleicht doch die danebenstehenden Jungen gewesen? Wir waren sehr frustriert, daß man in einer Stunde nur acht Kilometer schaffte.

Aber jetzt wollen wir an dieser Stelle der Jugendherbergsleitung für die "Spitzen"-Zimmerplanung danken. Wir mußten mindestens zweimal umziehen und haben dabei nur die Zimmer getauscht. Aber das vegetarische Essen war ein voller Erfolg, es sah nicht nur besser aus, sondern schmeckte auch besser, so daß es manches Mal zum Kampf zwischen Vegetarier (z.B. Stefan G.) und Fleischesser (z.B. Martin G.) kam, da es für vier bis fünf Personen gereicht hätte und wir nur drei Vegetarier waren. Jedoch wußte Stefan alles gut zu verteidigen. Als dann auch noch die Ruderer aus Stuttgart abgereist waren, wurde das Essen und das Wetter noch besser... es wurde heiß!!!!

Da gab es aber auch noch andere Kleinkriege: Simon war überhaupt nicht davon begeistert, daß Anja "sein Boot" Jochen Probst fahren durfte und versenkte aus lauter Protest des öfteren ihren Riggermann und ihre Schuhe. Hans stand ihm dabei aber auch die ganze Zeit liebevoll zur Seite, denn beide wollten Anja baden lassen! Tja, Anja war jedoch immer schneller und hatte da auch so ihre Helfer, die Simon am liebsten erschlagen hätte. Auffällig war, daß er ständig in größter Sorge war, wenn Anja aufs Wasser ging, nicht etwa um sie, sondern um den guten "Jochen Probst", daß dieser auch ja wieder heil ankäme. Dabei waren große, grüne, schwimmende Gegenstände auf dem Rhein wohl eher für die Besatzung des "Otto von Damco" eine Gefahrenquelle, oder?

Sabrina schaffte es auch, den einen und anderen Kleinkrieg mit allen Jungen zu führen, wurde jedoch trotzdem von Stefan `dauernd' zum Eisessen eingeladen...!

Die Kanbenherzen begannen endlich höher zu schlagen, als der Deutsch-Französische-Jugendaustausch in Breisach eintraf. Da gab es dann Liebschaften wie Hans und Löckchen (sie sah nur seinen nackten Oberkörper und nicht mehr, leider!) oder Paul/Martin und Strähnchen (stritten sich, wem zuliebe sie ins Zimmer gekommen war).

Die Fischköppe schafften etwas sehr Brillantes: Sie setzten einen Einer auf Grund, so daß er durchbrach, der Ruderer Christoph fiel ins Wasser..."Platsch".

Zwischen dem Training und Essen, Schlafen, Fernsehen und Singen wurden auch kreative Türme gebaut, siehe Foto Pyjama-Party (Hans, Kerstin, Katharina).

Wir danken den Trainern und allen Aktiven, daß es so viel Spaß gemacht hat, und würden es gerne wiederholen! Hoffentlich wird sich diese mehr oder weniger begabte Truppe weiterhin so gut verstehen, obwohl wir alle sehr den Horst vermißt haben. Die Stimmung war "Spitze", und alle verstanden sich großartig.

Anja Mühlenbruch und Wiebke Gloede

10 Tage Rudertrainingslager

Breisach am Rhein, 4.4. - 13.4.1997

Die Highlights:

Daten und Fakten:

Dankeschön an:

Wolfgang und Jens Mocha für den Transport nach Breisach!!,

Firma Schmidt & Koch für den VW-Transporter, der großartige Dienste geleistet hat,

die stillen Helfer bei Hansa, die die Boote rechtzeitig repariert haben, den Hänger gewartet haben und uns mit Rat und Tat zur Seite standen,

Wir würden uns sehr freuen, wenn im nächsten Frühjahr wieder ein so fruchtbares Trainingslager zustande kommt wie in diesem Jahr, und wünschen der Trainingsabteilung bis dahin ein erfolgreiches und lustiges Jahr 1997.

Julia Wolter

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