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"Hansa" (1879/83) e.V.

Winter 1996/97 · 1. Hälfte

Im Winterhalbjahr können aufgrund der Dunkelheit und der Witterung die üblichen Rudertermine meist nicht wahrgenommen werden. Deshalb haben wir uns auch für diesen Winter zusammengesetzt und Aktivitäten geplant. "Wir", das ist die sog. Boschi-Truppe, bestehend aus jungen Damen, Jungaltherren und abteilungslosen Mitgliedern männlichen Geschlechts. Hier in zeitlicher Reihenfolge ein kleiner Abriß der Unternehmungen in diesem Winter:

Donnerstag, 31.10.1996

Freimarktsbummel - Vorher war Jens Sport im Hermann-Böse-Gymnasium und bei den Damen Freimarktsrudern. Natürlich hat es geregnet, und beim Warten auf die Karussellfahrer wurde es ziemlich kalt. Viele, allen voran Matthias und Anja, bewiesen Mut und ließen sich in den magenumstülpendensten Fahrgeschäften durchschütteln. Freimarktsgemäßen Appetit hatten alle. Wärmer hatten es später im "Schwarzen Hermann" noch einige nimmermüde.

Sonntag, 03.11.1996

Dies war kein offizieller Boschi-Truppen-Termin, aber auf Günters Frage, ob ich Lust hätte nach Vegesack zu rudern, habe ich mit "Ja" geantwortet. Frühmorgens, nachdem Günter das Wetter für gut erklärt hat, ließen wir den Riemenachter "Walter Messerknecht" (hätte ich das mit den Riemen vorher gewußt, wäre ich im Bett geblieben) zu Wasser und starteten mit sechs neuen Mitgliedern im Altherrenalter, die in diesem Sommer das Rudern erlernt haben, weserabwärts. Die Temperatur war zum Glück noch mild, der Rest, Wind und Regen, dagegen 100 % November. Auf dem Rückweg habe ich gesteuert, bei hohen Wellen, Schiebewind, Regen und aufkommender Dunkelheit ein Vergnügen der besonderen Art. An der Brillbrücke konnte uns die diensteifrig patrouillierende Wasserschutzpolizei nichts anhaben, da wir dank umsichtiger Vorbereitung eine Lampe dabei hatten.

Dienstag, 12.11.1996

Essen gehen im "Moto", einem neuen Restaurant mit fernöstlicher Küche an der Schlachte. Gutes Essen in kühler Atmosphäre. Nur der Kuchen konnte nicht überzeugen.

Das neue, seit Anfang des Monats geltende, Ladenschlußgesetz hat sein erstes Opfer gefunden, Gerd mußte arbeiten und ist erst eingetroffen, als schon alle satt waren.

Sonntag, 23.11.96

Um halb zehn wollten wir rudern, und die Bedingungen waren scheinbar ideal: Spiegelglattes Wasser, Sonnenschein, kein Wind, leichter Frost. Doch weiter als bis zum Anleger sind wir nicht gekommen, er war mit Reif überzogen und spiegelglatt. So mußten wir die Skulls zurückbringen und Ergometerfahren und/oder Laufen.

Dank der Heizung hat dem anschließendem Frühstück im Bootshaus nichts im Wege gestanden.

Montag, 25.11.1996

Matthias hatte Geburtstag und aus diesem Grund zum Verzehr alkoholhaltiger Erfrischungsgetränke eingeladen.

Sonntag, 30.11.96

Britta, Holger und Jannes ziehen nach Singapur (vgl. CS 5/96 (S. 32) und Seite 18). Am Montag ging das Flugzeug. Deshalb mußte der in 207 Kartons verpackte Hausrat auf einen LKW verladen werden, um eingelagert oder verschifft zu werden. Schon nach einer guten Stunde war die Wohnung leer, es wurden Sekt und leckere Brötchen serviert, herzzerreißende Abschiedsszenen schlossen sich an.

Freitag, 06.12.96

Am Nikolaustag haben sich zwölf Ruderer zum Ausüben einer artfremden Sportart getroffen: Bowling. Nach zwei Runden haben wir uns italienisch gestärkt und auf dem Weg nach Hause auch noch im Litfasz vorbeigeschaut.

Freitag, 20.12.1996

Auf dem Programm stand eine vorweihnachtliche Feuerzangenbowle, zu der sich sechs Menschen in Annas gemütlicher WG-Wohnküche eingefunden haben. Trotz meiner Auseinandersetzung mit einem Kerzenständer, der die Kerzen verschmähte, war es ein sehr gelungener Abend. Nach zwei Runden Feuerzangenbowle und einigen Portionen Bier - um die Süße zu neutralisieren - sind alle heil zu Hause angekommen.

Montag, 23.12.96

Dirk wurde dreißig, mehr dazu steht auf Seite 12.

Sonnabend, 28.12.96

Kurz vor dem Jahresende hat Babbel zur Feier ihres runden Geburtstags zum Empfang in das Bootshaus eingeladen (vgl. ebenfalls S. 12).

Dienstag, 31.12.96

Silvesterfeier im Bootshaus in netter HANSA-Runde. Von der Boschi-Truppe waren so ziemlich alle da, die nicht verreist waren. Herr und Frau Erbel haben ein tolles Büffet gezaubert, für das Herr Erbel als Dank fünf Sterne verliehen wurden - Überreste von Babbels Tischdekoration. Zur Musik aus der Stereoanlage wurde sogar getanzt.

Sonntag, 05. und 11.01.97

Eiszeit in Bremen, der Werdersee lud bei Sonnenschein zum Schlittschuhlaufen ein. Aufs Eis wagten sich Anja, Ines, Ralf, Martin und Matthias, Start war selbstredend am LRV-Steg. Am zweiten Sonntag war auf dem See anläßlich der von einem kommerziellen Radiosender aus Niedersachsen veranstalteten Eisparty besonders viel los.

Olaf Köhn

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